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 04 - Historische Bahn 

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(Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Nikonbesitzer

Datum: 11.08.12 10:46

Hallöchen,

mich würde mal interessieren, wie es fotorechtlich zu DDR-Zeiten in Sachen Bahnfotos stand. Durften DDR-Bürger einfach irgendwo an die Strecke und Fotos machen oder was das mit einem gewissen Risiko verbunden? Wie sah es auf Bahnhöfen aus?

Danke u Gruß
Harry

Nikon-Team Unterfranken
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Steffen Hennig

Datum: 11.08.12 10:56

Hallo
Ich hatte mich darüber mal mit einem Trapo- Mann unterhalen. Er sagte mir, das ich überall fotografieren kann, wo ich als normalsterblicher oder Reisender hin kam. Also auch auf Bahnhöfen usw, wenn ich Loks fotografiere. Wenn ich allerdings am Bf nur eine Brücke oder nur ein Stw fotografieren würde ohne Lok mit drauf, könnte man mir schon Spionage vorhalten. Auch nicht erlaubt waren wohl Militärzüge und änliches. Auch im Bw war es eigendlich untersagt, es sei den man hat vom Lokleiter eine Erlaubnis oder gar eine Fotogenehmigung der jeweiligen Rbd.
Auffällig war man auch, wenn man z.B. zu nah in Richtung Grenze zur BRD kam und eigendlich kein Richtiges Ziel dort hatte oder gar Verwante die man da besuchen wollte. Also das war immer ein Risiko.
Gruß
Steffen



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:11:10:58:52.
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Schürzenwagen

Datum: 11.08.12 11:23

Hallo Steffen,

ergänzend ist zu erwähnen:
Keine Weichenstraßen, Oberleitungen bzw deren Masten oder gar Überlandleitungen, auch hier konnten die Organe recht ungemütlich werden .....

Schürzenwagen

Lieber Pferde in der Lasagne, als Esel in der Regierung.
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Steffen Hennig

Datum: 11.08.12 11:33

Hallo
Ja genau, aber wenn man einen Zug fotografiert hat und Brücken, Stw, Weichen usw mit im Bild waren, war es nicht so kritisch. Da konnte man ja erkennen, das man eigendlich nur den zug fotografieren wollte.
Gruß
Steffen
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23/73

geschrieben von: NAch

Datum: 11.08.12 11:53

Dazu verweise ich auf den Beitrag

[www.drehscheibe-foren.de]

Mit Berliner Grüßen

Achim

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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Jörg Schwabel

Datum: 11.08.12 12:43

Das wurde wohl unterchiedlich gehandhabt.

Irgendwann Mitte der 1970er Jahre wurde das Fotografieren von der Öffentlichkeit zugänglichen Plätzen offiziell erlaubt. Das Reisebüro der DDR war auch darauf eingerichtet und gab auf Anfrage von Interessierten, die auch Hotel und Visum buchten, eine offizielles Schreiben mit, auf dem das alles aufgeführt war, was man wo fotografieren durfte. Wir hatten das Schreiben dann auf allen unseren Reisen mit.

Ich erinnere mich an eine Begebenheit in Hohen Neuendorf (also nicht sehr weit von der "Selbständigen Politischen Einheit West-Berlin" entfernt) Anfang Mai 1979, als wir fünf Mann hoch auf einer Straßenbrücke standen und fotografierten und filmten - darunter einen Militärzug mit Panzern obendrauf. Ein Wartburg der VoPo kam unauffällig heran gefahren und beobachtete unser Treiben recht interessiert, ohne sonst irgendwas zu tun oder gar eine "Amtshandlung" einzuleiten. Ein Freund ging dann auf den Wagen zu, stellte sich höflich vor, zeigte das Schreiben des Reisebüros der DDR vor und erklärte, daß das, was wir hier tun, nach den Gesetzen und Vorschriften der DDR völlig legal ist. Die beiden Vopos waren etwas peinlich berührt, murmelten irgendwas von "naja, dann machen Sie mal weiter" oder so ähnlich, und weg waren sie. Vielleicht hatte das auch damit zu tun, daß wir alle Österreicher waren/sind.

Über einen meiner Freunde existiert eine Stasi-Akte, in der ein IM "Lokomotive" (sic!!!) einen irren Bericht schrieb, ohne irgendwie einzugreifen und ohne, daß mein Freund jemals Probleme an der Grenze gehabt hätte.

1971 stand ich auf der Warschauer Brücke und fotografierte den damals noch so herrlichen S-Bahn-Verkehr. Ein VoPo-Wartburg fuhr vorüber ohne mich zu beachten, nur zwei Fußgänger meinten mich ermahnen zu müssen. Das war's.

Mehr dazu: Burkhard Wollny "Die Akte Fotograf". Allerdings hate es der gute Mann etwas auf die Spitze getrieben.

Gruß aus Wien

"Ich verabscheue, was Sie sagen; ich werde Ihr Recht, es zu sagen, bis zum Tod verteidigen". (François Marie Arouet, genannt Voltaire)
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: DR01

Datum: 11.08.12 14:22

Jaja, Burkhard Wollny...

...war nicht einer der Unauffälligsten...ggg...Schon lange vor besagtem Buch beklagte er sich immer das er in der DDR verfolgt werde...besonders zwischen Saalfeld und Erzgebirge...

Bei einem Zwischenstop einer Zugverfolgung legte er eine seiner Kameras auf das Autodach...da lag sie auch noch als er in Windeseile wieder einstieg und losbrauste mit seinem 3er-BMW...die Kamera flog über den Kofferraum auf die Straße...ggg.....


Gruß...Wolfgang
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: supercargo

Datum: 11.08.12 14:35

Sobald ein Zug drauf war hatten wir fast nie Probleme. Ärger gab es nur mal als ein Bekannter eine Lok vorm Gerätewerk Schmiedeberg fotografierte. Es war ja ein offenes Geheimnis das dort Maschinen produziert wurden die blaue Bohnen pflanzten.

Befinden wir uns in einer Demokratie mit Meinungsfreihet oder herrschen noch Diktatur und Zensur?
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Schürzenwagen

Datum: 11.08.12 15:03

Nochmal hallo,

nun, mich hat mal ein Rotkäppchen (weibl) in Potsdam-Wildpark sehr unhöflich und richtig kräftig angeblöckt, weil ich die damalige Bahnhofsruine photographierte. Da blieb mir nichts anderes übrig, sie ebenfalls laut anzubrüllen, weil sie ihren Schreibtisch verlassen hat; zur Untermauerung habe ich ihr mit einer Aufsichtsbeschwerde gedroht. Es kam niemand von Horch & guck, der TraPo oder dergl.
Das war die einzige Sprache, die die Organe verstanden, auch jene am Zoll. Ob man eine Akte über mich führte, interessiert mich so wenig, wie wenn ein Fahrrad in Peking umfällt.

Schürzenwagen.

Lieber Pferde in der Lasagne, als Esel in der Regierung.
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: falk

Datum: 11.08.12 16:40

Keine Weichenstraßen, Oberleitungen bzw deren Masten oder gar Überlandleitungen, auch hier konnten die Organe recht ungemütlich werden .....

Kommt immer aufs Jahr an. Notiert habe ich nicht, in welchem Jahr klargestellt wurde, dass das Fotografieren von öffentlich zugänglichem Gelände zulässig ist, falls nicht konkrete und vor allem ausgeschilderte Verbote entgegenstehen. Die waren im Übrigen sehr selten. Es muss jedenfalls vor 1980 gewesen sein.
Sicher ist eins. In Spanien beispielsweise gibt es noch heute Sicherheitsnadeln, die es deutlich enger sehen.

Falk
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1973

geschrieben von: NAch

Datum: 11.08.12 16:56

> (...)
> Kommt immer aufs Jahr an. Notiert habe ich nicht,
> in welchem Jahr klargestellt wurde, dass das
> Fotografieren von öffentlich zugänglichem Gelände
> zulässig ist, falls nicht konkrete und vor allem
> ausgeschilderte Verbote entgegenstehen. Die waren(...)


war das, Verordnungsblatt des Ministeriums für das Verkehrswesen , Nr 23/73, wie unten geschrieben.

Vielleicht finde ich meine Kopie mal wieder, habe sie ja seit 25 Jahren nicht mehr gebraucht.


Mit Berliner Grüßen

Achim

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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Jörg Schwabel

Datum: 11.08.12 17:44

Schürzenwagen schrieb:
-------------------------------------------------------
...
> Ob man eine Akte
> über mich führte, interessiert mich so wenig, wie
> wenn ein Fahrrad in Peking umfällt.
>
> Schürzenwagen.

Wenn Du keine sonstigen Verbindungen in die vergangene DDR hast, würde ich an Deiner Stelle mal nachfragen, ob nicht so was existiert. Beim Lesen der Akte meines Freundes habe ich, wie er auch, kräftig gelacht.

Heute klingt es halt wie Live-Kabarett, wie es Dieter Hildebrandt oder Georg Schramm nicht besser erfinden könnten.

Gruß aus Wien

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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Michael Bahls

Datum: 11.08.12 19:08

Hallo,
Auf einem Flug in die USA 1975 saß ich mal neben einer jungen Dame, die mir erzählte daß ihr Freund für den Lok-Report schrieb. Und der hätte mal Ärger in der DDR bekommen, weil er zwar die Lok, nicht aber die Gleise unter der Lok hätte aufnehmen dürfen...

An mich hat sich 1979 in Ostberlin mal ein junger smarter Mann herangewanzt, der mich unbedingt zu einem Bw außerhalb Berlins locken wollte. Damit hätte ich mit meinem Ostberlinvisum die größtmöglichen Probleme bekommen, und er wäre wohl "eins rauf mit Mappe" gerutscht. Da ich das nicht wollte, weil die Schnellzugdampfer ohnehin alle nach Berlin einliefen und er mir nur "jede Menge" 52er versprechen konnte, verblieb er dann noch den ganzen Rest-Tag bei mir. Irgendwo habe ich ihn noch mit auf einem Foto, ich denke daß ich es mal veröffentliche. :-)

Gruß,
Michael





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:11:19:10:41.
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Nikonbesitzer

Datum: 12.08.12 10:59

Sehr interessant - also doch im Fazit grundsätzlich "ja" mit einigen Einschränkungen und etwas Diskussionsspielraum je nach Gesprächs"partner". Zumindest hat es ja, wenn man die DR-(N)Ostalgie-Bilder ansieht, im Großen und Ganzen bestens geklappt mit dne Bildern.

Nikon-Team Unterfranken
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Peter Achterberg

Datum: 12.08.12 18:48

Hallo,

sagen wir mal so: Wie Du kommst gegangen so wirst Du auch empfangen - war das Erste, was ich in der DDR lernte.
War man nett, höflich, hört zu und spielt nicht den "reichen gönnerhaften Onkel" oder gar den "Bessserwessi" war alles selten so heiß wie es gekocht wurde.

Natürlich musste man im Hinterkopf haben, dass man in einem Staat mit einem anderen System ist und dieses System - je nach politischer "Großwetterlage" auch mal den "netten Sozialismus" oder den "fiesen Polizeistaat" dem "Ausländer" gegenüber zeigen konnte. Nur war der Durchschnittsbürger nicht das System und der war überwiegend neugierig und interessiert, überaus höflich und hilfsbereit (leider Dinge, die in Gesamtdeutschland aus der Mode gekommen sind).

Ich denke als Wessi war man ein "bunter Vogel", OK, andersrum war für mich die DDR auch ziemlich exotisch.

Ich weiß bis heute nicht, ob irgendein Wichtigtuer eine Akte über mich angelegt hat. Der ganze Haufen Papier hat der Stasi auch nix gebracht weil sie einfach ihren eigenen Brecht nicht kapiert haben ("Wäre es da nicht einfacher, die Regierung löste das Volk auf und wählte ein Anderes?").

Peter
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR

geschrieben von: Horst

Datum: 12.08.12 19:22

Wird sowieso alles heute überbewertet: Soviel Trapo und VP gab es zahlenmäßig gar nicht, die konnten gar nicht überall sein, schon gar nicht an den freien Strecken.

Durch einige Berichte entsteht da immer der Eindruck, als hätte auf jedem Bahnsteig und an jeder Hausecke einer gelauert, wenn wirklich mal einer aufgelaufen ist, war das eher ein Einzelschicksal.

Der Herr Wollny mit seinem Buch ist da ein sehr gut provoziertes Beispiel...



Gruß
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR - Link zur Verfügung

geschrieben von: Mikado-Freund

Datum: 12.08.12 20:54

Dank der Hilfe des Moderatorenteams konnte mein Scan der Verfügung 23/73 in meinem Posting [www.drehscheibe-foren.de] vom 3. Februar 2008 wieder sichtbar gemacht werden.

Ich setze hier einfach mal einen Hotlink auf den Scan:

http://www.drehscheibe-foren.de/foren/mods/mod_attachments_fs/attachments/10202_Fotogenehmigung_Teil_I.jpg
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/mods/mod_attachments_fs/attachments/10203_Fotogenehmigung_Teil_II.jpg
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/mods/mod_attachments_fs/attachments/10204_Fotogenehmigung_Teil_III.jpg

mit freundlichem Gruß
 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64421
Walter

Im Forum aktiv mitwirken — aber wie geht das?
(Versuch einer Anleitung von Forennutzern für Forennutzer)
Jetzt in neuem Layout und mit kleinen Erweiterungen
http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=64423 http://foto.arcor-online.net/palb/alben/43/1983143/3334313362333664.jpg http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=30348 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=30348 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=30348 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=30348 http://www.drehscheibe-foren.de/foren/file.php?99,file=30348
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Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR - Link zur Verfügung

geschrieben von: gerdboehmer

Datum: 13.08.12 11:20

Hallo,

Vielen Dank für das Altpapier. Zu DDR-Zeiten habe ich es nie geschafft, dieses Dokument zu Gesicht zu bekommen.

MfG Gerd Böhmer,
Von der Dampflok zu ICE, TGV & Co
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Trapo und andere Organe {was Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR}

geschrieben von: 01 1066

Datum: 13.08.12 13:50

Zitat:
Horst schrieb:
-------------------------------------------------------

Wird sowieso alles heute überbewertet: Soviel Trapo und VP gab es zahlenmäßig gar nicht, die konnten gar nicht überall sein, schon gar nicht an den freien Strecken.


Moin Horst,

das sicherlich nicht - aber ein unangenehm-mulmiges Gefühl hatte man doch. Es ging ja gar nicht um Trapo und VP, sondern um diejenigen, die dann die "Organe" herbeiholten - und das konnten durchaus "normale" Mitbürger sein. Und als Westdeutscher kam man ja nicht so schnell weg - war man mit dem Zug unterwegs, blieb genug Zeit für die Polizei, um heranzukommen; ein Auto mit westdeutschen Kennzeichen konnte auch an der Grenze noch abgefangen werden (Telefon und Funk gab es in der DDR ja auch schon... :-)). Und wer direkt vor einem Trapo oder VoPo seine Kamera auspackte, ohne sich zu vergewissern, ob er auch durfte, war eigentlich selbst schuld...


Zitat:
Durch einige Berichte entsteht da immer der Eindruck, als hätte auf jedem Bahnsteig und an jeder Hausecke einer gelauert, wenn wirklich mal einer aufgelaufen ist, war das eher ein Einzelschicksal.


Wahrscheinlich war das aber ein "gewollter" Effekt - und die Behandlung seitens der Organe war durchaus unterschiedlich. Das wurde dann zu Hause kolportiert. Ich bin auch wegen solcher Erzählungen später nie mehr in die DDR gefahren. Heute ärgere ich mich darüber ein bißchen...

Schönen Tag noch, Euer 01 1066

http://www.abload.de/img/19710501009mnster00901poke.jpg


Im Forum aktiv mitwirken: Tipps und Tricks von Rolf_311 (†), Mikado-Freund und sc
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Re: Trapo und andere Organe {was Re: (Eisenbahn-) Fotorecht in der DDR}

geschrieben von: falk

Datum: 13.08.12 14:48

vor einem Trapo oder VoPo

Keine Ahnung, wo diese Ausdrücke herstammen. Gebraucht wurden sie so nicht. Trapo war die Einrichtung, nicht der einzelne Sheriff. Vopo oder gar VoPo klingt gleich vollkommen bescheuert. Bist Du schonmal von zwei KriPos festgenommen worden?

@Mikadofreund, die von Dir verlinkte Anweisung ist die, mit der man Fotoverbote fallweise begründete. Liest man den Text genau, dann lässt sich daraus konstruieren, das es reicht, wenn sich das Motiv auf nicht öffentlich zugänglichem Gelände befindet. Das dürfte bei Eisenbahnfahrzeugen praktisch immer der Fall sein. Im Kursbuch stand dazu, dass das Fotografieren und Filmen auf dem Gelände der Deutschen Reichsbahn generell genehmigungspflichtig sei. Die Klarstellung, dass es von öffentlich zugänglichem Gelände genehmigungsfrei möglich ist, kam später, möglicherweise 1979.

Falk



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:08:13:14:55:10.
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