Caliban schrieb:
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> Servus!
>
>
> Für die Energiewende sollte man eigentlich
> Querdenken nicht verbieten... *denk
Schon richtig...
>
>
> Die fossilen Brennstoffe, wie andere Rohstoffe,
> gehen zur Neige... das ist nun mal Fakt... über
> den Zeitraum mag man noch streiten können.
Irgendwann werden sie alle sein, aber derzeit ist es doch so, je teurer der Sprit ist, um so mehr lohnen sich auch schwieriger abbaubare Ölvorkommen, dazu ist heute auf SPON ein interessanter Artikel: [
www.spiegel.de] - der Ölpreis scheint ja momentan noch kaum eine Rolle zu spielen, die Autos werden ja noch immer eher größer als kleiner und weniger gefahren wird ja auch nicht. Dabei ist Öl eigentlich viel zu schade dafür, dass wir es in Motoren verbrennen. Und wenn man bedenkt, dass wir innerhalb von 200 Jahren den Großteil des CO2-Mülls, den die Natur von der Erdoberfläche durch "vergabren" beseitigt hat - so wie wir es mit Atommüll in der Asse u.a. tun, wieder hervorgeholt und zurück in die Atmosphäre gebracht haben, das kann auf Dauer auch nicht gut sein...
> ...
>
>
> Bei den Akkus sind wir beim PKW bei einer
> Reichweite von rund 50 km. Erkauft mit teuren und
> schweren Teilen. Selbst wenn in den nächsten zehn
> Jahren eine Verdopplung möglich ist... 100km für
> einen PKW sind auch nicht berauschend. Auf LKW
> projeziert... der dürfte seine 40t alleine für den
> Energievorrat brauchen...
Der Opel Ampera soll bei entsprechender Fahrweise ohne den Range-Extender nutzen zu müssen 90 km schaffen. Diverse rein elektrische Autos wie die von Tesla, Mitsubishi iMiev, etc. schaffen auch heute schon deutlich mehr. Und die Weiterentwicklung der Batteriekapazitäten wird momentan mit Hochdruck und mit aufsehenserregenden Erfolgen voran geführt. Da passiert die nächsten Jahre noch einiges...
>
> Bleiben noch chemische Speicher... Stichwort:
> Redox. Elektrisch geladene Flüssigkeiten, die wie
> heute üblich an einer Tanke nach-/umgefüllt werden
> könnte. Die Technik dafür ist allerdings noch
> etwas sperrig... und von einer Infrastruktur
> wollen wir nicht reden.
>
Das ist in der Tat eine interessante Technologie, aber längst noch nicht marktreif. Austauschbare Akkus (Better Place) sind da derzeit im Vorteil.
>
> Der große Vorteil eines LKW ist seine
> Flexibilität... speziell auf der letzten Meile.
Die letzte Meile wird die Bahn sicher nie (nicht mehr) übernehmen können.
> Und an Flexibilität mangelt es der Bahn enorm!
Sie war aber mal flexibler ...
> Wo er sich allerdings völlig unflexibel bewegt ist
> die Autobahn und große Bundesstraßen. Ergo würde
> es sich bei einem Elektroantrieb (z.B.
> Brennstoffzelle) anbieten lange Strecken mit einer
> permanenten Einspeisung zu überwinden und die
> letzten Kilometer mit dem Alternativantrieb.
Besser wäre, die LKWs, besser nur die Anhänger oder Container würden über große Distanzen mit der Bahn transportiert, und erst zur letzten Meile würden LKWs eingesetzt.
> Zur Zeit gibt es eigentlich nur zwei
> Möglichkeiten... die Strippe von oben oder
> Induktionschleifen im Boden. Was da wohl billiger
> kommt?
Induktion hat mehr Verlust. Der Ausbau von beidem ist teuer, bei Induktion braucht man mehr Kupfer, weil man Spulen in die Straße legen muss.
> ...
>
> Alternativ könnte man zwar einiges an LKW-Verkehr
> auch auf die Schiene bekommen, aber da gibt es
> auch Grenzen. Dazu müßten erstmal die
> Güterstrecken massiv ausgebaut werden, Wagen- und
> Lokmaterial aufgestockt werden
Das wäre imho der vernünftigere Ansatz.
> und die letzte
> Meile ist nachwievor ein Thema...
LKWs sind dafür doch genug da, das Umladen z.B. von Containern von der Bahn auf LKW lässt sich sicher noch optimieren. Und wenn es nur die Anzahl an Umladestationen ist.
> alles auch nicht
> für Null Euro zu bekommen und auch wenn es die
> Schiene ist, wird ein Streckenausbau nur die
> Zersiedelung vorantreiben.
Wieso nur bei Schienen? Nicht beim Neubau von Autobahnen? Es sollte auch darüber nachgedacht werden, die Transportkapazität der vorhandenen Schienen zu erhöhen, höhere Meterlasten, längere Züge, Doppelstock-Containerzüge, mehr Gleise, ... Ich weiß, das bedeutet viele und grundsätzliche Entscheidungen und Umbaumaßnahmen, aber wenn immer nur diskutiert wird, wird es nie was.
>
> Parallel sollten wir uns Gedanken machen, ob die
> Energieverschwendung im Verkehr sich nicht einfach
> durch den Energiemangel regeln wird und unsinnige
> Fahrten etwas eingedämmt werden.
Sprich, durch Spritpreiserhöhungen? Die kommen schon noch, keine Sorge...
> Sonne gibt es auf der Welt genug... nur nicht
> unbedingt immer da wo man sie braucht. Als Folge
> werden wir in Zukunft sicher statt Öl elektrische
> Energie, in welcher Form auch immer, von A nach B
> transportieren müssen. Eine Abhängigkeit wird
> durch eine andere ersetzt.
Es gibt so viele Länder die viel freie (Wüsten-)Fläche haben, die aber statt Solarkraftwerke lieber Atomkraftwerke bauen wollen...
>
> Das Hauptproblem der Energiewende ist sicher nicht
> die Erzeugung, sondern der Transport und die
> Speicherung derselben! Da beißt die Maus keinen
> Faden ab!
Und deswegen werden ja zumindestens in Deutschland jetzt die Stromnetze ausgebaut, dass mehr Windkraft aus dem Norden in den Süden geleitet werden kann.
>
>
> Ähnliches gilt übrigens auch für den Flugverkehr.
> Mal sehen, ob sich die Flieger wieder auf das
> Kerngeschäft des Fernverkehrs besinnen müssen.
> Als Alternative steht nachwievor die
> Transrapid-Technik im Raum... wer sich allerdings
> den Markt sichern wird... wir werden sehen!
Ich glaube, der Transrapid ist tot. Zu teuer, zu wenig Transportkapazität, evtl. auch zu hoher Energieverbrauch gegenüber eisernen Rädern die leicht auf eisernen Schienen rollen...
>
>
>
> Nicht zu vergessen sind die ganzen Kunststoffe,
> für die die fossilen Stoffe der Rohstoff sind.
Das wird ein riesen Problem, wenn das Öl tatsächlich mal all sein wird. Dann werden weltweit alle Mülldeponien wieder geöffnet - als Abbaugebiet.
>
> Uns steht da noch einiges bevor!
>
> Witzig finde ich nur, daß unternehmerische Risiken
> oder gar Fehler, mal wieder auf den Michel
> abgewälzt werden sollen. Den Gewinn streichen dann
> wieder die Unternehmen ein.
Das ist nicht lustig, sondern traurig.
> ...