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ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: elixir

Datum: 17.08.12 12:49

Hallo,

nach Protesten der Bamberger über eine 7 Meter hohe Mauer quer durch Bamberg, wird seit heute über eine Ostumgehung entlang der A73 laut nachgedacht.

Die Bahn scheint diese Möglichkeit nun mit einem Gutachten untersuchen zu wollen.

Damit würde Bamberg seinen ICE-Halt wohl verlieren - aber darüber hat sich noch keiner Gedanken gemacht.

Mal sehen was daraus wird?

[www.br.de]

Gruß elixir



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:17:12:56:33.
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: 103612

Datum: 17.08.12 13:10

Endlich nehmen schienbar auch seröse Quellen diesen Vorschlag auf. Bei einem Blick auf die Karte drängt sich eine derartige Umfahrung parallel zur A73 zwischen Breitengüßbach und Strullendorf geradezu auf. Bamber bliebe der ganze Güterverkehr erspart und man könnte durchgängig von Erfurt bis Strullendorf die Strecke für 300km/h ausbauen. Die Umfahrung Bamberg ist ein wichtiger Baustein für eine ITF-Kantenfahrzeit von 60 Minuten zwischen den Knoten Nürnberg und Erfurt.

Ein Abhängen würde ich aufgrund der Umfahrung nicht unbedingt vermuten. Bamberg hat (im Gegesatz zu Coburg) genug Umsteigerpotential und eigenes Aufkommen für eine zumindest 2-stündliche Bedienung im SPFV.

Von dem Denkmalpflegerischen Aspekt der Vermeidung von 7m hohen MOnsterwällen brauchen wir glaube ich gar nicht sprechen.

p.,s.: von einer Trasse entlang der A73 lese ich in dem verlinkten Beitrag aber nichts...



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:17:13:14:13.
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: ReneRomann

Datum: 17.08.12 13:13

Zitat:
Die Bürgerinitiative fordert moderne und dem Weltkulturerbe Bamberg angemessene Lärmschutztechniken statt der Mauern.
Da frage ich mich doch gleich: Was soll denn das für eine Technik sein? Die wirksamste Lärmschutzmaßnahme ist, wenn Lärm erst gar nicht erzeugt wird. Dies würde aber bedeuten, dass kein Zug mehr fahren würde [was ja auch nicht Sinn und Zweck der Maßnahme sein kann]. Sobald der Lärm erzeugt wurde (da reicht allein das Rollgeräusch in Kombination mit den Windverwirbelungen) kann man ihn nur noch "abfangen"/ableiten, nicht aber mehr neutralisieren. Und die Rollgeräusche bei Stahl-Stahl sind schon deutlich geringer als die von Gummi auf Beton. Bei den Windverwirbelungen kann man noch einiges erreichen - aber das würde voraussetzen, dass man die Züge komplett verkleiden müsste. Insbesondere bei Güterzügen dürfte dies jedoch nicht - oder nicht so einfach - möglich sein.
Lediglich die Reduktion der Geschwindigkeit wäre noch möglich, um die Lärmemissionen zu reduzieren - aber das würde den Streckenausbau ja ad absurdum führen.

Ansonsten wie schon vom Threadersteller gesagt:
Anscheinend hat man sich keinen Plan gemacht, welche Auswirkung die Forderung einer Umgehung hat. Hinterher ist wahrscheinlich das Geschrei groß, wenn der ICE-Halt wegfällt...

Trotzdem gibt's auch etwas Positives bei der ganzen Sache: Immerhin werden die Bürger hier schon während der Planungsphase aktiv und wollen - gemeinsam mit der Bahn - nach einer Lösung suchen, noch bevor überhaupt das Kind wie in Stuttgart in den Brunnen/die Grube gefallen ist. Noch sind die Mauern nur auf einer Vorplanung und in einer 3D-Visualisierung vorhanden - noch ist nichts zu spät, um andere Maßnahmen zu ergreifen [wie wäre es z.B. mit einem "Tunnel", also besser gesagt einer Röhre, welche in offener Bauweise direkt unter der Erdoberfläche verlegt wird?].
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: zonk

Datum: 17.08.12 13:33

ReneRomann schrieb:
Sobald der Lärm erzeugt wurde ... kann man ihn nur noch "abfangen"/ableiten, nicht aber mehr neutralisieren.

Es gibt schon Möglichkeiten Lärm zu neutralisieren. Link Allerdings sind mir bei Eisenbahnenfahrzeugen bzw. Eisenbahnstrecken keine Anwendungen dafür bekannt.
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 17.08.12 13:36

Da bin ich mal gespannt!
Wenn die SFS an bamberg vorbeigeleitet wird, dürfte es künftig mit nem ICE-Halt in Bamberg u.U. "mau" aussehen.
1. Vorteil wäre: Fahrzeit zwischen den Knoten Nürnberg und Erfurt würde sich verkürzen und ggf. Fahrzeitpuffer ermöglichen.
2. Vorteil wäre: Kein Lärm in Bamberg, somit keine Lärmschutzwände und für die BI keine die Bauzeit verlängernde (Und wahrscheinlich Kostentreibende) Klagegrundlage mehr.

Da müssen sich alle Bamberger vor Ort klar werden, was man a) will und b) was man kann.
Optionen:

Wo steht, dass die Bahn dies in einem Gutachten untersuchen will

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 17.08.12 13:47

[www.br.de]

Ich lese lediglich:

" .... Wir verlangen von der Bahn jede Anstrengung, um das Welterbe zu schützen. [...] Ich will erreichen, dass die Bahn doch noch einen moderneren Lärmschutz findet als die hohen Mauern."

Andreas Starke, Oberbürgermeister von Bamberg"

sowie
"Er und die Stadt wollen vorher Einfluss nehmen: Im Herbst sollen sich unter anderem Verkehrsexperten treffen und Möglichkeiten zur Lärmvermeidung diskutieren. Dann könnten die Mauern unter Umständen ein ganzes Stück kleiner ausfallen."

und
"In einem sind sich die Stadt, die Bürger und die Bahn einig: Sie haben mit widersprüchlichen Interessen zu kämpfen. Bamberg legt großen Wert darauf, dass auch in Zukunft ICEs in der Domstadt halten und die Anwohner der Bahntrasse haben einen berechtigten Anspruch auf wirkungsvollen Lärmschutz. Gleichzeitig soll aber das Stadtbild nicht durch meterhohe Lärmschutzwände zerstört werden.

Laut Bahnsprecher Michael Baufeld sind die derzeit vorgesehenen Lärmschutzmauern nur Teil einer Vorplanung. Der eigentliche Entwurf werde womöglich komplett anders aussehen. Vor dem Planfeststellungsverfahren werde die Bahn dann auch das Gespräch mit der Stadt suchen, denn dem Unternehmen sei an einem möglichst breiten Konsens gelegen. Dennoch stellte Baufeld klar, dass sicherlich nicht alle Konflikte gelöst werden könnten. Am Ende müsse die Genehmigungsbehörde (das Eisenbahnbundesamt) die unterschiedlichen Interessen gegeneinander abwägen, so der Bahnsprecher."


Und von einer Ost-Umfahrung parallel zur A73 lese ich schon gleich gar nichts im BR-Artikel.

Hast du da zwei Quellen durcheinandergebracht und eine falsche velinkt?

Edit: der relevante Artikel ist in [www.drehscheibe-foren.de] verlinkt.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
_______________________________________________________
PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:17:17:52:03.
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: bladewing

Datum: 17.08.12 13:53

Ingo Oerther schrieb:
-------------------------------------------------------
> 2. Vorteil wäre: Kein Lärm in Bamberg, somit keine
> Lärmschutzwände und für die BI keine die Bauzeit
> verlängernde (Und wahrscheinlich Kostentreibende)
> Klagegrundlage mehr.

Dann erklaer mir mal warum kein Laerm mehr, die neuen Gleise sind fuer REs und ICEs gedacht, d.h. der GV faehrt dann im Blockabstand ueber die Altgleise (zzgl. einer S-Bahn) durch Bamberg. Weil man auf diesem Abschnitt keinen Kapazitaetsausbau hat brauchts da dann aber keinen Laermschutz. D.h. die Bamberger bekaemen die relativ leisen ICEs und REs aus der Stadt und die lauten GZs koennen noch haeufiger ohne Laermschutz durchbrettern.
Optionen:

Lärmschutz

geschrieben von: nozomi07

Datum: 17.08.12 13:58

ReneRomann schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Bürgerinitiative fordert moderne und dem
> Weltkulturerbe Bamberg angemessene
> Lärmschutztechniken statt der Mauern.
> Da frage ich mich doch gleich: Was soll denn das
> für eine Technik sein?

Da gibts schon eine ganze Menge, wie ein Blick nach Japan zeigt. Beim Shinkansen werden C-förmige Lärmschutzwände auf Fahrwerkhöhe gebaut, der Blick aus den Fenstern ist frei. Auf der Innotrans zeigte ein japanischer Hersteller Schienen-Schallabsorber, zumindest im Video wirkte der Unterschied beeindruckend.

Nebenbei kann man auch am Fahrzeug einiges machen, der sinnlos hohe Lärm alter Güterzugbremsen war ja hier öfter Thema. Trassenpreise mit Lärm-Faktor würden schon viel bewirken.

Dass dies alles teurer ist als Riesenmauern quer durch die Stadt, ist klar. Aber gerade deshalb ist es auch richtig, wenn sich die Bürger zu Wort melden.
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: 145CL001

Datum: 17.08.12 14:13

Nur am Rande: Weltkulturerbe usw. klingt ja toll, allerdings liegt die Bamberger Innen- und erst recht die Altstadt komplett westlich der Bahngleise, sogar ein ganzes stück. Von der historischen Altstadt dürften die Lärmschutzmauern gar nicht sichbar sein. Wie hier irgendeine Beeinträchtigung stattfinden soll, ist mir schleierhaft. Und Anwohner gibt es auch nicht überall, z. B. die Anwohner auf dem Friedhof dürften sich weniger dran stören. Wenn ich mir die Situation so vorstelle, gibt es eine Handvoll Anwohner, die die "Mauer" überhaupt sehen, und die sind warhscheinlich eher froh drum.
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allerdings, es gibt noch hohes Minderungspotential an der Quelle

geschrieben von: ET50

Datum: 17.08.12 14:24

vor allem bei Güterzügen. Bisher gab es ja praktisch keinerlei Druck auf die Bahnbetreiber, lärmarme Techniken einzusetzen. Selbst bei Neufahrzeugen sind die Vorschriften noch zu lasch. Das beste Mittel wären 'echte' lärmabhängige Trassenpreise, die so wirkungsvoll sind, dass die Betreiber schon aus wirtschaftlichen Gründen von alleine darauf achten, dass die Fahrzeuge möglichst leise sind und werden. Die Lärmemission muss ein wichtiges Beschaffungskriterium werden. Die Trassenpreismodelle, die derzeit diskutiert werden, beschränken sich leider nur auf die Umrüstung alter Güterwagen. Das ist zwar auch wichtig, aber bei weitem nicht hinreichend.

Gruß,
Ewald
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Welterbe reicht bis fast ans Bahngleis / ein paar Gedanken

geschrieben von: 628Vorserie

Datum: 17.08.12 14:28

Hallo!

Viele gehen davon aus, dass das Welterbe-Gebiet nur die engere Altstadt ist, dem ist aber nicht so, wie hier zu sehen ist, geht die Welterbe-Fläche bis fast ans Bahngleis ran:

[www.stadt.bamberg.de]

M.E. hat die Umgehung Bamberg entlang der Autobahn schon einigen Charme:

Ein Ausbau des innenstadtnahen Abschnitts entfällt ggf. komplett, und damit auch der Lärmschutz und vor allem auch zahlreiche sehr teure Brücken und Unterführungsbauwerke, auch das aufwändige Thema Durchfahrt von Schnellfahrzügen durch den Bahnhof fällt weg.

Betriebsprogramm könnte so aussehen:

2-stündiger Schnell-ICE fährt die Umgehung (wie bisher der ICE 28.1 der i.d.R. auch jetzt schon nicht hält.
2- stündiger langsamerer ICE fhrt durch Bamberg (wie derzeit ICE 28.2, Zeitverlust gegenüber der Schnellfahrstrecke dürfte bei Halt marginal sein)
Außenrum fährt außerdem der ganze Güterverkehr.

Durch Bamberg der restliche Personenverkehr, der sowieso kaum Lärm verursacht.

Wichtig wäre dabei natürlich von der Umgehung aus auch eine (zumindest eingleisige) Güterspange zur Würzburger Strecke zu schaffen, da da ja der meiste Güterverkehr herkommt (Vielleicht würde eine kurze Kurve Gundelsheim-Hallstadt reichen und man fährt dann auf der Verbindungskurve über Abzw. Dörfleins weiter)

Problem ist natürlich, dass niemand so eine Verkehrsführung verbindlich zusagen wird.

Markus

http://histoliga.de/fahrplangeschichten/gepflegtereise.png
Optionen:

Re: Welterbe reicht bis fast ans Bahngleis / ein paar Gedanken

geschrieben von: CaptainPlanet

Datum: 17.08.12 14:44

Eine Umfahrung wäre super. Allerdings könnte man dann den ICE Halt direkt streichen.
Besser wäre es einen RE mit Tempo 200 von Bamberg über Lichtenfels/Coburg nach Erfurt pendeln zu lassen, quasi als Zubringer.

Die Güterzüge würden dann aber weiterhin durch Bamberg fahren da die Trassenkosten auf der Altbaustrecke günstiger sein werden.

Hier übrigens noch ein Zeitungsartikel dazu
[www.infranken.de]



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:17:14:54:40.
Optionen:

Lärmprobleme

geschrieben von: Florian Weiss

Datum: 17.08.12 15:02

Servus,

Problem ist auch das niemand eine solche Verkehrsführung zusagen kann. Und wieso sollten (Güter-)EVU, die dank diskreminierungsfreiem Netzzugang selber wählen können wo sie lang fahren 14€/km für die Umfahrung zahlen, wenn sie für 7€/km über die unsanierte Altstrecke kommen?

Aber wieso sollten die Bamberger das verstehen, wenn es am Oberrhein nach 10 Jahren Diskussion auch noch niemand verstanden hat.

Gruß Flo
Optionen:

es gibt leise Gueterwagen

geschrieben von: Anschlussbahn

Datum: 17.08.12 15:23

Hallo,

> vor allem bei Güterzügen. Bisher gab es ja
> praktisch keinerlei Druck auf die Bahnbetreiber,
> lärmarme Techniken einzusetzen. Selbst bei
> Neufahrzeugen sind die Vorschriften noch zu lasch.
> Das beste Mittel wären 'echte' lärmabhängige
> Trassenpreise, die so wirkungsvoll sind, dass die
> Betreiber schon aus wirtschaftlichen Gründen von
> alleine darauf achten, dass die Fahrzeuge
> möglichst leise sind und werden. Die Lärmemission
> muss ein wichtiges Beschaffungskriterium werden.

ich sehe, bzw. hoere das hier sehr deutlich bei den Autotransportwagen. Die fahren in Rheine im VW-Verkehr reichlich durch. Besonders leise sind die blauen und silberen Neubauwagen. Die muessten von BLG eingestellt sein. Auch sehr neuwertige ATG-Wagen sind sehr leise. Wenn dann aber die ATG-Wagen aus den 80er Jahren kommen, wird es laut. Gerade bei eibem bunt gemischten Autozug hoert man sehr deutlich die Unterschiede, wenn man an der Strecke steht.
Es geht also, wenn man denn will.

Laermvermeidung ist immer der beste Weg.

Armin

[www.muehlenroda.de] (Muehl privat)
[www.museumsstellwerk.de] (Museumsstellwerk Rheine e.V.)
Optionen:

Re: Lärmprobleme

geschrieben von: Dispolok_E189

Datum: 17.08.12 15:43

Hallo,

ich bin der Meinung, dass sich die Lärmprobleme des Personenverkehrs in Bamberg in Grenzen halten. Die meisten Züge sind ohne Lok bestand. Nur noch die Relationen Bamberg - Kronach, Bamberg - Saalfeld und Bamberg - Haßfurt werden noch von E-Loks bespannt. Die BR 440, 442 und 411 sind ja ziemlich ruhig im Vergleich zu 143er und 111er. Es wäre natürlich auch schade, wenn Bamberg den ICE-Halt verlieren würde, denn in Bamberg ist mit Sicherheit eine große Nachfrage da. Wenn die SFS dann fertig ist, fällt ja auch schon der ICE-Halt Lichtenfels teilweise weg. Ich weiß nicht, ob dann noch ein ICE durch den Frankenwald über Saalfeld nach Berlin fährt.

Zum Güterverkehr:
Momentan ist der Güterverkehr meiner Meinung nach nicht das größte Lärmproblem. Am Tage fahren nur wenig pro Stunde, allerdings ist in der Nacht natürlich mehr los. Es soll ja geplant sein, den Güterverkehr Richtung Norden, also Erfurt über die SFS fahren zu lassen. Es würden dann meiner Meinung nach auch mehr Güterzüge dazu kommen, da ja einige Güterzüge über Nürnberg - Fürth- Würzburg - Gemünden - Bebra - Erfurt fahren, denn somit müssen sie nicht über die Frankenwaldrampe fahren, sind dafür viel länger unterwegs. Wenn alles so sein wird, wie ich es damals gehört habe, sollen rund 100 Güterzüge pro Tag über Ebensfeld - Erfurt fahren. Deswegen würde sich eine Güterumfahrung für Bamberg lohnen, denn dann kommen auch noch die Frankenwaldbahn-Güterzüge und die aus Schweinfurt dazu. Da kann es dann unter Umständen schon ziemlich laut werden. Man hat es ja erst vor kurzem in Bamberg mitbekommen, denn die Maintal-Umleiter waren ja auch mehrere Wochen in Bamberg zu sehen.

Gruß!
Alexander
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Was würdest du denn an den TSI für Güterwagen ...

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 17.08.12 17:29

gerne verschärft sehen?

[eur-lex.europa.eu]
[eur-lex.europa.eu]

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
Optionen:

Wenn dort 250 Güterzüge verkehren sollen ...

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 17.08.12 17:49

... dann sollte Bamberg nur dann der Umgehungstrasse zustimmen,
wenn diese als reine Güterverkehrstrasse für 120 km/h gebaut wird und der
Bamberger Bestandsbahnhof für durchgehenden Güterverkehr gesperrt werden kann.

Alternativ werden die Güterzüge die preiswerte Innenstadttrasse, wie von
anderen Usern bereits erwähnt, vorziehen und die Wirtschaftlichkeit
eines ICE-Haltes in Bamberg durch den steigenden Fahrzeitverlust
so weit sinken, dass die Halte in Bamberg dem geplanten Niveau
Coburgs durch DB Fernverkehr entsprechen werden: je ein Zugpaar
am Morgen und am Abend.

Ich hoffe, dass bis zum Planfeststellungsbeschluss alternative
Lärmschutzmaßnahmen allgemein zugelassen sein werden und
dies genügt um die Bamberger Mauern auf eine erträgliche Höhe
zu reduzieren.

Und ob die 250 Güterzüge kommen werden, muss sich auch noch
erst zeigen.
Die Güterzugzahlen zwischen Ingolstadt und Reichshofwald weichen
ja auch von den Prognosen ab.

Editvermerk streiche hof sezte Wald.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:17:20:47:22.
Optionen:

Einer Umfahrung gebe ich wenig Chancen, denn

geschrieben von: E 49

Datum: 17.08.12 17:51

... wenn die Bamberger etwas mehr fürchten als der
Teufel das Weihwasser dann ist es die Möglichkeit,
mittelfristig vom ICE-Netz abgehängt zu werden.

Wenn man dann noch bedenkt, dass ja der nervigste
Lärm wohl eher von den G- als den ICE-Fahrten
kommen dürfte und die wohl gerne weiterhin quer
durch BA fahren werden --- dann glaube ich persönlich
nicht an eine Umfahrung (ganz abgesehen von den
Kosten).

elixir schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
>
> nach Protesten der Bamberger über eine 7 Meter
> hohe Mauer quer durch Bamberg, wird seit heute
> über eine Ostumgehung entlang der A73 laut
> nachgedacht.
>
> [www.br.de]
> ken/bamberg-ice-trasse-weltkulturerbe-streit100.ht
> ml
>
> Gruß elixir

Aber wenn Du Dir den BR-Link mal ansiehst (5. Bild v. oben)
dann würde ich doch statt einer 'chinesischen Mauer' links
der Strecke eine Riegel-Bebauung empfehlen, die zur Bahn hin,
also an der ONO-Seite, 'schallunempfindlich' ausgeführt wird.
Dass sowas geht und bestens funktioniert kann der geneigte
Zeitgenosse entlang der (wahnsinnig viel befahrenen!) A 66
bei Frankfurt a. M./Stadteil Unterliederbach jederzeit studieren.
Der Straßenzug von der Autobahn aus 'hinter' dem Bauriegel
hat nicht umsonst den Namen 'Engelsruhe'...

Auf der gegenüberliegenden Seite der Bahn, nach ONO zu, ist eine
Lärmschutzmauer eh' für die Katz - dort sind nur triste
Gründerzeit-Industriebauten (Malzfabrik usw.).
Optionen:

Re: Wenn dort 250 Güterzüge verkehren sollen ...

geschrieben von: elixir

Datum: 17.08.12 18:02

locomotive breath schrieb:
-------------------------------------------------------
> Die Güterzugzahlen zwischen Ingolstadt und
> Reichshof weichen
> ja auch von den Prognosen ab.


Hallo,

welche Strecke ist das?

Kann mit dem Bahnhof Reichshof nichts anfangen - außer, du meinst Reichswald!

Gruß elixir
Optionen:

Re: Wenn dort 250 Güterzüge verkehren sollen ...

geschrieben von: Schienenbus81

Datum: 17.08.12 18:09

locomotive breath schrieb:
-------------------------------------------------------
> Alternativ werden die Güterzüge die preiswerte
> Innenstadttrasse, wie von
> anderen Usern bereits erwähnt, vorziehen und die
> Wirtschaftlichkeit
> eines ICE-Haltes in Bamberg durch den steigenden
> Fahrzeitverlust
> so weit sinken, dass die Halte in Bamberg dem
> geplanten Niveau
> Coburgs durch DB Fernverkehr entsprechen werden:
> je ein Zugpaar
> am Morgen und am Abend.

Ist das Zwangsläufig so, dass der Trassenpreis über die Innenstadtstrecke niedriger sein muss, als über die Umgehungsstrecke? Eine erste Lärmkomponente soll ja zum Fahrplanwechsel ins Trassenpreissystem eingebaut werden. Und diese Lärmkomponente soll weiter ausgebaut werden. Warum soll es sich in den nächsten 10 Jahren nicht auch dahin entwickeln können, dass die Innenstadtstrecke für laute Züge teurer wird als für die Umgehungsstrecke?
Optionen:

Re: Einer Umfahrung gebe ich wenig Chancen, denn

geschrieben von: elixir

Datum: 17.08.12 18:13

E 49 schrieb:
-------------------------------------------------------
> ... wenn die Bamberger etwas mehr fürchten als der
> Teufel das Weihwasser dann ist es die Möglichkeit,
> mittelfristig vom ICE-Netz abgehängt zu werden.
>
> Wenn man dann noch bedenkt, dass ja der nervigste
> Lärm wohl eher von den G- als den ICE-Fahrten
> kommen dürfte und die wohl gerne weiterhin quer
> durch BA fahren werden --- dann glaube ich
> persönlich
> nicht an eine Umfahrung (ganz abgesehen von den
> Kosten).
>


Hallo,

unter dem Gesichtspunkt einer nur 120 km/h schnellen Güterumgehung, macht das schon Sinn, denn dann bräuchte auf der Altstrecke wohl keinerlei Schallschutz aufgebaut werden - keine Kosten und die ICE können wie gewohnt in Bamberg halten.

Diese neue Strecke wird um einiges günstiger sein, als die ganzen Baumaßnahmen durch die Stadt.

So gesehen ist die Idee der Bahn, nicht die Schlechteste - natürlich auch wegen der Kosten für sie selbst.

Gruß elixir
Optionen:

Wo steht, dass die Bahn dies in einem Gutachten untersuchen will

geschrieben von: elixir

Datum: 17.08.12 18:27

locomotive breath schrieb:
-------------------------------------------------------
> Und von einer Ost-Umfahrung parallel zur A73 lese
> ich schon gleich gar nichts im BR-Artikel.
>
> Hast du da zwei Quellen durcheinandergebracht und
> eine falsche velinkt?
>


Hallo,

beim Radio gibt es keine Copy/Paste-Tasten - deshalb kannst du auch (noch) nichts lesen.

Falsch oder durcheinandergebracht? - Ich hoffe du hast inzwischen, als Such-Spezialist, selbst weitere Fakten gefunden?

[www.infranken.de]

Gruß elixir
Optionen:

Re: Einer Umfahrung gebe ich wenig Chancen, denn

geschrieben von: E 49

Datum: 17.08.12 18:35

elixir schrieb:
-------------------------------------------------------
> E 49 schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > ... wenn die Bamberger etwas mehr fürchten als
> der
> > Teufel das Weihwasser dann ist es die
> Möglichkeit,
> > mittelfristig vom ICE-Netz abgehängt zu werden.
> >
> > Wenn man dann noch bedenkt, dass ja der
> nervigste
> > Lärm wohl eher von den G- als den ICE-Fahrten
> > kommen dürfte und die wohl gerne weiterhin quer
>
> > durch BA fahren werden --- dann glaube ich
> > persönlich
> > nicht an eine Umfahrung (ganz abgesehen von den
>
> > Kosten).
> >
>
>
> Hallo,
>
> unter dem Gesichtspunkt einer nur 120 km/h
> schnellen Güterumgehung,...
> Diese neue Strecke wird um einiges günstiger sein,
> als die ganzen Baumaßnahmen durch die Stadt.
> ...
>
> Gruß elixir
Aus einem Link, der weiter oben zitiert wurde:
"Zwar wird der Hauptsmoorwald schon heute durch
die Autobahn zerschnitten, doch der Neubau einer
zweigleisigen Bahntrasse verlangt zwingend die Rodung
einer 30 Meter breiten Schneise - in einem Bannwald,
wohlgemerkt. Nicht nur der Staatsforstbetrieb, auch
die Naturschutzverbände dürften wenig erfreut sein
, ...
."
Na - willste Wetten annehmen....?!
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Da müsste natürlich der Gesetzgeber eingreifen

geschrieben von: 628Vorserie

Datum: 17.08.12 18:37

Hallo!

Die Steuerung der Laufwege der Güterzüge müsste in so einem Fall natürlich vorgegeben werden. Es gibt ja schließlich auch möglich Straßenverkehr in Städten zu regeln. Das wäre dann keine Diskriminierung durch den Netzbetreiber (über die Trassengebühr) sondern ein Eingriff der Genehmigungsbehörden (Strecke durch Bahnhof für Güterzüge ausser im Störungsfall und zur Ortsbedienung von Bamberg gesperrt.

Der Ausbau der Umfahrung nur für 120km/h hat den Ncahteil, dass man die Altstrecke dann wohl doch für HGV ertüchtigen muss und damit doch umfangreicher Lärmschutz notwendig ist.

Markus

http://histoliga.de/fahrplangeschichten/gepflegtereise.png
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Re: Einer Umfahrung gebe ich wenig Chancen, denn

geschrieben von: VT

Datum: 17.08.12 18:44

E 49 schrieb:
-------------------------------------------------------
> ... wenn die Bamberger etwas mehr fürchten als der
>
> Teufel das Weihwasser dann ist es die Möglichkeit,
>
> mittelfristig vom ICE-Netz abgehängt zu werden.


Hier würde sich nach italienischen Vorbild eine Ein- und Auffädelung hinter und vor Bamberg anbieten.

Das wurde ich einer Limburg-Lösung mit separatem Fernbahnhof an Stelle der Bahn vorziehen. Ansonsten dürfte man ständig Druck ausgesetzt dort auch schnelle ICE anhalten zu lassen.
>
>
> Aber wenn Du Dir den BR-Link mal ansiehst (5. Bild
> v. oben)
> dann würde ich doch statt einer 'chinesischen
> Mauer' links
> der Strecke eine Riegel-Bebauung empfehlen,

Wäre die Bahn hier der Finanzier der die neue Bebauung nach den Wünschen der Beteiligten Interessengruppen ausführt? Welches Budget soll die Bahn dafür einplanen?
Welche Art der Bebauung wäre entsprechend der Raumplanung zulässig?
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Umfahrung nur für GZ

geschrieben von: Florian Weiss

Datum: 17.08.12 19:03

Servus,

bitte schaut doch mal auf vergleichbare Planungen der DB:

- Umfahrung Schifferstadt (natürlich primär HGV POS Nord)
- Abkürzung Breisgauer Bucht
- Mögliche Um- oder Unterfahrung Offenburg.

Zumindest die letzten beiden sollen ja ausschließlich dem Güterverkehr dienen, trotzdem wird überall mit 160 km/h geplant und vielleicht gebaut. Denn wo sollen die ganzen Güterzüge in Bamberg den herkommen, damit eine NBS für 120 km/h volkswirtschaftlich nützlich wird, neben der Bestandsstrecke? Dazu müsste man Mehrverkehr annehmen, der aber auch auf die Zulaufstrecken passt. Da bräuchte man dann wieder ganze Horden von "schnellen, leichten Güterzügen, die tagsüber im HGV mitschwimmen". Die wurden zwar schon oft geplant, gesehen hat sie aber noch keiner.

Und dann geht wieder das alte Lied der Trassenpreise los. Diese Geisterzüge müssten dann nämlich die Vorteile durch eine schnelle Umfahrung von Bamberg bitte auch in höheren Trassenpreisen dem Betreiber zahlen. Schon hier wird es dann spätestens zur Märchenstunden. Im Ergebnis würde es vielleicht tagsüber GZ-Verkehr auf der Umfahrung geben, wenn es Trassentechnisch nicht durch Bamberg passt. Aber spätestens im Nachtssprung, wenn der PV und die Anwohner in Bamberg schlafen rollt der Güterverkehr wieder über den dann unsanierten Bestand.

Nebenbei würde eine 160 km/h Umfahrung natürlich eventuell wirklich zu einer Ausdünnung der HGV-Bedienung führen. Dann gibt es natürlich weniger Gz-Trassen am Tag auf der Umfahrung und er rollt auch tagsüber durch Bamberg ohne Lärmschutzwände. Das wäre typische deutsche Verkehrspolitik. Wir wollen die Umfahrung, bekommen sie und zum dank hält der ICE nicht mehr und auf die vielen freien Trassen freut sich der Güterverkehr.

Gruß Flo
Optionen:

Re: Da müsste natürlich der Gesetzgeber eingreifen

geschrieben von: bladewing

Datum: 17.08.12 19:22

628Vorserie schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo!
>
> Die Steuerung der Laufwege der Güterzüge müsste in
> so einem Fall natürlich vorgegeben werden. Es gibt
> ja schließlich auch möglich Straßenverkehr in
> Städten zu regeln. Das wäre dann keine
> Diskriminierung durch den Netzbetreiber (über die
> Trassengebühr) sondern ein Eingriff der
> Genehmigungsbehörden (Strecke durch Bahnhof für
> Güterzüge ausser im Störungsfall und zur
> Ortsbedienung von Bamberg gesperrt.

Kannste net machen, die Hauptlast liegt hier eben nicht auf der SFS sondern auf der Werntalbahn und auf die wuerde man von der Umfahrung nicht kommen.
Optionen:

"Steuerung" der Laufwege

geschrieben von: Florian Weiss

Datum: 17.08.12 19:42

Servus,

ich bin zugegebenermaßen kein Fachmann und lasse mich gerne eines besseren belehren:

Zur Steuerung von Laufwegen:

Straßenverkehr:

LKW-Durchfahrtsverbote sind ein politisch und verkehrstechnisch heißes Eisen. Grundsätzlich ist es nur möglich, wenn eine straßentechnisch gleichwertige Umfahrung vorhanden ist. Also die Ortsdurchfahrt darf nur gesperrt werden, wenn eine Ortsumfahrung existiert, die natürlich nicht einfach doppelt so lang sein darf o.ä. Als zweiten Baustein braucht es dann auch einen sachlichen Grund, z.B. den Schutz der Wohnbevölkerung vor Lärm und Abgasen. Allerdings hat hier der Gesetzgeber reagiert und neu den §45 IX. S.3 StVO eingefügt, wonach es einfacher ist Beschränkungen auszusprechen, um den "Mautfluchtverkehr" einzudämmen. Wobei es in der Praxis recht schwer ist, diese Mautflüchtlinge nachzuweisen und dann müssen diese noch "erhebliche Auswirkungen" nach sich ziehen.

Schienenverkehr:

Im Schienenverkehr gibt es keine vergleichbare Regelung. Es ist also nicht möglich den Schienenverkehr auf eine teurere Ausweichstrecke zu zwingen. In der Praxis läuft es also so, dass die Bestandsstrecke trassenmäßig ausgelastet wird, bis nichts mehr geht und dann erst ein Gz über die (teurere) NBS läuft.
Lösungsansätze:

1. Trassenpreise der NBS auf das Niveau der Bestandsstrecke senken:
Folge wäre das kaum eine NBS eine positive KNA erreichen dürfte.
2. Trassenpreise der Bestandsstrecke auf das Niveau der NBS heben:
Da dafür der sachliche Grund fehlt dürfte eine Klage gegen solch ein Trassenpreissystem vor einem Verwaltungsrichter Aussicht auf Erfolg haben.
3. Eine §45 IX. S.3 StVO vergleichbare Regelung anstreben. Dies müsste allerdings auf europäischer Ebene geschehen. Entsprechend niedrig ist die Wahrscheinlichkeit auf ein entsprechendes Verfahren unter 10 Jahren Dauer. Außerdem ist ziemlich sicher von einem Scheitern auszugehen. Selbst wenn sich in der Kommission jemand findet, der dass dem parlament vorlegt, spätestens dort oder im Ministerrat würde es scheitern. Dazu muss man sich nur mal das erfolgreiche Lobbying der DB anschauen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die entsprechende Maschinerie der DB und anderer EVU die bisher jede Einführung von lärmabhängigen Trassenpreisen oder auch nur eine "echte Trenunng von netz und Betrieb verhindert hat, sowas nicht zu verhindern weiß.

Trotzdem wird es natürlich versprochen: Am Katzenbergtunnel verpricht DB Netz den Isteiner Klotz Gemeinden fröhlich möglichst alle Gz durch den Tunnel zu führen, obwohl eine Tunneldurchfahrt höhere Anforderungen an das Rollmaterial stellt (Kosten!), höhere Trassenkosten nach sich zieht (Kosten!), schon jetzt etwa 25% der Gz-Züge von DB fremden EVU geführt werden, die man zwar nett bitten kann den Tunnel zu nehmen, mehr aber auch nicht. Das Gleiche gilt für die Um- und Unterfahrung von Offenburg, der Abkürzung der Breisgauer Bucht, der Umfahrung von Schifferstadt etc.

Gruß Flo

Gruß Flo
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Reichshof - Reichswald: Was soll der Streit um Worte ....

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 17.08.12 20:46

... die Güterzugzahlen sind identisch:-)

Natürlich meine ich Abzw. Nürnberg-Reichswal NRWD, wie du als Ortskenner ja bereits
herausgefunden hast.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
_______________________________________________________
PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Es ist eine Frage der Streckenkategorien ...

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 17.08.12 20:49

... und des DB Trassenpreissystems.

Dieses muss logisch konflikt- und diskriminierungsfrei
aufgebaut sein.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Wo die Güterzüge herkommen sollen ...

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 17.08.12 21:07

Auf dem Papier sind sie bereits für 2025 da.

[www.bmvbs.de]

Seite 439
sieht folgende Zugzahlen vor:

Erlangen-Bamberg: Altstrecke: 72 + 75 Summe 147
Erlangen-Bamberg SFS: 57 + 59 Summe 116
Bamberg-Schweinfurt: 33 + 37 Summe 70
Bamberg-Ebensfeld: Altstrecke: 48 + 51 Summe 99
Bamberg-Ebensfeld SFS: 47 + 49 Summe 96

Summe aller Summen: 528 geteilt durch 2 jeder Zug der reinfährt, fährt auch wieder raus: 264

nicht beziffert ist die Zahl der Züge die Schweinfurt-Ebensfeld verkehren,
daher die reine Südbetrachtung: 147+116= 263

Mit diesen Zugzahlen wird geplant und im Planfeststellungsverfahren auch der Lärm berechnet.

Auf Seite 441 - anderer Planfall sind die Zahlen geringfügig anders aber in der gleichen Größenordnung.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Laber laber laber: Bundesschnecke statt Bundesadler...

geschrieben von: Jörg Blaschke

Datum: 17.08.12 21:57

Mahlzeit!


in l.b.'s Link heißt es:

In einem sind sich die Stadt, die Bürger und die Bahn einig: Sie haben mit widersprüchlichen Interessen zu kämpfen.

So.

Was also wird passieren? Erstmal wird noch Monate gequatscht, ähm, diskutiert. Jeder hat Recht. Das wird dann untermauert (schon wieder Mauern...) durch Gutachten. Jeder hat eins, das ihm Recht gibt. Dann passiert erstmal wieder nichts. Dann wird irgendwo irgendwas entschieden. Das wird der Mehrheit aus unterschiedlichen Gründen nicht passen. Also wird geklagt. Danach werden die Pläne geändert. Die Mehrheit ist natürlich wieder dagegen. Dann wird wieder geklagt. Solange, bis die nächste Generation heranwächst, den Fall übernimmt und das Ganze von vorne beginnt.


Wenn ich schon lese "im Herbst" treffen sich die Diskutanten und wollen diskutieren - ja, hallo, warum erst im Herbst? Jeder kleinste Schritt dauert Wochen, Monate, Jahre.


Ja, in der Tat wünscht man sich da manchmal das chinesische Tempo. Und wem das poltisch zu unkorrekt ist, der darf auch das Nachkriegstempo nehmen. Hätten unsere Vorfahren so viel diskutiert, soviel besser gewußt und so wenig gebaut - wir wären noch heute voll und ganz mit dem Wiederaufbau beschäftigt.


Pläne auf dem Tisch, hart diskutieren, DANN ENTSCHEIDEN, bauen, Ende!


Endloses Diskutieren, ewiges Besserwissen und der Verweis auf die demokratischen Rechte sorgt zusammen mit der (gewünschten!) Ich-Bezogenheit der Gesellschaft nur dafür, dass alles auf den St. Nimmerleinstag verschoben wird.

Und so geht's in diesem Land nicht mehr vorwärts, sondern bestenfalls noch seitwärts. Aber zunehmend doch eher rückwärts. Vielleicht sollten wir den stolzen Bundesadler eintauschen gegen eine Bundesschnecke.



Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von

jörg


Wird Zeit, dass mal jemand die Infrastruktur in Schutt und Asche legt. Das würde mal eine schöne Dynamik erzeugen. Wenn dann Sonntags um 7:30 Uhr der Gleisbautrupp anrückt, dann wird nicht geklagt, sondern mit angepackt, weil man sich freut, endlich wieder Schienenanschluß zu haben an die Welt.

Wenn Du tot bist, dann weißt Du nicht, dass Du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genauso ist es, wenn Du blöd bist. :-)))




1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:17:22:03:28.
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Re: ICE Ost-Umfahrung Bamberg (m. L.)

geschrieben von: Ingo Oerther

Datum: 18.08.12 12:55

Mein "2." bezog sich auf eine verlegte Trasse, also UM Bamberg herum, dass da dann auch der (deutlich lautere) Gv drüber läuft.
Ich gehe bei diesem Szenario davon aus, dass die (selbstverständlich deutlich leiseren) RE und S-Bahnen weiterhin auf der Bestandstrasse verkehren werden.
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Hatte ich oben schon geschrieben..

geschrieben von: 628Vorserie

Datum: 18.08.12 14:22

Hallo!

Ich hatte oben schon geschrieben, dass die Umfahrung natürlich nur Sinn gibt, wenn sie auch aus Schweinfurt erreichbar ist - da ich auch eher davon ausgehe, dass sich die Zahlen deutlicher als prognostiziert zu Gunsten der Maintalbahn verschieben. Güterverkehr über den Frankenwald und die NBS schätze ich eher skeptisch ein.

Und gesetzlich Regelungen um ein Güterzugverbot auf einer Strecke zu beschliessen kann ich fassen, dafür gibts ja eine Gesetzgebung.

Markus

http://histoliga.de/fahrplangeschichten/gepflegtereise.png
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Re: Welterbe reicht bis fast ans Bahngleis / ein paar Gedanken

geschrieben von: S21

Datum: 18.08.12 19:14

CaptainPlanet schrieb:
-------------------------------------------------------
> Eine Umfahrung wäre super. Allerdings könnte man
> dann den ICE Halt direkt streichen.
> Besser wäre es einen RE mit Tempo 200 von Bamberg
> über Lichtenfels/Coburg nach Erfurt pendeln zu
> lassen, quasi als Zubringer.


Bamberg ohne Fernverkehr dann müssen alle Fahrgäste erst mal nach Erlangen oder Nürnberg nach Eröffnung der NBS durch den Thüringer Wald.Ein RE200 wie zwischen Nürnberg/München wäre sicher
Wünschenswert allerdings möchte das Thüringen nicht warum auch sonst würde ja auffallen das diese NBS mit Stündlichen Zügen wenig nutzen hat.
Ein Ausbau der Saalebahn bzw. Frankenwaldbahn wäre Billiger und die Bahn fährt nicht durch die Pampa ohne halt.Die Variante über Hof hätte auch mehr nutzen gehabt.
Aber leider wenn es um Thüringen geht steht nur Erfurt als Nabel der Welt im Vordergrund.


Keine DB S-Bahn für Berlin
Für einen Betrieb unter BVG Regie





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:18:19:15:42.
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Re: Laber laber laber: Bundesschnecke statt Bundesadler...

geschrieben von: Flirti

Datum: 19.08.12 00:11

Osnabrück würde sich als Probeobjekt anbieten.

duck und wech

Jörg Blaschke schrieb:
-------------------------------------------------------
> Mahlzeit!
>
>
> in l.b.'s Link heißt es:
>
> In einem sind sich die Stadt, die Bürger und die
> Bahn einig: Sie haben mit widersprüchlichen
> Interessen zu kämpfen.
>
> So.
>
> Was also wird passieren? Erstmal wird noch Monate
> gequatscht, ähm, diskutiert. Jeder hat Recht. Das
> wird dann untermauert (schon wieder Mauern...)
> durch Gutachten. Jeder hat eins, das ihm Recht
> gibt. Dann passiert erstmal wieder nichts. Dann
> wird irgendwo irgendwas entschieden. Das wird der
> Mehrheit aus unterschiedlichen Gründen nicht
> passen. Also wird geklagt. Danach werden die Pläne
> geändert. Die Mehrheit ist natürlich wieder
> dagegen. Dann wird wieder geklagt. Solange, bis
> die nächste Generation heranwächst, den Fall
> übernimmt und das Ganze von vorne beginnt.
>
>
> Wenn ich schon lese "im Herbst" treffen sich die
> Diskutanten und wollen diskutieren - ja, hallo,
> warum erst im Herbst? Jeder kleinste Schritt
> dauert Wochen, Monate, Jahre.
>
>
> Ja, in der Tat wünscht man sich da manchmal das
> chinesische Tempo. Und wem das poltisch zu
> unkorrekt ist, der darf auch das Nachkriegstempo
> nehmen. Hätten unsere Vorfahren so viel
> diskutiert, soviel besser gewußt und so wenig
> gebaut - wir wären noch heute voll und ganz mit
> dem Wiederaufbau beschäftigt.
>
>
> Pläne auf dem Tisch, hart diskutieren, DANN
> ENTSCHEIDEN, bauen, Ende!
>
>
> Endloses Diskutieren, ewiges Besserwissen und der
> Verweis auf die demokratischen Rechte sorgt
> zusammen mit der (gewünschten!) Ich-Bezogenheit
> der Gesellschaft nur dafür, dass alles auf den St.
> Nimmerleinstag verschoben wird.
>
> Und so geht's in diesem Land nicht mehr vorwärts,
> sondern bestenfalls noch seitwärts. Aber zunehmend
> doch eher rückwärts. Vielleicht sollten wir den
> stolzen Bundesadler eintauschen gegen eine
> Bundesschnecke.
>
>
>
> Schöne Grüße aus der Friedensstadt Osnabrück von
>
> jörg
>
>
> Wird Zeit, dass mal jemand die Infrastruktur in
> Schutt und Asche legt. Das würde mal eine schöne
> Dynamik erzeugen. Wenn dann Sonntags um 7:30 Uhr
> der Gleisbautrupp anrückt, dann wird nicht
> geklagt, sondern mit angepackt, weil man sich
> freut, endlich wieder Schienenanschluß zu haben an
> die Welt.
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Wieso Diskriminierung?

geschrieben von: Schienenbus81

Datum: 19.08.12 00:41

locomotive breath schrieb:
-------------------------------------------------------
> Dieses muss logisch konflikt- und
> diskriminierungsfrei
> aufgebaut sein.

Man kann ja eine schöne Tabelle aufstellen. Lautstärke der Züge ergibt den zugbezogenen Faktor L, Anzahl der Betroffenen im "belärmten" Umkreis ergibt den Faktor B, die Tageszeit in der die Zugfahrt stattfindet ergibt den zeitbezogenen Faktor Z. Und dann Multipliziert man L,B und Z und erhält den Lärmfaktor der dann mit dem bekannten Trassenpreis multipliziert wird. Da hat die Ostumgehung dann einen sehr niedrigen Wert und die nächtliche Innenstadtstrecke einen hohen Wert. Was wäre daran konfliktbehaftet oder diskriminierend? Jedem EVU bleibt es überlassen wie es die Lautstärke senkt, ob es die Fahrzeit ändert, ob es auf andere Routen ausweicht. Dem System ist es auch egal ob ein Güterzug laut ist oder ein Personenzug. Es ist ihm auch egal ob eine Staatsbahn fährt oder ein Privatunternehmen. Entscheidend ist wieviel Lärm, wieviele Menschen um welche Uhrzeit trifft.
Warum sollte also die DB Netz passive Lärmschutzmaßnahmen ergreift und diese auf die Trassenpreise umlegt, wenn sie auch aktiv über marktregulierende Maßnahmen Anreize schaffen kann, lärmärmere Züge zu fahren. Da finde ich letztere Variante besser, den sie ist nachhaltiger und führt dazu das die EVUs sich über Lärm Gedanken machen. Den sie können deutlich schneller reagieren als der Infrastrukturbetreiber.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:19:00:42:39.
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Schöner Gedanke... ;-)

geschrieben von: Jörg Blaschke

Datum: 19.08.12 16:37

Mahlzeit!


Osnabrück würde sich als Probeobjekt anbieten.

duck und wech



Warum "duck und wech"? Wenn man mich ließe, würde ich hier so einiges in Schutt und Asche legen - und das lieber heute als morgen. Auch z.B. die Bahnsteiganlagen des örtlichen Hauptbahnhofs.


Schöne Grüße von

jörg

Wenn Du tot bist, dann weißt Du nicht, dass Du tot bist. Es ist nur schwer für die anderen. Genauso ist es, wenn Du blöd bist. :-)))
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