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Verkehrsminister bzw. DB bekommen Arbeit vom Petitionsausschuss

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 13.06.12 21:13

[www.check24.de]

[www.bundestag.de]

"Besserer Schutz für Fahrgäste auf Bahnsteigen gefordert
Petitionsausschuss - 13.06.2012
Berlin: (hib/HAU) Der Petitionsausschuss unterstützt die Forderung nach einer Erhöhung der Fahrgastsicherheit auf Bahnhöfen. Während der Sitzung am Mittwochmorgen beschlossen die Abgeordneten einstimmig, eine dahingehende Petition dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung als Material zu überwiesen. Nach den Vorstellungen der Abgeordneten sollen die Fahrgäste auf Bahnsteigen mittels Lautsprecherdurchsagen vor durchfahrenden Fernverkehrszügen gewarnt werden.

In der Petition wird beanstandet, dass die lebensbedrohliche Sogwirkung durchfahrender Hochgeschwindigkeitszüge am Bahnhof im fränkischen Forchheim „ein untragbares Sicherheitsrisiko für die Bahnsteigbenutzer darstellt“. Angesichts des tödlichen Fahrgastunfalls im Jahre 2010 müssten die sich täglich auf den Bahnsteigen aufhaltenden Schüler und Auszubildenden vor der lebensbedrohlichen Sogwirkung der durchfahrenden Hochgeschwindigkeitszüge geschützt werden, fordert der Petent. Dazu müsse die Höchstgeschwindigkeit in Bahnhöfen abgesenkt und der Sicherheitsabstand zu der Bahnsteigkante von 80 cm auf mindestens 150 cm erhöht werden.

In der Begründung zu seiner Beschlussempfehlung verweist der Petitionsausschuss auf eine Stellungnahme des Verkehrsministeriums, wonach die Deutsche Bahn AG (DB AG) Bahnsteige entsprechend ihrer Gefährdung bewerte und zur Umsetzung von Maßnahmen einen Zeit- und Prioritätenplan festgelegt habe, der bis Ende 2014 abgearbeitet sein soll. Bis Ende 2011 wurden nach Aussage der DB AG infolge dieser Analysen an mehr als 500 ausgewählten Bahnsteigen bereits Lautsprecheranlagen installiert, durch die die Reisenden automatisch darauf hingewiesen werden, den gekennzeichneten Gefahrenbereich auf dem Bahnsteig erst zu betreten, wenn ein Zug am Bahnsteig hält. Zudem würden ausgewählte Bahnsteige mit einer auffälligen Schraffur von der Bahnsteigkante bis zum Ende des Gefahrenbereichs versehen. Am Bahnhof Forchheim, so heißt es weiter, seien diese Maßnahmen im August 2011 realisiert worden.

Auf die Forderung nach einer Reduzierung der Durchfahrtsgeschwindigkeit eingehend, bemerkt der Ausschuss, dass dies „wegen des Einflusses auf die Leistungsfähigkeit des Verkehrssystems Eisenbahn nur als sogenannte Ultima Ratio in besonderen Einzelfällen zum Tragen kommt“. Diese lägen nach Aussage des Ministeriums nur dann vor, wenn das Gefährdungsrisiko nicht mit anderen Maßnahmen beherrscht werden könne. Nach Ansicht des Ausschusses ist aber eine mit der Geschwindigkeitssenkung verbundene Fahrtzeitverlängerung legitim, „wenn Menschenleben geschützt werden müssen“.

Was die geforderte Verbreiterung des Sicherheitsabstandes um 70 cm angeht, weist der Petitionsausschuss darauf hin, dass dies zu aufwändigen Arbeiten an den Bahnsteigen führen würde, bei denen der Gefahrenbereich bereits durch Pflasterung und Leitstreifen für Blinde und Sehbehinderte markiert ist. Zudem würde eine Verbreiterung auf vielen Bahnsteigen kleinerer Stationen den Aufenthalt dort ausschließen oder eine Ausdehnung der befestigten Bahnsteigfläche fordern.

Aus Sicht des Petitionsausschusses sind installierte Lautsprecheranlagen mit entsprechenden Durchsagen effektiver. „Ohne vorherige Durchsage über einen durchfahrenden Hochgeschwindigkeitszug besteht die Gefahr, dass selbst ein verbreiterter Sicherheitsabstand nicht ausreichend berücksichtigt wird“, heißt es in der Beschlussempfehlung."
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Und was ist mit den häufig viel windigeren aber nicht so schnellen Güterzügen?
Stehen die Abgeordneten nicht auf Bahnsteigen?

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Re: Verkehrsminister bzw. DB bekommen Arbeit vom Petitionsausschuss

geschrieben von: Pinguin1904

Datum: 13.06.12 22:45

Ein einziges Wort: Vollkaskogesellschaft!
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Re: Verkehrsminister bzw. DB bekommen Arbeit vom Petitionsausschuss

geschrieben von: Ringbahner4

Datum: 14.06.12 02:35

Was nützen Lautsprecherdurchsagen, wenn man mit Ohrstöpseln die Umwelt nicht mehr wahrnimmt?
Warnschilder und Absperrungen werden ignoriert, die können sich ja auch nicht wehren!
Man warnt zusätzlich mit Lautsprecherdurchsage vor dem einfahrendem Zug und schwubs geht es im Tunnelblick vor dem Zug über den Überweg.
Tägliche Praxis an vielen RÜ, egal wie gesichert.
Ich könnte ko..en über soviel Ignoranz, sagt man etwas, wird man gleich als Unfreundlich beschimpft!
Den Leuten geht es ja am A.... vorbei, das man als Mitarbeiter vor dem Kadi immer eine Teilschuld bekommt, auch wenn man nichts falsch gemacht hat!
So, ich mußte mal Luft ablassen, täglich dieser Frust.
Gruß Lutz
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