...Schicksal Collonil? Was für'n Krokodil?
Nein!
Spaß Beiseite!
Collonil war die Konkurrenz von "Ich hab's: Urbin, der gute Schuhputz!"
Collonil produzierte seit 1909 nach verschiedenen anderen Standorten ab 1921 in Mühlenbeck bei Berlin und hat seit den Verstaatlichungen in der DDR bis heute seinen Firmensitz in Berlin-Wittenau. In Mühlenbeck war die Firma südöstlich des Ortsteiles Gut Woltersdorf gleich neben den Gleisen der Niederbarnimer Eisenbahn ansässig und hatte dazu ein Anschlussgleis für die Rohprodukte. Unmittelbar südlich des Firmengeländes baute man ab 1951 den Berliner Außenring (BAR).
Schicksal? Im 111. Jahr der Niederbarnimer Eisenbahn kamen nun die Abrissbagger und machten alles platt, was im 10. Jahr der NEB, 1921, errichtet wurde.
So manches maschinentechnisches Schmankerl kam da zum Vorschein, wie z.B. Umlenkungen von Transmissionen.
Aber leider: Die Schrotter hatten alles in Klump geworfen, so dass wohl nur noch Schmelze 7 dafür übrig bleibt.
Zwei Bilder aus alten Zeiten:
1. Der Kesselwagen ist von "Maschinenbau u. Bahnbedarf AG, Berlin SW 61, Tempelhofer Ufer 23-24".
2. Blick in den Hof der Firma mit Auslieferungswagen für die Endprodukte (Schuhputz).
Und schließlich zwei Fotos vom Abriss aus diesen Tagen (Fotos vom 17.05.2012).
Inzwischen (Stand 03.06.2012) ist fast alles weg und schon die Tiefenenttrümmerung zugange.
Somit ist wieder etwas von der Historie rund um die NEB eben Historie geworden.
Grüße
VB995