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Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Salzburger

Datum: 09.08.12 14:01

Hallo

Man wollte 2014 die Nacht S-Bahn einführen.Dieses Projekt ist auch gescheitert weil der RMV kein Interesse hat. Obwohl die Nachfrage groß ist. Jetzt scheidet auch dieses Projekt: [www.wetterauer-zeitung.de]



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:09:14:02:03.
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Nicht nur der RMV

geschrieben von: Linie 8 muss wieder her

Datum: 09.08.12 14:52

auch die Stadt Gießen usw. Der Artikel stellt die Situation doch eindeutig dar, niemand will unabsehbare Summen zahlen, deswegen bestellt niemand. Und was zusätzliche Züge, Personal-Schichten, Bahnhofsöffnungen oder Stellwerk-Besetzungen kosten würden, mag ich mir garnicht vorstellen.

http://www.abload.de/img/linie8nw3if1.jpg
Aus der europäischen Metropolregion Rhein-Neckar
Veröffentlichungen und Forenbeiträge
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Re: Nicht nur der RMV

geschrieben von: Salzburger

Datum: 09.08.12 14:58

Linie 8 muss wieder her schrieb:
-------------------------------------------------------
> auch die Stadt Gießen usw. Der Artikel stellt die
> Situation doch eindeutig dar, niemand will
> unabsehbare Summen zahlen, deswegen bestellt
> niemand. Und was zusätzliche Züge,
> Personal-Schichten, Bahnhofsöffnungen oder
> Stellwerk-Besetzungen kosten würden, mag ich mir
> garnicht vorstellen.

Kleiner Tipp. Die Stellwerke auf der Main-Weser-Bahn sind 24 Stunden besetzt bzw. auch die Bahnhöfe haben geöffnet. Ich frag mich immer wieder wie das in anderen Regionen klappt
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Re: Nicht nur der RMV

geschrieben von: Tequila

Datum: 09.08.12 15:38

Korrekt, selbst die Stuttgarter führen ab Fahrplanwechsel endlich zwischen 0 und 5 Uhr einen stündlichen S-Bahn-Nachtverkehr pro Linie ein.
Hoffentlich wird das dann auch so geschickt getaktet, daß z.B. zwischen Hauptbahnhof und Bad Cannstatt bzw. Zuffenhausen ein effektiver 20-Minuten-Takt entsteht und nicht die drei Linien hintereinander fahren und dann fast eine Stunde nichts.

02.05.1996 - 27.05.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
28.05.2000 - 04.11.2000: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar - Hildesheim
05.11.2000 - 13.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Bad Harzburg - Hildesheim - Hannover
ab 14.12.2014: RE 4 Halle - Halberstadt - Goslar
Der ZGB beschloß im Rahmen des Regionalbahnkonzepts 2014+ zusammen mit der LNVG und RH das Brechen des RE 4 in Goslar zugunsten eines fahrzeugreinen Echtstundentaktes auf Bad Harzburg - Hannover!
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Lunatic-Driver

Datum: 09.08.12 17:50

Der RMV lernt es wohl nie. Der Nachtverkehr MUSS kommen, zumindest an Wochenenden, da ist mehr als genug Fahrgastpotential vorhanden. Aber das raffen die in Hofheim nicht, hauptsache die Fahrpreise erhöhen. Ich würde gerne die Nacht durchfahren, dann würde ich mich bei den Nachtschichten nicht so langweilen und müsste nicht schon um kurz vor Mitternacht die Leute auf Taxen und Busse verweisen, wenn ich die Züge abstelle.

Luna-D.
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Bronnbach Bhf

Datum: 09.08.12 20:31

Der RMV will schlicht nicht bezahlen. Und die Gemeinden wollen das ganze nicht zusätzlich bezuschussen. Außer Frankfurt. Deshalb fahren ja auch die Nachtbusse sowie bis fast 2 Uhr einige U-Bahnen innerhalb der Stadtgrenzen. Da sich die Anrainerkommunen um Frankfurt nicht beteiligen wollen gibt es eben keine S- und U-Bahnen in der Nacht. Frankfurt ist schon seit Jahren gewillt, aber will halt verständlicherweise nicht den Kostenblock alleine tragen, denn Profiteur wären ja vorallem die Anrainerkommunen. Daher die Busvariante mit dem Nachtbusstern ab Konstablerwache.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:09:20:31:45.
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Jacobsdrehgestell

Datum: 09.08.12 20:44

Bronnbach Bhf schrieb:
-------------------------------------------------------
> Der RMV will schlicht nicht bezahlen. Und die
> Gemeinden wollen das ganze nicht zusätzlich
> bezuschussen. Außer Frankfurt. Deshalb fahren ja
> auch die Nachtbusse sowie bis fast 2 Uhr einige
> U-Bahnen innerhalb der Stadtgrenzen. Da sich die
> Anrainerkommunen um Frankfurt nicht beteiligen
> wollen gibt es eben keine S- und U-Bahnen in der
> Nacht. Frankfurt ist schon seit Jahren gewillt,
> aber will halt verständlicherweise nicht den
> Kostenblock alleine tragen, denn Profiteur wären
> ja vorallem die Anrainerkommunen. Daher die
> Busvariante mit dem Nachtbusstern ab
> Konstablerwache.


Wobei alle U-Bahnlinien und Buslinien im Frankfurter Bereich inkl. Bad Vilbel Li 30 von traffiQ bestellt werden. Die Nachtbusse ins Umland werden von dortigen Unternehmen organisiert und gefahren. Nur der n11 läuft auch über traffiQ.

Frankfurt, über die traffiQ als Besteller, hat mit den S-Bahnen nichts zu tun und ist auch egal, außer der jetzigen Beteiligung am Bau der neuen Station am Airport.

Es grüßt das Jacobsdrehgestell.
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Obelix2607

Datum: 09.08.12 21:35

Tja ich hab bis vor kurzem in der Wetterau gewohnt.(Bad Vilbel) und auch schon mal angeschrieben warum in die Wetterau kein Nachtbus fährt. kurze Antwort weil der Wetteraukreis keinen bestellt. So einfach, man will ne Leistung haben und das am besten Umsonst.
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: KBS635

Datum: 09.08.12 22:15

Das ändert sich in Bad Vilbel aber wohl ab Dezember, wenn das alles so läuft wie geplant.

Das Problem: Wie viel Prozent der Nutzer des Zuges würden denn Studenten sein? Schätzen wir mal auf 70%? Die zahlen ja alles nichts zusätzlich. Und es wird in zeiten von G8 immer weniger Schüler geben, die über 18 den Zug nutzen können ohne schon Studenten zu sein. Klar wohnen hier auch noch Nicht-Studenten, aber wäre sicherlich einfacher wenn mehr der potentiellen Fahrgäste zahlen würden.

Das Angebot würde sicherlich nicht schlecht angenommen. Wäre echt nett, weil 1 ist einfach zu früh und 5 dann doch eher zu spät. Wenn man nicht fahren will, schon ein Hindernisgrund nicht nach Frankfurt feiern zu gehen.

Viele Grüße aus Mittelhessen
Jonathan

Meine Homepage
Busse-in-Hessen.de
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 09.08.12 23:11

Bronnbach Bhf schrieb:
-------------------------------------------------------
> Der RMV will schlicht nicht bezahlen. Und die
> Gemeinden wollen das ganze nicht zusätzlich
> bezuschussen. Außer Frankfurt. Deshalb fahren ja
> auch die Nachtbusse sowie bis fast 2 Uhr einige
> U-Bahnen innerhalb der Stadtgrenzen. Da sich die
> Anrainerkommunen um Frankfurt nicht beteiligen
> wollen gibt es eben keine S- und U-Bahnen in der
> Nacht. Frankfurt ist schon seit Jahren gewillt,
> aber will halt verständlicherweise nicht den
> Kostenblock alleine tragen, denn Profiteur wären
> ja vorallem die Anrainerkommunen. Daher die
> Busvariante mit dem Nachtbusstern ab
> Konstablerwache.

Für Hanau gilt sogar, dass der Nachtbus gar nichts erschließt und die Stadt sich kein ÖPNV-Anschluss leistet (nicht mal das Anruf-Sammel-Taxi mit Benutzungszuschlag)...
In Maintal gibt es um das Abend-, Wochenend- und Nachtbusangebot großen politischen Streit - CDU und SPD wollen diesen eher einsparen, Grüne und FDP eher den Busverkehr attraktiv halten (für weitere Verbesserungen fehlt es ja an politischer Unterstützung...)

Die Anreiner der Niddatalbahn dürfen daneben auch für das Bestandsangebot (mit Verschiebung zu mehr Triebwageneinsatz) deutlich mehr zahlen, als bisher. Und das nur für neue Dieselloks, modernisierte Dostos und gebrauchte Desiros..
Also nicht dass es heißt, die Kommunen hätten gar kein Interesse an nem modernem Angebot.

Im Übrigen vor etwa 8 Jahren (!) hat der VCD sein Nachtstern-Konzept vorgestellt, darin enthalten Nacht-S-Bahnen nach Darmstadt, Gießen, Wiesbaden, Hanau, Taunus und Rödermark mit Anschlussknoten Konstablerwache (zum Busknoten) und Hauptbahnhof... das war noch deutlich vor dem Start des regionalen Nachtbusverkehrs.
Untersuchungen für einen schnellen regionalen Nachtbus zwischen Frankfurt, Mainz und Wiesbaden gab es auch schon, das scheiterte aber an der Finanzierung...

Gruß Black Eyed

Ob Leipzig, Chemnitz, Dresden oder Meißen - es ist ganz egal, wie die Käffer heißen
Ob Wurzen, Döbeln, Crimmitschau - überall Opiumfelder und Weinanbau
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Re: Zm: RMV gegen Nacht Züge

geschrieben von: Fahrplanschreiber

Datum: 10.08.12 00:10

Was will man da auch erwarten. In Brühl hatte ich früher mit der Stadtbahnlinie 18 und der MRB 26 am WE einen 30 Minuten-Takt rund um die Uhr.
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Gut so...

geschrieben von: Bw-Ansbach

Datum: 10.08.12 09:17

...denn wenn man sich so anschaut welches Klientel diese Züge überwiegend nutzen würde kann man sich bestimmt auch gut vorstellen wie diese Züge dann morgens im Berufsverkehr aussehen würden.

Und dieses Klientel das ich da meine, das ist ohnehin in keinster weise auf Nachtzüge angewiesen. Denn wer meint er müsse zum "feiern" unbedingt weiß der Geier wohin fahren der muss eben sehen wie er dort hin kommt. Denn mitten in der Nacht Züge fahren zu lassen, welche anschließend total verdreckt und womöglich auch von Vandalen beschädigt wurden, nur damit die "Nachtschwärmer" feiern können, das ist auch Volkswirtschaftlich totaler Unsinn.

Ganz zu schweigen davon, wie man denn gerade auch in Ballungsräumen in diesen Nachtzügen für ein ausreichendes Sicherheitsempfinden der wenigen "Normalen" Fahrgäste sorgen will.
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Re: Gut so...

geschrieben von: Jürgen Seif

Datum: 10.08.12 09:45

Also deine Einlassung kann ich so nicht stehen lassen...

Es ist eben NICHT gut so !

An FR und SA wären Nachtverbindungen in Ballungsräumen zwingend erforderlich und von "verdreckt" oder "Vandalismus" kann in den Frankfurter Nachtbussen wohl nicht die Rede sein...

Frankfurt will im Konzert der Weltstädte mitspielen und ist in vielen Dingen, gerade auch im Verkehrswesen, immer noch Provinz.
Und die Lebensgewohnheiten der (jungen) Menschen haben sich geändert, die gehen halt um eine Uhrzeit feiern zu der wir früher nach Hause gekommen sind,dem sollte man Rechnung tragen.

Und es wäre ein guter Ersatz für "Papa-Taxi".

Optionen:

Re: Gut so...

geschrieben von: Jacobsdrehgestell

Datum: 10.08.12 11:45

Jürgen Seif schrieb:
-------------------------------------------------------
> Also deine Einlassung kann ich so nicht stehen
> lassen...
>
> Es ist eben NICHT gut so !
>
> An FR und SA wären Nachtverbindungen in
> Ballungsräumen zwingend erforderlich und von
> "verdreckt" oder "Vandalismus" kann in den
> Frankfurter Nachtbussen wohl nicht die Rede
> sein...
>
> Frankfurt will im Konzert der Weltstädte
> mitspielen und ist in vielen Dingen, gerade auch
> im Verkehrswesen, immer noch Provinz.
> Und die Lebensgewohnheiten der (jungen) Menschen
> haben sich geändert, die gehen halt um eine
> Uhrzeit feiern zu der wir früher nach Hause
> gekommen sind,dem sollte man Rechnung tragen.
>
> Und es wäre ein guter Ersatz für "Papa-Taxi".


Nun ja, die Praxis sieht aber so aus, dass Busse schon mehr verdreckt und beschädigt werden! Es ist auch Fakt, dass die Strab und U-Bahnen an Wochenenden abends mehr beschädigt werden, wie auch Scheiben eingeworfen, als an anderen Tagen. Und die fahren nicht nachts durch. Es gab mal Zeiten, da fuhren abends generell Sicherheitskräfte in den U- und S-Bahnen mit und selbst in der Strab 11.
Bei den S-Bahnen ist es noch so, beim Rest eingeschlafen.

Die Nachtbusse werden ausschließlich von den Fahrern kontrolliert, doch welcher Fahrer traut sich? Nicht viele, wie man hört. Aber gut, Busse sind in Ffm nach den Ausschreibungen eh so eine Sache geworden ...

Es grüßt das Jacobsdrehgestell.
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Re: Gut so...

geschrieben von: Black Eyed

Datum: 10.08.12 11:51

Jacobsdrehgestell schrieb:

> Bei den S-Bahnen ist es noch so, beim Rest
> eingeschlafen.

Sowas ist ja auch eine finanzielle Frage - zumal es auch teilweise Videoüberwachungen gibt.

Nicht zu vergessen, dass heute eine Videoüberwachung bei der S-Bahn schon als Standard angesehen wird.
Außerdem hatten die S-Bahn explizit für solche Einsätze die Schwachlasttür eingebaut gehabt. Sprich, dass man nachts den halben Kurzzug absperren kann - was aber betrieblich nicht genutzt wurde.

Gruß Black Eyed

Ob Leipzig, Chemnitz, Dresden oder Meißen - es ist ganz egal, wie die Käffer heißen
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Re: Gut so...

geschrieben von: chris26

Datum: 10.08.12 13:45

Jürgen Seif schrieb:
-------------------------------------------------------

> Frankfurt will im Konzert der Weltstädte
> mitspielen und ist in vielen Dingen, gerade auch
> im Verkehrswesen, immer noch Provinz.

Es ist in Weltstädten durchaus nicht üblich, dass Nachts Bahnen durchfahren. Ich kenne die Situation in Tokio. Dort fahren Nachts ab ca. 1 Uhr keine Bahnen mehr. Und dass, obwohl dort ein Riesenbedarf bestehen würde. Die Züge sind von 22 Uhr bis zum Betriebsschluss oft so voll, wie zur Rush-Hour. Man nimmt am besten nicht den letzten, sondern den vorletzen Zug, denn der letzte könnte so voll sein, dass man nicht mehr rein kommt.
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Re: Gut so...

geschrieben von: MichiDD

Datum: 10.08.12 18:02

Hi,

mir ist es auch unklar, warum man es nicht wenigstens schafft, die S8 am WE nachts fahren zu lassen. Mit Wiesbaden, Mainz, Flughafen, Frankfurt, Offenbach und Hanau muss doch genügend Potential vorhanden sein, damit sich das "lohnt" und auch mit anderen Leistungen verrechnet werden kann (Einsparung Flughafenbus etc). Zusammen vielleicht mit einer S5 von Bad Homburg nach Darmstadt hätte man dann ein sinnvolles Grundangebot. Wenn aufgrund der Wenden kein Stundentakt klappt, dann sind die meisten Fahrgäste sicher auch mit 90 Minuten zufrieden, aber Hauptsache es fährt etwas! Es ist schon komisch, nach dem Johannisfest in Mainz festzustellen, dass in alle Richtungen der rheinland-pfälzischen Pampa nächtliche Sonderzüge unterwegs sind, man aber ins Ballungsgebiet Frankfurt nicht mehr zurückkommt!

Einzelne Frankfurter Nachtbusse platzen dabei aus allen Nähten, die Fahrgäste machen sich beim Einsteigen vor dem Fahrer übers Schwarzfahren lustig (eine Gruppe Jugendlicher lautstark: "Hast du ein Ticket? Nö. Du? Haha ich auch nicht!"). Was man sich als zahlender Fahrgast bei der VGF bieten lassen muss, ist teilweise unbeschreiblich. Trifft man dann wirklich mal auf Sicherheitspersonal (in einer U-Bahn, und natürlich vor 1 Uhr) an, kann man verfolgen, wie dieses nur "herumsteht" und auf dem Smartphone Facebook checkt, anstatt die Wagen bei jeden Halt zu wechseln um nach dem Rechten zu sehen oder Fahrkarten zu kontrollieren (Achtung: vielleicht nicht verallgemeinerbar, aber genauso erlebt - eine Nachfrage bei der VGF hinsichtlich des Verhaltens blieb bis heute unbeantwortet). Das funktioniert bei der S-Bahn mit DB Sicherheit aber um einiges anders. Es ist traurig, dass wir soweit sind und die Fahrgäste erzogen werden müssen. Möglichkeiten dazu (Bußgelder, Reinigunsgelder etc.) gibt es aber, und in anderen Städten funktioniert es ja auch irgendwie.

Vielleicht setzen die Verantwortlichen sich ja mal zusammen und finden eine Finanzierungsmöglichkeit für die Nacht-S-Bahn. Sei es durch Einführung eines extra Nachtzuschlages oder durch leicht späteres Einsetzen der nachmittägliche Taktverdichtung.

Gruß
micha
Optionen:

Bürgersteige hochklappen

geschrieben von: Schienenbus81

Datum: 10.08.12 18:25

Am besten wir klappen um 0 Uhr die Bürgersteige hoch und um 6 Uhr wieder runter.... Das kann es ja nun wirklich nicht sein.

Ein Blick nach Süden zeigt wie es geht. Im Kanton Zürich gibt es seit 2002 ein Nachtnetz. Für Fahrten damit muss man einen 5 Franken (ca. 4,20 Euro) teueren Aufpreis zahlen. JEDE S-Bahn ist dort von mindestens zwei Sicherheitsleuten begleitet. Und die Vorgabe des ZVV ist, dass das Nachtnetz sich selbst trägt. Und das tut es und wird Stück für Stück erweitert. Warum sollte so etwas im RMV nicht auch möglich sein?
Optionen:

Re: Gut so...

geschrieben von: Jacobsdrehgestell

Datum: 10.08.12 19:17

MichiDD schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hi,
>
> mir ist es auch unklar, warum man es nicht
> wenigstens schafft, die S8 am WE nachts fahren zu
> lassen. Mit Wiesbaden, Mainz, Flughafen,
> Frankfurt, Offenbach und Hanau muss doch genügend
> Potential vorhanden sein, damit sich das "lohnt"
> und auch mit anderen Leistungen verrechnet werden
> kann (Einsparung Flughafenbus etc). Zusammen
> vielleicht mit einer S5 von Bad Homburg nach
> Darmstadt hätte man dann ein sinnvolles
> Grundangebot. Wenn aufgrund der Wenden kein
> Stundentakt klappt, dann sind die meisten
> Fahrgäste sicher auch mit 90 Minuten zufrieden,
> aber Hauptsache es fährt etwas! Es ist schon
> komisch, nach dem Johannisfest in Mainz
> festzustellen, dass in alle Richtungen der
> rheinland-pfälzischen Pampa nächtliche Sonderzüge
> unterwegs sind, man aber ins Ballungsgebiet
> Frankfurt nicht mehr zurückkommt!
>
> Einzelne Frankfurter Nachtbusse platzen dabei aus
> allen Nähten, die Fahrgäste machen sich beim
> Einsteigen vor dem Fahrer übers Schwarzfahren
> lustig (eine Gruppe Jugendlicher lautstark: "Hast
> du ein Ticket? Nö. Du? Haha ich auch nicht!"). Was
> man sich als zahlender Fahrgast bei der VGF bieten
> lassen muss, ist teilweise unbeschreiblich. Trifft
> man dann wirklich mal auf Sicherheitspersonal (in
> einer U-Bahn, und natürlich vor 1 Uhr) an, kann
> man verfolgen, wie dieses nur "herumsteht" und auf
> dem Smartphone Facebook checkt, anstatt die Wagen
> bei jeden Halt zu wechseln um nach dem Rechten zu
> sehen oder Fahrkarten zu kontrollieren (Achtung:
> vielleicht nicht verallgemeinerbar, aber genauso
> erlebt - eine Nachfrage bei der VGF hinsichtlich
> des Verhaltens blieb bis heute unbeantwortet). Das
> funktioniert bei der S-Bahn mit DB Sicherheit aber
> um einiges anders. Es ist traurig, dass wir soweit
> sind und die Fahrgäste erzogen werden müssen.
> Möglichkeiten dazu (Bußgelder, Reinigunsgelder
> etc.) gibt es aber, und in anderen Städten
> funktioniert es ja auch irgendwie.
>
> Vielleicht setzen die Verantwortlichen sich ja mal
> zusammen und finden eine Finanzierungsmöglichkeit
> für die Nacht-S-Bahn. Sei es durch Einführung
> eines extra Nachtzuschlages oder durch leicht
> späteres Einsetzen der nachmittägliche
> Taktverdichtung.
>
> Gruß
> micha

Das ist schon richtig, dass abends Sicherheitsleute bei der VGF unregelmäßig mitfahren und nicht kontrollieren. Das sind 2 Paar Schuhe und die haben die Aufgabe “nach dem Rechten zu sehen“ in Zügen und Stationen der VGF und wenn was anliegen sollte, sofort zur Stelle zu sein. Das geht nicht, wenn sie auch noch Fahrkarten kontrollieren würden.
Wichtig kommt hinzu, dass das Kontrollpersonal nichts mit diesen Sicherheitsleuten zu tun haben, es sind 2 verschiedene Aufgabengebiete.
Beide Fremdfirmen arbeiten im Auftrag der VGF und haben eben diese verschiedenen Aufträge zu erfüllen. Es sind keine VGF-Mitarbeiter, das ja auch deutlich an den Dienstkleidungen erkennbar ist.

Es grüßt das Jacobsdrehgestell.
Optionen:

Re: Gut so...

geschrieben von: Bw-Ansbach

Datum: 10.08.12 19:54

chris26 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Jürgen Seif schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
>
> > Frankfurt will im Konzert der Weltstädte
> > mitspielen und ist in vielen Dingen, gerade
> auch
> > im Verkehrswesen, immer noch Provinz.
>
> Es ist in Weltstädten durchaus nicht üblich, dass
> Nachts Bahnen durchfahren. Ich kenne die Situation
> in Tokio. Dort fahren Nachts ab ca. 1 Uhr keine
> Bahnen mehr. Und dass, obwohl dort ein
> Riesenbedarf bestehen würde.

Es besteht aber auch ein Bedarf an Wartung und Unterhalt. Und der wird zu großen teilen, gerade auch nachts durchgeführt. Also ein weiteres Argument gegen Nachtzüge und für eine Betriebsruhe.
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