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40 Verletzte nach Zug-Crash, ODEG hatte Großübung in Brandenburg/Altstadt (Link)

geschrieben von: BRB-1

Datum: 01.06.12 20:37

Hallo

zum Link: [www.meetingpoint-brandenburg.de]
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Re: 40 Verletzte nach Zug-Crash, ODEG hatte Großübung in Brandenburg/Altstadt (Link)

geschrieben von: KT4D-turbo

Datum: 01.06.12 20:52

In der Realität kommt's sowieso immer anders...
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Das sowieso...

geschrieben von: Caliban

Datum: 01.06.12 22:46

Servus!


... wobei die Übung sicher realitätsnäher ist, als manch andere Alibi-Veranstaltung.


Mindestens einen kleinen Haken kann man allerdings auf den Bildern erkennen... der Kesselwaggon war, jedenfalls nach der Aufschrift 336/1230 (hochentzündlich/giftig + Methanol), mit Methanol beladen.

Das sieht man jedoch nicht (farblos), also nix mit Neongrün, verbrennt ebenso farblos, gut löslich mit Wasser und verdampft schnell. Tückisch!
Ob da ein Schaumangriff nicht die bessere Wahl gewesen wäre?

Die Teilnehmer diverser US-Rennserien können ein Lied davon singen (Treibstoff: Methanol)... ein Unfall... alles brennt und keiner sieht es!
Meist flimmert da nur die Luft... und wer in dem Bereich ist, verbrennt sich gewaltig.


Auch kommen mir die Sicherheitsabstände, da ja auch Explosionsgefahr besteht, etwas gering vor... wenn es brennt, dann brennen auch die grünen Lachen... und die laufen in die Kanalisation, verdampfen und werden tickende Zeitbomben etc.pp. ... wollen wir mal der Übungssituation gutschreiben.


Was allerdings der Löschschlauch über dem Waggon soll?

Das Thema Eigensicherung war sicher ein wichtiger Punkt bei der Übung!


Vermutlich würden auch die Leichtverletzten nicht so brav auf Rettung warten... bei dem Szenario wären sicher schon ein paar auf der Flucht... die einzusammeln dürfte auch spannend sein. 40 Verletzte aller Schweregrade hat schon was. Alleine wenn man sich den Platzbedarf der Einsatzkräfte anschaut... wenn wir nur von 25% Schwerverletzten ausgehen... 10 RTW + 10 Notärzte... je nach Gegend geht das erste sicher noch, aber soviele Notärzte auf einen Schlag... wohl nicht mal in einer Großstadt... mal ganz abgesehen vom normalen Tagesgeschehen, was ja weiterläuft.
Sowas überspannt dann schnell die Möglichkeiten (Nachalamierungen, Zeitfaktor)... deswegen gilt auch hier erstmal... Selbsthilfe!
(Was wieder die Frage aufwirft, wann wer seinen letzten Erste-Hilfe-Kurs gemacht hat!)

Wenn wir das mal zeitlich durchspielen... Unfallgeschehen, Alarmierung, Eintreffen der ersten Helfer... runde 10 Minuten. Lage erkunden... Nachalarmierungen... Sicherheitskreis bilden (Straßen absperren, Häuser evakuieren etc.)... runde 30 Minuten vergangen (bis dahin sollte der Bahn-NFM auch da sein)... SEG-Gruppen des Rettungsdienstes... 30-45 Minuten später... etc. pp. ... gefahrlos hätten die Ersten wahrscheinlich nach rund 45-60 Minuten an die Verletzten ran gekonnt... und das alles unter den Prämissen einer Großstadt... auf dem Land gibt es sowieso erstmal ein Personal-/Zeitproblem.
Und das ohne Oberleitung!


Je mehr man ins Detail geht, umso interessanter wird die Aufgabe!


Die Auswertung wäre mal wieder interessant... aber dafür übt man ja! Insoweit ein Lob für das Szenario!



In diesem Sinne...

Gruß
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