Hallo HiFo-Freunde,
Wie bereits im letzten Beitrag angedroht werde ich heute mal wieder „fremdgehen“ und ausschließlich dampffreie Bilder zeigen. Der 31. Mai 1988 war ein Dienstag und anscheinend hatte ich Urlaub, denn für einen Besuch in der alten Heimat machte ich einen enormen Umweg über die Oberpfalz, um einige Nebenstrecken „abzugrasen“.
Mein erstes Ziel war Bodenwöhr Nord. Wann ich dort angekommen bin, weiß ich nicht mehr, weil ich seltsamerweise mit dem Notieren von Uhrzeiten oft recht sparsam war. Zum Glück gibt es zumindest auf größeren Bahnhöfen Uhren, die, wenn man Glück hat, auf irgendeinem der geschossenen Fotos die Zeit verraten. Deshalb kann ich auch auf dem ersten Bild erkennen, daß es ziemlich genau 9 Uhr gewesen sein muß, als die 211 045 des Bw Hof mit einem Güterzug aus Schwandorf ankam.
Bild 1
Ihre nächste Aufgabe waren Rangierarbeiten.
Bild 2
Das Ergebnis war schließlich die stattliche Übergabe, mit der sie in Richtung Nittenau aufbrechen wollte.
Bild 3
Ich kann nicht mehr sagen, warum ich unterwegs nicht mehr Bilder gemacht habe. Ich habe den Verdacht, daß ich mich irgendwie verfranzt habe und erst später wieder an die Strecke kam. Jedenfalls entstanden die nächsten Aufnahmen bei Sulzmühle – St.Hubertus, wo interessanterweise die Strecke in einem Bogen um ein einzelnes Gehöft führt, obwohl sie vorher und hinterher schnurgerade verläuft. Gab es den Hof tatsächlich vorher schon und die Bahnbauer waren gezwungen, selbigem auszuweichen? Auf Bild 4 hat die Übergabe gerade das Anwesen umrundet.
Bild 4
Schaut man genau hin, fällt auf, daß bereits Wagen fehlen, die anscheinend in Bruck irgendwo zugestellt wurden.
Bild 5
Die Belichtungszeit war für das nächste Bild wohl etwas zu lang gewählt. Zum Glück ist durch das Mitziehen wenigstens die Lok scharf geworden.
Bild 6
Ja, und da wären wir auch schon bei der Einfahrt in den Endbahnhof Nittenau.
Bild 7
Länger hätte der Zug gar nicht sein dürfen. Er paßte gerade so in das Umfahrgleis.
Bild 8
Die V100 wurde schon abgehängt. Meine Hoffnung auf rege Rangiertätigkeit wurde aber nicht erfüllt. Bis ich zum Bahnhof kam, hatte sich das Zugpersonal bereits verflüchtigt, um irgendwo Mittagspause zu machen.
Bild 9
Der erste Wagen gehörte nicht nur den Tschechischen Staatsbahnen, an dem Zollgut-Wagenzettel ist erkennbar, daß wohl auch seine Ladung über Furth im Wald aus der Tschechoslowakei gekommen ist.
Bild 10
Da sich absolut nichts mehr tat in Nittenau, beschloß ich, Stellungswechsel zu machen und fuhr nach Cham. Dort erwischte ich als erstes die 218 005, die mit einem Dg um 11.56 Uhr (sieh da, ich hab sogar die Zeit notiert!) aus Richtung Furth im Wald kam, der eine interessante Zusammenstellung aufwies.
Bild 11
Das „Bw“ Cham hatte schon bessere Zeiten gesehen, aber eine gewisse Romantik konnte man ihm nicht absprechen. 332 212 döste in der Mittagssonne vor sich hin. Was es mit den unterschiedlich gefärbten Turmspitzen der Klosterkirche Maria Hilf auf sich hat, meine ich schon mal irgendwo gelesen zu haben, kann es aber momentan, auch im Internet nicht finden.
Bild 12
Hinter meinem Rücken rangierte derweil 211 068 von Bw Hof.
Bild 13
Nachdem ich sie verarztet hatte, widmete ich mich noch einmal dem faszinierenden Bw. In dem gigantischen Lokschuppen standen nämlich auch noch der 998 304 und der 998 748.
Bild 14
Je öfter ich das folgende Bild ansehe, desto mehr fasziniert mich das Haus am rechten Bildrand. Schade, daß es nicht ganz zu sehen ist. Aber das Hauptmotiv ist wenigstens mal ein Lokschuppen, der den Namen auch wirklich verdient.
Bild 8
So, mehr Bildbearbeitungen habe ich leider nicht geschafft, aber wenn keine Einwände kommen, erzähle ich euch das nächste Mal, wo ich mich an diesem Tag sonst noch herumgetrieben habe.
Ich wünsche euch allen einen schönen Sonntag. Bis bald,
dampfgerd