Du schriebst
"Welche Unsicherheit? Dem fahrenden Unternehmen entstünde kein Nachteil. Ganz im Gegenteil. Die Streckenreaktivierung wäre so eine Art zusätzliches "Bonbon", da die S-Bahnen bei ihrer Fahrt nach Zweibrücken und zurück Geld erwirtschaften könnten. Das tun sie bisher nicht, weil sie nutzlos in Homburg ihre Rückfahrt abwarten. Die S-Bahn könnte durch die Streckenverlängerung effektiver eingesetzt werden."
Ich kenne die Ausschreibung und den damit verbundenen ausgeschriebenen Fahrplan nicht.
Wenn es so ist, dass die Strecke dank sehr üppiger Wendezeiten auch künftig ohne zusätzliche
Fahrzeuge bedient werden kann, dann ist das natürlich ein Argument.
Aber es ist nicht das einzige Argument: Die Mehrkilometer können auch monetär negative Auswirkungen
auf die Fahrzeugwartungsplanung und damit die Verkehrsdurchführung haben.
Die Mehrkilometer haben mutmaßlich auch monetär negative Auswirkungen auf die Personaleinsatzplanung
(z.B. gesetzliche Ruhepausen usw.)
Die Konsequenz ist - und damit wäre ich wieder bei den Unsicherheiten:
Das EVU bietet dann einen Vertrag an, der definitiv vom Verkehren der Züge bis Zweibrücken
ausgeht und der ist sicher teurer als ein Vertrag, der definitiv nur bis Homburg (Saar)
vereinbart würde - genau das meinte ich mit Unsicherheit und höheren Preisen.
Es ist schade, dass wenn sich jeder fragt, was mit dem Gutachten ist, dass nicht
ein saarländischer/rlp. Abgeordneter genau das den zuständigen Minister fragt
und ihn zu einer Antwort zwingt.
Klärungsbedürftig wäre auch die Haltung der saarländischen Grünen und ihre Kooperation mit den Rlp-Grünen
im Rahmen der wechselnden Fährnisse (Grüne in der saarländischen Landesregierung bis Januar 2012; Grüne in
der rlp-Landesregierung seit dem 18.05.2011 - wenn auch nicht im Infrastrukturministerium).
Die RLP-Grünen aus Zweibrücken schrieben dereinst ( 17. August 2010 )auf ihrer Website
www.gruene-zweibruecken.de/btw05.htm
(abgerufen via [
webcache.googleusercontent.com]|lang_en )
" "Der Nutzen für die Region liegt auf der Hand"
Bahn nach Homburg muss endlich in Fahrt kommen ++ Eveline Lemke zu Gast bei den Zweibrücker Bahnfreunden
Die Verlängerung der S-Bahn-Linie von Homburg nach Zweibrücken war Thema eines Gesprächs, zu dem die Eisenbahnfreunde Zweibrücken die Grüne Landesvorstandssprecherin und Landtags-Spitzenkandidatin Eveline Lemke eingeladen hatten. Weil uns GRÜNEN das Thema am Herzen liegt, waren auch unsere verkehrspolitische Sprecherin Jutta Blatzheim-Rögler (Kreisverband Bernkastel-Wittlich), der Fachpolitiker in Planungsrecht Andreas Hartenfels (Kreisverband Kusel) und Grüne-Liste-Stadtratmitglied Nobert Pohlmann mit von der Partie. Blatzheim-Rögler und Hartenfels besetzen die Landtags-Listenplätze vier und fünf.
Wenig überraschendes Zwischenergebnis des Gesprächs mit den Bahnfreunden:
Ein wichtiger Grund für den Stillstand des Reaktivierungsprojekts ist das Geld. Das letzte Gutachten kommt zu dem Ergebnis, dass die Reaktivierung runde 13 Millionen Euro kosten würde. Zwar wäre der Bund bereit, den Löwenanteil zu übernehmen. An Rheinland-Pfalz und dem Saarland blieben aber doch 25 Prozent dieser Summe hängen - und die Kosten für den laufenden Betrieb. Weil mehr als 80 Prozent der Bahnstrecke auf saarländischem Gebiet verlaufen, müssten unsere Nachbarn den größten Teil der Kosten tragen. Den größeren Nutzen hätten allerdings wir Rheinland-Pfälzer – beispielsweise den Anschluss an den Fernbahnhof Homburg. Dass die gesamte Region von der Bahnverbindung profitieren würde, wurde im Gespräch belegt. Deshalb liegen die Argumente für eine rasche Umsetzung des Vorhabens klar auf der Seite der Bahnfreunde. Den Argumenten der saarländischen Landesregierung für ihr Zögern kann man sich andererseits nicht völlig verschließen: Verkehrsministerin Simone Peter {B90/Grüne, vom 10. November 2009 bis 18. Januar 2012 saarländische Landesministerin für Umwelt, Energie und Verkehr; aktuell MdL im saarländischen Landtag} führt hohe Kosten angesichts einer leeren Landeskasse ins Feld, weniger Fahrgäste als in Ballungsräumen, und die bereits vorhandene Busverbindung. Wir GRÜNEN schlagen deshalb vor, dass über die Kostenteilung neu nachgedacht wird. Wenn wir Rheinland-Pfälzer die größeren Vorteile haben, sollten wir dem Saarland in Sachen Finanzierung entgegen kommen. Uns ist wichtig, dass das Bahnprojekt endlich Fahrt aufnimmt! Deshalb siedeln wir es auf unserer Prioritätenliste ganz oben an!
(Das Foto zeigt unter anderen Dieter Höhle (von rechts), Bernhard Marschall und Dieter Franck von den Bahnfreunden, davor die Grünen-Landesvorsitzende Eveline Lemke, Elke Stemberg, die verkehrspolitische Sprecherin der RLP-Grünen Jutta Blatzheim-Rögler, dahinter den Kuseler Landtagskandidaten Andreas Hartenfels sowie Norbert Pohlmann (mit Bart). Ganz links: Peter Schehl."
Aus der Oppositionsseite zeigt sich der naheliegende CDU MdL [
www.marcus-klein.info] natürlich verärgert.
Letztendlich liest sich das, als wenn hier mal wieder Parteipolitik auf allen
Ebenen die Entscheidungen regiert und nicht die Verpflichtung,
die Kraft dem Wohle der jeweiligen Bevölkerung zu widmen, ihren Nutzen zu mehren, Schaden von ihr zu wenden, die Gesetze des Landes zu wahren und verteidigen, und die Pflichten gewissenhaft zu erfüllen und Gerechtigkeit gegen jedermann zu üben.
Man hätte in der Tat längst eine Entscheidung in der einen oder in der anderen Richtung treffen können.
Gruß
locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!
Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!
Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))