Hallo allerseits,
ein benachbartes Ehepaar machte im Jahre 1951 mit fast vierjähriger Verspätung seine Hochzeitsreise mit der Eisenbahn durch Nordwestdeutschland. Dabei entstanden auch einige Bilder mit Eisenbahnbezug, die ich hier zeigen möchte – zur Auflockerung habe ich mir aber auch erlaubt, einige „Nichteisenbahnbilder“ mit einzufügen. Auf vielen Bildern ist zu sehen, daß noch viel zu tun ist, bis alle Kriegsschäden beseitigt sein werden.
Die genau benützten Züge sind leider in Vergessenheit geraten – einiges habe ich anhand meines Taschenfahrplanes der ED Hamburg (Sommer 1951) rekonstruiert.
Bild 1 Die gezeichnete Reiseroute:
Bild 2 Die Reise begann am 1. September um 14:52 Uhr in Kiel:
Bild 3 Dabei wurde bis Hamburg mit dem E 522 gefahren:
Bild 4 Am nächsten Tag wurde die Reise mit D 74 (Hamburg-Basel) bis Frankfurt fortgesetzt, hier ein Fensterblick in Kassel Hbf:
Bild 5 Frankfurt Hbf, eine 74 (?) rangiert
Bild 6 OT: Justitia hat den Krieg fast unbeschädigt überstanden, vom Römer stehen nur noch die Außenmauern:
Bild 7 OT: Der Zinßerturm, das erste neue Hochhaus nach dem Kriege (Sitz der Rhein-Main Bank, abgebrochen 1996) weckte das Jnteresse der Hochzeitsreisenden:
Bild 8 OT: Omnibus am Hexenturm in Bad Homburg:
Bild 9 Nach einigen Tagen dann Weiterfahrt nach Rüdesheim, hier noch einmal im Frankfurter Hbf:
dazu 2 Fragen: Die Abfahrt erfolgte nach 8:40 Uhr. Mit welchem Zug? Über den Gleisen sind runde Signalschirme zu erkennen. Was bedeuten sie?
Bild 10 Der Bhf. Rüdesheim ist erreicht:
Bild 11 Einfahrsignal A des Bhf. Rüdesheim, davor ein Vorsignal ohne Zusatzflügel, die Vorsignaltafel weist merkwürdigerweise auf einen solchen hin (dreieckige Tafel mit Punkt). Links am Gegengleis steht außerdem ein Ts-Signal:
Bild 12 Rechts das Bahnhofsgebäude von Rüdesheim, links das Rheinhallen-Resaturant sowie ein Wasserturm, darüber das Niederwald-Denkmal:
Bild 13 OT: Nun ging die Reise mit dem Schiff „Rheinland“ weiter – hier der Mäuseturm bei Bingen, von dem damals noch Signale für die Schiffahrt gegeben wurden:
Bild 14 OT: Ein Dampfschlepper aus Rotterdam in voller Aktion:
Bild 15 OT: Ein Bild der Loreley darf natürlich nicht fehlen, noch gibt es nur einen Eisenbahntunnel:
Bild 16 OT: Begegnung mit Dampfer „Rheingold“. 1902 in Dienst gestellt, wurde sie 1945 versenkt und erst 1950 wieder gehoben. Nun strahlt sie wieder im neuen Glanze, aber schon 1967 wurde sie dann verschrottet:
Bild 17 & 18 Vor Koblenz wird die Horchheimer Eisenbahnbrücke unterfahren, eine Notbrücke aus dem Jahre 1947:
Bild 19 Jn Koblenz wurde von Bord gegangen und dann die Festung Ehrenbreitstein besucht. Hier unterhalb der Festung ein Straßenbahntriebwagen (Nr. 27) der KEVAG:
Bild 20 Noch ein kurzer Blick auf den Koblenzer Bahnhofsvorplatz:
Bild 21 Dann ging es zunächst weiter bis zum Umsteigebahnhof Wengerohr:
Bild 22 & 23 Und von dort für einige Tage nach Siebenborn, ein winziger Ort an der Mosel:
Bild 24 & 25 86 468 mit einem Personenzug bei und in Siebenborn:
Bild 26 Nach einigen Tagen reiste das Paar dann weiter nach Leverkusen-Küppersteg. Dieses Bild entstand irgendwo am Rhein – Waggonexperten erkennen sicherlich sofort, aus welchem damals besonderen Wagen das Bild entstand:
Bild 27 & 28 Jn Remagen und in Bonn sprang der Ehemann kurz auf den Bahnsteig, um die besonderen Wagen im Bilde festzuhalten:
Bild 29 Jn Bonn noch schnell ein Photo aus dem Fenster, zwei Triebwagen der KBE und das Cafe Kranzler sind zu erkennen:
Bild 30 & 31 Nun ist Köln Hbf erreicht, zwei Bahnsteigphotos in beide Richtungen – schon damals standen am Bahnsteigende Eisenbahnfreunde:
dazu eine Frage: Der Doppeldeckzug erreichte Köln Hbf gegen 12:40 Uhr. Welche Zugnummer hatte er?
Bild 32 Bahnhofsvorplatz Köln Hbf:
Bild 33 & 34 OT: Bei Leverkusen-Küppersteg wurde sogar eine Autobahn photographiert sowie ein Kiesbagger:
Bild 35 Die Rückreise von Köln nach Kiel erfolgte dann nachts mit D 99 (ab Neumünster D 199), Kiel wurde dann am 16. September 1951 um 8:56 Uhr erreicht:
Jch hoffe, daß es Euch gefallen hat und verbleibe mit einem Gruß aus Preetz
Alberto