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Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: E 49

Datum: 17.06.12 14:44

Der Brenner-Basistunnel - und damit auch die nötigen Zulaufstrecken usw. - ist ja erst mal knapp 30 Jahre auf der politischen und planerischen Agenda...
vor wenigen Tagen hat es wieder mal einen Trippelschritt in Richtung Realisierung gegeben: [www.drehscheibe-foren.de] --- und schon wird auch da emsig gewutbürgert: [www.sueddeutsche.de]: >> ...Um dann klarzustellen, dass es "einen Volksaufstand" im bayerischen Inntal geben werde, wenn die erwarteten zwei neue Gleise einfach neben die schon bestehenden gebaut würden.<< Und: >>Doch noch eine zweite Front droht den Planern des Brennerbasistunnels. Und die wird von einer Seite errichtet, an die man beim Ausbau einer Schienenstrecke nicht gleich denkt: den Umweltschützern. Ihre Kritik ist grundsätzlicher Art: Die Grünen in Bayern, Tirol und Südtirol, Umweltverbände wie der Bund Naturschutz und Anliegergruppen wie die bayerische Inntalgemeinschaft halten den Brennerbasistunnel für ein unsinniges Großprojekt ohne entscheidenden Nutzen für die Umwelt.<<
Usw. usw. ...
Kurz: wir sind in Schland....
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: E 19 01

Datum: 17.06.12 15:09

Alle die Inntaler Gemeinden, die jetzt das Ende der Welt an die Wand malen, sollte einmal in ihre Archive gehen und ihre Landkarten aus den 40-er und 50-er Jahren studieren. Die Bahn verlief weitgehend in unbebautem Gelände. Meine Mutter lebte in Kirchdorf und ich weiß, wovon ich rede. In der Folgezeit wurden dann preisgünstige Neubaugebiete ausgewiesen, bis hin an die Trasse, so daß mancher Gartenzaun am Fuß des Bahndamms steht. Und seit Jahren schreit man nun Zeter und Mordio, weil auf den Gleisen tatsächlich Züge fahren. Die Grünen, der Bund Naturschutz und alle die anderen Berufsbedenkenträger schießen sich selber ins Knie - wie schreien sie doch dauernd: Güter gehören auf die Bahn. Auf welche Bahn denn?
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: Flirti

Datum: 17.06.12 15:20

Auf welche Bahn denn?

Auf die Autobahn,mensch du drömel das müssteste doch wissen!!!
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: Bodamicus

Datum: 17.06.12 18:45

Hauptsache dagegen sein, dann fühlt man sich so richtig gut. In Stuttgart war und ist es nicht anders.

Bodamicus
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: 120 001

Datum: 17.06.12 20:10

Moijen

Naja Stuttgart ist schon was anderes... aber man kann schön polemisieren nech?

120 001

Drehstrom.
Alles Andere ist nur Saft!
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: kaufhalle

Datum: 17.06.12 21:07

E 19 01 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Alle die Inntaler Gemeinden, die jetzt das Ende
> der Welt an die Wand malen, sollte einmal in ihre
> Archive gehen und ihre Landkarten aus den 40-er
> und 50-er Jahren studieren. Die Bahn verlief
> weitgehend in unbebautem Gelände. Meine Mutter
> lebte in Kirchdorf und ich weiß, wovon ich rede.
> In der Folgezeit wurden dann preisgünstige
> Neubaugebiete ausgewiesen, bis hin an die Trasse,
> so daß mancher Gartenzaun am Fuß des Bahndamms
> steht. Und seit Jahren schreit man nun Zeter und
> Mordio, weil auf den Gleisen tatsächlich Züge
> fahren. Die Grünen, der Bund Naturschutz und alle
> die anderen Berufsbedenkenträger schießen sich
> selber ins Knie - wie schreien sie doch dauernd:
> Güter gehören auf die Bahn. Auf welche Bahn denn?

Es geht doch gar nicht um die Verkehrsdichte, es geht um einen viergleisigen Ausbau. Dass der in bebautem Gebiet nicht einfach durch Streckenverbreiterung machbar ist, sollte ja wohl klar sein. Das hat man nicht mal im österreichischen Inntal hingekriegt, wo man die Neubaustrecke stattdessen in einem Tunnel unter der bestehenden Strecke versenkt hat.
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: bni89

Datum: 17.06.12 21:51

>>Hauptsache dagegen sein, dann fühlt man sich so richtig gut. In Stuttgart war und ist es nicht anders.

>>Bodamicus

Quark ! Stuttgart 21 ist ein hirnverbranntes Irrsinnsprojekt welches gegen jede Vernunft durchgezogen wird. Da lohnt es sich sehr wohl dagegen zu sein.
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: Warbeast

Datum: 18.06.12 08:47

Der Unterschied ist, Stuttgart 21 schafft keine Strecken(!!)kapazität. Dort wird nur ein Denkmal gesetzt.

Die Freiheit der Meinung setzt voraus, das man eine hat.
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Die Proteste bestehen schon länger ...

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 18.06.12 20:52

... und würden sofort verstummen, würde man wie in Tirol trassieren.

[www.drehscheibe-foren.de]

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
_______________________________________________________
PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Re: Kaum wird wo was geplant, schon wutbürgert es dorten...

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 18.06.12 20:54

Ich erlaube mir mal einen DSO-User aus dem Jahr 2011 zu zitieren:

"Zwischen Wörgl und Innsbruck laufen die Arbeiten für die Zuführung zum Brennertunnel auf Hochtouren. Kufstein - Wörgl bietet wohl auch keine besonderen Schwierigkeiten. Aber im bayerischen Inntal zwischen Brannenburg und Kufstein hakt es gewaltig. Das ist ja nun auch die engste Tallandschaft des Inn vor seinem Austritt aus dem Gebirge. Brannenburg, Flintsbach a. Inn, Oberaudorf, Kiefersfelden - die jetzige Trasse führt fast überall mitten durch die Ortschaften. Ein Blick auf die Karte zeigt diese prekäre Situation. Jetzt überlegt man, statt wie bisher zweigleisig in Zukunft viergleisig zu trassieren. Daß das natürlich auf entschiedenen Widerstand der ohnehin auch noch zusätzlich durch die Autobahn belasteten Menschen stößt, kann man wohl nicht mit dem Argument "alle sind immer gegen alles" abbügeln. "

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Re: Die Proteste bestehen schon länger ...

geschrieben von: E 19 01

Datum: 19.06.12 13:48

locomotive breath schrieb:
-------------------------------------------------------
> ... und würden sofort verstummen, würde man wie in
> Tirol trassieren.

Die Topographie gibt halt eine solche Trassierung nicht her. Und selbst wenn man (verrückterweise) das zwite Gleispaar im Tunnel unter das erste legen würde oder gleich die Engstelle zwischen Brannenburg und Kiefersfelden in einem Umgehungstunnel entschärfen wollte - der Bund Naturschutz und seine Apostel würden postwendend irgend ein weltweit einmaliges Insekt oder Anphibium entdecken, dem kein Leid zugefügt werden darf.

PS: Das Inntal zwischen Innsbruck und Kufstein ist heutzutage eine einzige langgezogene Gewerbezone von beeindruckender Scheußlichkeit. Wie denn auch überhaupt Tirol dafür bekannt ist, daß es jegliche landschaftliche Schönheit bedenkenlos opfert, wenn es um die Interessen von Investoren geht. Siehe z. B. die flächendeckende Verdrahtung des Gebirges mit "Aufstiegshilfen" für Skifahrer.
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