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 05 - Straßenbahn-Forum 

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Frage zum Strom

geschrieben von: tatrafan401

Datum: 04.03.12 17:31

Hallo Forengemeinde!
In welchen Deutschen Städte fahren die Strassenbahnen mit 600 bzw.750V?Besonders interessiert mich z.B.Würzburg.
Danke für die Hilfe.
MfG.tatrafan401



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:04:21:49:52.
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: Hausgeist

Datum: 04.03.12 21:53

Dresden

4 Jahre [www.nahverkehr-dresden.de]
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Vielleicht fragst du lieber...

geschrieben von: THU

Datum: 04.03.12 22:07

...in welchen deutschen Städten sie NICHT mit 600V oder 750V fahren, die Liste ist einfacher zu erstellen.



Und überhaupt wolltest du ja was zum Strom wissen und nicht zur Spannung... ;-)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:04:22:07:56.
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Re: Vielleicht fragst du lieber...

geschrieben von: tatrafan401

Datum: 04.03.12 22:09

Sorry natürlich die Spannung.
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 04.03.12 23:53

Die Nennspannungen von Bahnnetzen (auch Obus) sind in der DIN VDE 0115 Teil 102 definiert, aktuell gültig:
Bahnanwendungen, Speisespannungen von Bahnnetzen - Deutsche Fassung EN 50163: 1995

Wurden deutsche Straßenbahnen in Städten anfangs meist mit 500V Gleichspannung betrieben, stieg der Nennwert immer weiter an. Nach DIN bzw. EN sind gegenwärtig nur noch 600 und 750 V zulässig, für Altanlagen gibt es jedoch Bestandsschutz.
U-Bahnnetze wurden schon vor über 100 Jahren mit 750V gespeist, auch Straßenbahnbetriebe gehen jetzt mehr und mehr dazu über. Geringere Ströme bedeuten eben geringere Spannungsabfälle gleich geringere Verluste und etwas größere Speisebereiche der Unterwerke. Andererseits höheres Risiko für Überschläge und größere Kurzschlussleistungen, weswegen die Anlagen robuster auszulegen sind.

Die Berliner Straßenbahn ist gerade in Vorbereitung der Spannungserhöhung auf 750V, die nach Ausmusterung der Tatras und Ertüchtigung der GT6 erfolgen soll. Viele andere Großbetriebe haben den Schritt schon vollzogen, beispielsweise München. Bei Kleinbetrieben lohnt sich das nicht so sehr.

So long

Mario
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: ETA-Fan

Datum: 05.03.12 01:02

GT6 in Berlin? In Berlin kenn ich nur die GT6 bei der SRS. Ansonsten sag doch bitte zwecks Vermeidung von Verwechslungen GT6N ;-)
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: Michael Dittrich

Datum: 05.03.12 11:06

ETA-Fan schrieb:
-------------------------------------------------------
> GT6 in Berlin? In Berlin kenn ich nur die GT6 bei
> der SRS. Ansonsten sag doch bitte zwecks
> Vermeidung von Verwechslungen GT6N ;-)

Die SRS ist aber nicht in Berlin.
Was machst Du mit den GT6ZR und GT6U? Sind das keine GT6?

Gruß,
Michael

http://www.michaeldittrich.de/images/mdbanner-2.gif http://www.strassenbahn-potsdam.de/images/banner-trampdm.jpg
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 05.03.12 15:18

Michael Dittrich schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die SRS ist aber nicht in Berlin.
> Was machst Du mit den GT6ZR und GT6U? Sind das keine GT6?

Irgendwie hat er ja recht, ADtranz bezeichnete als Hersteller die Serie als GT6N und Düwag GT6 fahren auf einigen Metern auch über hauptstädtisches Gebiet. Mit 600V Nennspannung.

So long

Mario
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Frage zur Spannung in Stuttgart

geschrieben von: 5./6. Bauserie

Datum: 05.03.12 18:56

Hallo!


der weiße bim schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Nennspannungen von Bahnnetzen (auch Obus) sind
> in der DIN VDE 0115 Teil 102 definiert, aktuell
> gültig:
> Bahnanwendungen, Speisespannungen von Bahnnetzen -
> Deutsche Fassung EN 50163: 1995
>
> (...) Nach DIN bzw. EN sind
> gegenwärtig nur noch 600 und 750 V zulässig, für
> Altanlagen gibt es jedoch Bestandsschutz.
> U-Bahnnetze wurden schon vor über 100 Jahren mit
> 750V gespeist, auch Straßenbahnbetriebe gehen
> jetzt mehr und mehr dazu über. Geringere Ströme
> bedeuten eben geringere Spannungsabfälle gleich
> geringere Verluste und etwas größere
> Speisebereiche der Unterwerke. Andererseits
> höheres Risiko für Überschläge und größere
> Kurzschlussleistungen, weswegen die Anlagen
> robuster auszulegen sind.

Hieß es in Stuttgart nicht mal, daß die Spannung wegen der GT 4 auf 600 V bleiben sollte, auf nur von DT 8 bedienten Strecken aber schon 750 V sein sollte?
Dann wurde doch der GT 4 hochgeschraubt, daß man überall mit 750 V fahren kann und (ab jetzt kommt erst die eigentliche Frage) der DT 8 aber auch ertüchtigt, so daß man mit 900 V Fahrdrahtspannung fahren kann.
Habe ich mich da verkohlen lassen? Das wäre ja Deiner Quelle nach gar nicht zulässig. (Die 900 V, ob mich jemand in den April schicken darf steht da vermutlich nicht drin...)


Viele Grüße,
die Fünfte/Sechste.
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Re: Frage zur Spannung in Stuttgart

geschrieben von: Der Burgstädter

Datum: 05.03.12 19:00

Guten Abend!
900 V werden oft an belasteten Streckenabschnitten "eingespeist" um die Nennspannung von 750 V zu gewährleisten
Grüße aus Ludwigshafen
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Danke!

geschrieben von: 5./6. Bauserie

Datum: 05.03.12 19:13

Ah, okay, an sowas hab ich nicht gedacht...

Dankeschön und viele Grüße,
die Fünfte/Sechste.
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Re: Danke!

geschrieben von: Nico Kunze

Datum: 05.03.12 19:41

Wie funktioniert das eigentlich, dass die Oberleitungsspannung in Spitzenzeiten bis zu 1kV betragen kann, wenn die Trafos doch nur 0,6kV-Abgänge haben?
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Re: Danke!

geschrieben von: UK

Datum: 05.03.12 20:07

Zum Beispiel durch das Rückspeisen bremsender Fahrzeuge.
Optionen:

Re: Danke!

geschrieben von: fmm_de

Datum: 05.03.12 20:38

Nico Kunze schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wie funktioniert das eigentlich, dass die
> Oberleitungsspannung in Spitzenzeiten bis zu 1kV
> betragen kann, wenn die Trafos doch nur
> 0,6kV-Abgänge haben?

Physik:
Die Gleichspannung liegt am Ausgang des Gleichrichters an!
An den Trafos liegen primär (d.h. hochspannungs-eingangsseitig) und sekundär (d.h. ausgangsseitig) Wechselspannungen - netzentsprechend 50Hz oder höherer Frequenz an (dadurch kann die Bauform des Trafos bei gleicher Leistung kleiner werden; = höherer Wirkungsgrad, Materialersparnis, weniger Kupfer und Eisen). Danach erfolgt die Gleichrichtung.

Trafos können keine Gleichspannung übertragen, sie funktionieren permanent nur mit magnetischen Wechselfeldern (d.h. nur mit Wechselspannung/-strom)

fmm_de



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:05:20:44:31.
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Re: Danke!

geschrieben von: stadtbahnfan

Datum: 06.03.12 10:46

Ich weiß ja nicht wie weit die einzelne Erfahrung mit starken Gleichstromantrieben bei Euch reicht.

Aus einem Drehstromnetz mit 600 V, mit üblicher Frequenz hier von 50 Hz, werden bei einer ungeregelten Drehstrombrückenschaltung ( Gleichrichter ) 696 V ( genauer Umrechnungsfaktor 1,1578 .. in der Praxis 1,20 ) also ca. 720 V erzeugt.

Je nach Belastung des Streckenabschnittes bleibt diese Spannung durch Umform- und Übertragungsverluste ( Trafo, Kommutierungsdrossel, Leitungen ) natürlich nicht konstant. Um die gewünschte Fahrdrahtspannung von mind. 750 V= einigermaßen zu halten muss die Trafosekundärspannung folglich höher liegen um den Toleranzbereich auf der Gleichstromseite voll auszuschöpfen.

Nachdem es sich hier nicht gerade um alltägliche Versorgungstrafos handelt, wird die Sekundärwicklung entsprechend der zu erwarteten Belastung festgelegt.

Der Gleichrichter im Unterwerk Hauptbahnhof der SSB ist übrigens auf rund 3000 A = ausgelegt.
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Fahrstrom

geschrieben von: der weiße bim

Datum: 06.03.12 15:52

stadtbahnfan schrieb:
-------------------------------------------------------
> Aus einem Drehstromnetz mit 600 V, mit üblicher Frequenz hier von 50 Hz, werden bei einer
> ungeregelten Drehstrombrückenschaltung ( Gleichrichter ) 696 V ( genauer Umrechnungsfaktor
> 1,1578 .. in der Praxis 1,20 ) also ca. 720 V erzeugt.

Richtig. Daher werden für 750V Nennspannung auf der DC-Seite die Trafowicklungen für eine Ausgangsspannung von 625V AC bemessen.
Das ergibt eine Leerlaufspannung zwischen 800 und 850V DC. Heute werden meist Trafos mit zwei Sekundärwicklungen pro Phase verwendet, die jeweils phasenverschoben (eine Stern- die andere Dreieckschaltung) gleichstromseitig parallelgeschaltet werden, um die Restwelligkeit klein zu halten.
Primärseitig haben sie in der Regel mehrere Anzapfungen zur Anpassung an leicht differierende Speisespannungen auf der Hochspannungsseite, die man auch zur Korrektur der Ausgangsspannung einsetzen kann. In Netzen, die von 600 auf 750V umgestellt werden sollen, verwendet man Trafos mit umstellbaren Wicklungen, die beide Ausgangsspannungen liefern können.

> Je nach Belastung des Streckenabschnittes bleibt diese Spannung durch Umform- und
> Übertragungsverluste ( Trafo, Kommutierungsdrossel, Leitungen ) natürlich nicht
> konstant. Um die gewünschte Fahrdrahtspannung von mind. 750 V= einigermaßen zu halten muss die
> Trafosekundärspannung folglich höher liegen um den Toleranzbereich auf der Gleichstromseite voll
> auszuschöpfen.

Die in der o.g. DIN EN festgelegten minimalen und maximal zulässigen Spannungstoleranzen in Bahnnetzen betragen (im Unterschied zu gewöhnlichem Haushaltstrom) +20/-30% des Nennwertes. Bei 750V Nennspannung sind an der Fahrleitung also von 525 bis 900V zulässig (bei 600V Nennwert: 420 bis 720V), bei elektrischer Nutzbremsung nach oben sogar noch mehr. Kurzzeitig sind noch höhere Überspannungen erlaubt. Man sieht schon, welche hohen Anforderungen an die elektrischen Ausrüstungen für Bahnen gestellt werden.

> Der Gleichrichter im Unterwerk Hauptbahnhof der SSB ist übrigens auf rund 3000 A = ausgelegt.

Für "richtige" Schnellbahnen mit Anfahrströmen von 4 kA (pro Zug) werden immer mehrere Gleichrichtereinheiten parallel geschaltet. Die geforderte Überlastbarkeit wird bei richtiger Bemessung nur in seltenen Störfällen (ein Unterwerk ersetzt ein ausgefallenes Nachbarwerk) tatsächlich genutzt.

So long

Mario
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: Ersatzkonzept

Datum: 07.03.12 21:34

tatrafan401 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Forengemeinde!
> In welchen Deutschen Städte fahren die
> Strassenbahnen mit 600 bzw.750V?Besonders
> interessiert mich z.B.Würzburg.
> Danke für die Hilfe.
> MfG.tatrafan401

Würzburg:
750 V, negative Polarität am Fahrdraht.

Auf der Steilstrecke kann die Fahrdrahtspannung beim rückspeisenden Bremsen schonmal deutlich darüber liegen.
Übrigens hängt dort wg. der hohen Ströme auch Doppelfahrdraht (zwei Drähte an der Schleifwippe).


Gruß
Ersatzkonzept
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Re: Frage zum Strom

geschrieben von: Dortmundriver

Datum: 11.03.12 12:46

Duisburg hat im Tunnel 1000 V ;)
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