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1 Jahr Solardach S-Bahnwerkstatt Frankfurt Main - Ziel knapp verfehlt

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 01.06.12 18:43

[www.deutschebahn.com]

"Presse > Presseinformationen Regional>086/2012

Größtes Solardach im Rhein-Main-Gebiet feiert Geburtstag

• Solaranlage auf dem Werkstattdach der S-Bahn Rhein-Main ein Jahr in Betrieb
• In zwölf Monaten 626 Tonnen CO2 eingespart

(Frankfurt am Main, 1. Juni 2012) Seit einem Jahr ist die Photovoltaikanlage auf dem Werkstattdach der S-Bahn Rhein-Main am Frankfurter Hauptbahnhof in Betrieb. Mit Solarmodulen auf einer Fläche von 10.318 Quadratmetern ist die Anlage die größte Dachflächenanlage im Rhein-Main-Gebiet. Der auf dem Dach der Werkstatt erzeugte Strom wird in das allgemeine Haushaltsstromnetz eingespeist. Mit der von der Anlage in den vergangenen 12 Monaten erzeugten Strommenge von über 1.000.000 Kilowattstunden können 237 Vierpersonenhaushalte versorgt werden. Rund 626 Tonnen Kohlendioxid wurden bisher durch diese umweltfreundliche Art der Stromerzeugung eingespart.

Zurzeit sind regenerative Energien ein wichtiges Thema unserer Gesellschaft. Die Deutsche Bahn hat es sich zum Ziel gesetzt, einen Beitrag zur Schonung der Umwelt zu leisten. „Mit dem Solardach setzen wir ein deutliches Zeichen für den verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt und mit Ressourcen. Wir untermauern damit unsere Position als umweltfreundliches Verkehrsmittel und wollen Anreize geben, vom Pkw in die Bahn umzusteigen“ sagt Thomas Liehr, Leiter Produktion von DB Regio, Region Hessen.

Das Solardach wurde am 1. Juni letzen Jahres in Betrieb genommen. Seit 2006 hatte DB Regio Hessen 35 Millionen Euro in den Umbau des ehemaligen Postbahnhofes in eine moderne Werkstatt für Elektrotriebfahrzeuge (ET) investiert. Produktionsplanung, Disposition von Fahrzeugen und Personal, Qualitäts- und Störungsmanagement und Instandhaltung wurden unter einem Dach zusammengeführt. Über 120 Mitarbeiten warten hier 187 Elektrotriebfahrzeuge. Dazu gehören neben allen S-Bahn-Zügen im Rhein-Main-Gebiet auch die als Mittelhessenexpress eingesetzten ET 425/26."
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Im Vorjahr hieß es noch

"Ökostrom macht S-Bahn RheinMain noch umweltfreundlicher

Solaranlage auf Werkstattdach spart 668 Tonnen CO2 ein - Strom für 286 Vierpersonenhaushalte - Werkstatt wird auf Ökostrom umgestellt

Die S-Bahn RheinMain wird jetzt noch umweltfreundlicher. Nicht nur die S-Bahn als Verkehrsmittel vermindert den CO2-Ausstoß, auch die Wartung der Fahrzeuge wird jetzt mit Ökostrom durchgeführt. Am 1. Juni 2011 nahmen Dr. Manuela Rottmann, Umweltdezernentin der Stadt Frankfurt, Lars Falck, Geschäftsführer juwi Solar GmbH, Werner Raithmayr, Geschäftsführer Anlagenmanagement/Energieversorgung bei der DB Energie GmbH und Thomas Liehr, Leiter Produktion DB Regio Hessen, die Photovoltaikanlage offiziell in Betrieb.

Die Dachfläche der ET-Werkstatt am Frankfurter Hauptbahnhof wurde von der DB für die Dauer von zwanzig Jahren an den Betreiber juwi Solar GmbH zur Stromerzeugung vermietet. Mit Solarmodulen auf einer Fläche von 20.000 Quadratmetern ist die Anlage die größte Dachflächenanlage im Rhein-Main-Gebiet. Der auf dem Dach der Werkstadt erzeugte Strom wird in das allgemeine Hauhaltsstromnetz eingespeist. 1.000.000 Kilowattstunden soll die Anlage im Jahr liefern, genug Strom um 286 Vierpersonenhaushalte zu versorgen. Rund 668 Tonnen Kohlendioxid sollen so pro Jahr durch diese umweltfreundliche Art der Stromerzeugung eingespart werden.

DB Regio Hessen nutzt die Mieteinnahmen aus der Dachflächennutzung um die Werkstatt auf Ökostrom umzustellen.

2006 hatte DB Regio Hessen 35 Millionen Euro in den Umbau des ehemaligen Postbahnhofes in eine moderne Werkstatt für Elektrotriebfahrzeuge investiert. Produktionsplanung, Disposition von Fahrzeugen und Personal, Qualitäts- und Störungsmanagement und Instandhaltung wurden unter einem Dach zusammengeführt. Über 130 Mitarbeiten warten hier 172 Elektrotriebfahrzeuge. Dazu gehören neben allen S-Bahn-Zügen im Rhein-Main-Gebiet auch die als Mittelhessenexpress eingesetzten ET 425/26."
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Damit wurde das Ziel im ersten Betriebsjahr nur zu 93,7% erreicht.

Ebenso interessant, dass die DB in ihrer aktuellen PM nicht erwähnt, dass sie die
Dachfläche nur mietweise zur Verfügung gestellt hat. - Die Einnahmen sind
übrigens unabhängig von der erzeugten Leistung, das Risiko liegt beim Pächter
juwi Solar.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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Naja... nicht so schlimm...

geschrieben von: Caliban

Datum: 01.06.12 22:59

Servus!


... der Weg ist ja schon mal richtig. Lieber Industriedächer zupflastern, als Äcker und Wiesen! Ist zwar etwas teurer und die Rendite sink, aber...

Muß nur noch der Wirkungsgrad der PV-Elemente steigen.


Allerdings sieht man schön den Unterschied von Theorie und Praxis... die Sonne scheint nun mal nicht immer und überall.


Die Energiewende bleibt spannend... mal sehen wie lange es noch dauert, bis der Masterplan kommt! ;-)


Gruß
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Ziel erheblich überschritten!

geschrieben von: 5./6. Bauserie

Datum: 02.06.12 02:03

Hallo!

Immer wieder interessant, was Du so rauskramst und an was Du Dich noch erinnerst.

Ich finde aber nicht, daß das Ziel verfehlt ist, vergleicht man die Werte:


Aktuell:
- 1 000 000 kWh
- 10 318 m² Fläche
- 626 t CO2 Ersparnis
- versorgt 237 Haushalte

Letztes Jahr vorgeplant:
- 1 000 000 kWh
- 20 000 m² Fläche
- 668 t CO2 Ersparnis
- versorgt 286 Haushalte


Fazit: Es ist genau die Menge elektrischer Energie herausgekommen, obwohl man die Fläche beinahe halbiert hat. Man hat den Ertrag somit um 93,8 % gesteigert! Oder anders formuliert: Die Fläche der Anlage in der jetzigen Form arbeitet fast doppelt so viel wie vor einem Jahr, als die damals doch erheblich größere Anlage in Betrieb genommen wurde! Wäre die Fläche erst nach einem halben Jahr - also in der Halbzeit zwischen den Pressemitteilungen - so redziert worden, dann wäre der Jahresabschluß sogar 287,7 %!
Das soll einem erst mal einer nachmachen!

Wieviel CO2 durchschnittlich für die Umwandlung einer kWh elektrischem Stroms ausgestoßen wird weiß ich nicht und werde es auch nicht nachschauen. Falls man aber dieses Jahr neu gerechnet hat und diese Werte dazu verwendet, dann wäre der CO2-Ausstoß bei der Stromgewinnung im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 % zurückgegangen. Eigentlich auch ein sehr gutes Ergebnis.
Dazu hat die Eisenbahn allerdings wahrscheinlich nicht so imens viel beigetragen, sieht man stellvertretend von der Installation einer Photovoltaik-Anlage in Frankfurt ab.

Auch der Verbrauch der Haushalte scheint neu berechnet worden zu sein: Letztes Jahr verbrauchte der durchschnittliche Vier-Personen-Haushalt (zurückgerechnet) 3496,5 kWh Strom, dieses Jahr sind es schon 4219,4 kWh. Der Stromverbrauch des Vier-Personen-Haushaltes hat sich in einem Jahr um 20,7 % erhöht! Das nenne ich bedenklich! Wahrscheinlich raufen sich für uns geheime Gremien schon wochenlang die Haare, wie man diesen Verbrauchszuwachs kompensieren kann oder die Energie bereitstellt!


Man sollte das, was ich hier geschrieben habe, nicht so bierernst nehmen (in den Formulierungen können Spuren von Ironie enthalten sein) und nach den Rückrechnungen vielleicht auch die von der Pressestelle angepriesenen Zahlen mit Vorsicht genießen.
Wenn ich mir das so ansehe, dann steht für mich maßgeblich in den Pressemitteilungen drin, daß auf dem Werkstattdach eine Solaranlage installiert ist und diese ist nach einem Jahr noch nicht kaputtgegangen. Alles andere widerspricht sich selbst bei einer schnellen Betrachtung mit dem Taschenrechner.


locomotive breath schrieb:
-------------------------------------------------------
> Damit wurde das Ziel im ersten Betriebsjahr nur
> zu 93,7% erreicht.

Wenn Du den Zahlen glaubst, dann widerspreche ich Dir: Dann ist das Ziel nämlich (mindestens) zu 193,8 % erreicht worden (je nachdem, wann 9682 m² zurückgebaut wurden). Also ist man weit darüber hinausgeschossen und folglich ist es ein sehr sehr guter Jahresabschluß.

Wenn Du den Zahlen nicht glaubst, dann bräuchtest Du eigentlich nicht zu rechnen anfangen. Dafür, die Zahlen nicht zu glauben, spräche ja schon, daß nichts zusammenpaßt, wie ich oben aufgeschlüsselt habe.


Schöne Grüße,
die Fünfte/Sechste.
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Wenn du meinst!

geschrieben von: locomotive breath

Datum: 04.06.12 16:46

Ich denke, die Quadratmeterzahlen in den PMs stellen unterschiedliche
Grundlagen dar.

Die 20 000 m² dürfte die Dachfläche sein (z.B. ca. 400 *50 m).
Und die in der neuen PM genannte Fläche von etwas über 10 000 m² ist die Nutzfläche der
Solarmodule, die auf dem Dach installiert ist.
Schließlich installiert keiner auf Rendite bedachte Investor auf einem Flachdach seine
Solarmodule horizontal; zumindest nicht nördlich des 49 nördlichen
Breitengrads.

Vergleiche [maps.google.de]
sowie [de.wikipedia.org]

Oder als Flachvariante:
[maps.google.de]
[solarthemen.de]


_____________________________________________

[www.juwi.de]

"juwi realisiert Solarprojekt für DB Regio Hessen

11.08.2010 | Presse (Solar)

juwi wird für die DB Regio Hessen eine Photovoltaikanlage mit einer Gesamtleistung von über einem Megawatt auf dem Dach der S-Bahn-Werkstatt am Frankfurter Hauptbahnhof realisieren.

Frankfurt / Wörrstadt, 11. August 2010. juwi, Projektentwickler für erneuerbare Energien, wird für die DB Regio Hessen eine Photovoltaikanlage auf dem Dach der S-Bahn-Werkstatt am Frankfurter Hauptbahnhof realisieren. Die Verträge darüber werden heute von Vertretern der DB Regio AG und der juwi-Tochter juwi Solar GmbH in Frankfurt unterschrieben. Die Anlage wird jährlich eine Millionen Kilowattstunden sauberen Strom produzieren und deckt somit den Bedarf von 250 Frankfurter Privathaushalten.

Der Bau der Dach-Photovoltaikanlage soll Anfang Oktober beginnen, bereits für Ende Dezember dieses Jahres ist die Fertigstellung der Anlage geplant. Auf einer Dachfläche von 20.000 Quadratmetern werden insgesamt 14.330 Module des Herstellers First Solar montiert, welche eine Gesamtleistung von über einem Megawatt haben. Die Photovoltaikanlage spart jährlich 668 Tonnen umweltschädliches CO2 ein und schont so das Klima. „Die S-Bahn-Werkstatt befindet sich direkt am Frankfurter Hauptbahnhof. Das Projekt zeigt damit exemplarisch, dass auch mitten in den Innenstädten gute Potenziale für große Dach-Solaranlagen vorhanden sind“, so Lars Falck, Geschäftsführer der juwi Solar GmbH. Insbesondere eigneten sich dafür auch Dächer auf gewerblich genutzten Gebäuden wie etwa Hallen.

Das Gelände, auf welchem sich heute die Frankfurter S-Bahn-Werkstatt befindet, hat eine interessante Geschichte: Vormals stand auf dem Gelände ein Postbahnhof, erst 2003 kaufte die Deutsche Bahn AG das Gelände an, um es seinem heutigen Zweck zuzuführen – im Februar 2006 ging die S-Bahn-Werkstatt in Betrieb. „Die S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren mit Strom – eine nachhaltige Weise sich fortzubewegen, vorausgesetzt die Energie dazu kommt aus erneuerbaren Energien. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach der DB Regio Hessen trägt wieder ein Stück dazu bei, dieser nachhaltigen Lebensweise näher zu kommen“, sagt Uwe Lauster, Key Account Manager bei juwi. "
_____________________

Die bekannten "First Solar 280 Module" haben eine Fläche von 0,72 m² (1,2 m * 0,6 m)
Und was sind 14 330 *0,72 ? richtig: 10317,6!



[www.journal-frankfurt.de]
Ein bißchen natürliches Licht steht den Mitarbeitern in der Werkstatt
übrigens auch noch zu.

Gruß

locomotive breath ( oder kurz l.b. )
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PS: Setzt bitte einen passenden Betreff/Titel über euren Text!

Ein guter Titel über dem Beitrag ist das Tüpfelchen auf dem i für einen wirklich guten Beitrag oder eine wirklich gute Antwort!

Sed in primis ad fontes ipsos properandum! … Vor allem muss man zu den Quellen selbst eilen! (In Abwandlung von Erasmus von Rotterdam (1511))
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