T4D 222 998-7 schrieb:
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> Das Zusammenspiel ÖPNV und Individualverkehr ist in Dresden mit Abstand eine Katastrophe, wohlgleich
> beide ihre Berechtigung haben.
Nach meiner bescheidenen Meinung gibt es in Dresden noch jede Menge Potential, dem MIV "etwas wegzunehmen".
Und Berlin ist sicher kaum ein gutes Beispiel dafür, daß man es besser machen kann. Allenfalls in eingen wenigen Einzelfällen.
> Die Autofahrer sehen es nicht ein die Bahn vorbeizulassen und dann ewig
> hinterherzufahren, die Bahnfahrer denken ihrerseits, dass sie überall Vorrang haben und
> blockieren die Individualisten.
Wenn man "den Autofahrern" erst mal frei Bahn gegeben hat, sehen die es freilich nicht mehr ein, sich was "wegnehmen" zu lassen, was ihnen "gehört". Andersrum muß sich der ÖPNV i. d. R. mit dem benügen, was "man" ihm übrigläßt. - Verständlich, wie attraktiv die "2. Ebene" als Lösung der 60er bis 90er Jahren seinerzeit erschien. - Inzwischen treten hier die Kehrseiten zunehmend in den Vordergrund.
Wenn keiner Priorität hat, gibt es eben gelegentlich lauter halbe Sachen...
Den Lokalzeitungen kann man Straßenbauprojekte und was alles dazu gehört (Brücken, Parkhäuser usw.) natülich viel leichter plausibel (schmackhaft) machen, als ÖV-Projekte, mit denen man zunächst erst mal v. a. die "armen Autofahrer schikaniert". Man kennt die Windschutzscheibenperspektive eben viel besser, will sich nicht mir "koplizierten" Tarifen und Fahrplantabellen auseinadersetzen, sondern "einfach losfahren", wenn einem gerade mal danach ist.
> Und nein, ich bin absolut kein ÖPNV-Gegner, im Gegenteil.
> Aber in Dresden macht es absolut keinen Spass, weder Auto- noch Bahnfahren.
Wieso muß Autofahren eigentlich unbedingt "Spaß machen"? Wenn man Ortsveränderung aus lauter Vergnügen machen kann, ist sie zu billig. Und daß sie so billig ist, kann kaum gewollt sein.
pasch