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Industriebahn Feuerbach

geschrieben von: unp200

Datum: 19.05.12 15:27

Kann jemand hier erklären warum für den Ausbau Borsigstrasse in Feuerbach die Fahrbahn abgesenkt werden muss ? Bislang kommen Autos und LKWs dort glänzend durch.

[content.stuttgarter-zeitung.de]

Falls gleich das Gemeckere losgeht: die fragliche Brücke befindet sich gerade noch innerhalb der S21-Projektgrenze.
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Re: Industriebahn Feuerbach

geschrieben von: rad3m

Datum: 19.05.12 17:39

Bei der Brücke über die Borsigstraße beginnt der Abstieg in den Tunnel von Feuerbach zum S21- Tiefbahnhof. Ich habe leider noch keinen Längsschnitt gesehen, auch keine Höhenangaben der Gleise alt und neu, sondern konnte nur auf die im Planfeststellungsbeschluss- Text enthaltenen Bauwerke zurückgreifen. Das reichte aber um die Skizze auf der folgenden Seite zu erstellen:

[www.rad-gleis.de] Übersichtskarte zu PFA 1.5

Das Trogbauwerk (links oben) ist nur etwa 200m lang, etwa wie die S- Bahn- Rampe bei Mittnachtstraße. Weil die ICEs in Feuerbach wohl doch etwas schneller fahren, als eine S- Bahn bei einer Station, hat man sicher eine etwas kleinere Steigung vorgesehen. Das bedeutet, am Ende des betonierten Trogs ist noch nicht die heutige Höhe erreicht. Vielleicht fehlt auch bei der Borsigstraße noch ein Meter. Und weil die Brücke sowieso neu gebaut werden muss, kann man sie auch etwas absenken. Ich meine gelesen zu haben, dass ein Neubau wegen zwei (?) zusätzlicher Gleise erforderlich ist, weil die Weichen der Abzweigung zum Pragtunnel auf oder westlich der Brücke liegen. Das ist aber schon über ein Jahr her, dass ich mich damit beschäftigt habe. Da verschwinden die Details schon wieder, weil mich anderes mehr interessiert.
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Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: octo

Datum: 19.05.12 17:55

Da wird davon gelabert man wolle Verkehr auf die Schiene verlagern, und dann reisst man die Infrakstruktur genau dafür ab & scheut auch keine Kosten (die Stadt blechte dafür 1,5 Millionen Euro Entschädigung) und Mühen dafür das irgendwie hinzukriegen.

Da haben Strassenverkehrslobbyisten und S21-Strategen (ob diese Gruppen wohl deckungsgleich sind?) ganze Arbeit geleistet. Können die sich selbst für auf die Schulter klopfen!

So und jetzt warte ich auf guber der erklären wird daß es das ganze auch ohne S21 gegeben hätte & auf Flirti dem auch nichts zu billig ist das irgendwie schönzureden ;)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:19:17:57:14.
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Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: Flirti

Datum: 19.05.12 18:12

Kommt drauf an wie spitz die in der Firma rechnen.Dazu kommt ist es jetzt überhaupt noch rentabel,dort eine Lok und zwei Kesselwagen täglich langzufahren.Naiv gerechnet,ohne zu wissen um was für Kesselwagen es sich handelt,sind das zwischen 4 und 6 Lkw,die als Ersatz herhalten,bei Einsparung eines Lokführers.Sozusagen schafft dieser Rückbau 4-6 Arbeitsplätze,und die unter chronischen Lokführermangel leidenden EVUs bekommen einen Lokführer,der dann anderweitig eingesetzt werden kann.Positive Effekte im kleinem Rahmen.Nicht eingerechnet sind die Sicherung der Arbeitsplätze,der am Rückbau beteiligten Firmen.
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Ist das herrlich!

geschrieben von: octo

Datum: 19.05.12 18:38

Du reagierst ja echt wie bestellt. Daß Du dir dabei garnicht etwas arg doof vorkommst...

Deine Argumentation: Abschaffung des Schienenverkehrs schafft Arbeitsplätze ist natürlich ein gutes Argument für die Stillegung von Gleisanlagen & in deiner Kostenrechnug solltest Du aber besser auch nicht die 1,5 Mio Euro vergessenn die die Öffentlichkeit dafür zu zahlen hat. Aber der Zweck heiligt da wohl wiedermal die Mittel, war ja am 30.09. (daß war der Tag der illegalen Abholzaktion) ja auch nicht anders. Danke daß Du damit mein Bild von Dir wieder einmal bestätigt hast :D

octo schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...
> So und jetzt warte ich auf guber der erklären wird
> daß es das ganze auch ohne S21 gegeben hätte & auf
> Flirti dem auch nichts zu billig ist das irgendwie
> schönzureden ;)



Flirti schrieb:
-------------------------------------------------------
> Kommt drauf an wie spitz die in der Firma
> rechnen.Dazu kommt ist es jetzt überhaupt noch
> rentabel,dort eine Lok und zwei Kesselwagen
> täglich langzufahren.Naiv gerechnet,ohne zu wissen
> um was für Kesselwagen es sich handelt,sind das
> zwischen 4 und 6 Lkw,die als Ersatz herhalten,bei
> Einsparung eines Lokführers.Sozusagen schafft
> dieser Rückbau 4-6 Arbeitsplätze,und die unter
> chronischen Lokführermangel leidenden EVUs
> bekommen einen Lokführer,der dann anderweitig
> eingesetzt werden kann.Positive Effekte im kleinem
> Rahmen.Nicht eingerechnet sind die Sicherung der
> Arbeitsplätze,der am Rückbau beteiligten Firmen.

Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: Wolf le Breton

Datum: 19.05.12 18:57

Flirti schrieb:
-------------------------------------------------------
> Dazu kommt ist es jetzt überhaupt noch
> rentabel,dort eine Lok und zwei Kesselwagen
> täglich langzufahren.Naiv gerechnet,ohne zu wissen
> um was für Kesselwagen es sich handelt,sind das
> zwischen 4 und 6 Lkw,die als Ersatz herhalten

Wenn ich laut deiner Vorgabe richtig gerechnet habe fahren dann 600 LKW pro Jahr mehr - in Summe also ca. 50.000 Lkw im Jahr durch die Gegend. Klar dass man dann (noch) mehr Spuren auf den Strassen anbieten muss.

Zitat:

"die Zeiten, als die Firmen an der Borsigstraße noch reihenweise Nutzer der Gleise waren, sind längst vorbei. Früher wurden 16 000 Waggons pro Jahr befördert, heute liegt die Leistung noch gerade mal bei 200 Wagen im Jahr."

Und hier beisst sich die Ratte in den Schwanz.

Aber auf die Idee, den "Anrainern" den Rück-Umstieg auf die Bahn schmackhaft zu machen (auf die eine oder andere Weise: Bahn billiger oder LKW teurer) ist man wohl nicht gekommen oder hat sich nicht zu wollen getraut! Im Gegenteil man zahlt noch zur Ermunterung der Diesel-Mafia.
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Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: Flirti

Datum: 19.05.12 19:56

tja ich geh mit offenen Augen durch die Welt,und hab keine Scheuklappen auf,ich errinnere nur daran an die vielen Gewerbegebiete und ihre Anschlüsse,da wurden hunderte Millionen verpulvert,nur angesiedelt hat sich da keiner.Kann man sicher auch hier machen mal eben ein paar Millionen reinbuttern und mal schauen was passiert.
Tja und wo ist denn der grandiose Retter der Stuttgarter Kopfebene die SNAG?Desinterresse oder unterfinanziert?Oder doch nur eine Luftnummer?Man tönte doch man wolle Schienenverkehr im grossen Stil anbieten?Wohl eher im Grossen Stil abzocken.
Na komm octo wieviel soll in den Anschluss investiert werden eine Million,10 Millionen oder 100 Millionen,komm,Geld spielt doch keine Rolle,du als Rächer der Steuergeldverschwender.
Zeig Verantwortung.Und zeig auf,welche Internationalen Grosskonzerne sich dort ansiedeln wollen,die dann auch Umweltfreundlich per Bahn sich liefern lassen wollen,bzw.ausliefern.
Man wäre das Geschrei gross gewesen wenn die Firma ihren Sitz verlegt hätte,möchte da nicht wissen wieviel octo,dann bereit gewesen wäre,fürs dableiben zu zahlen.
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Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: Günter_Hoppe

Datum: 19.05.12 21:05

@ Flirti: Si tacuisses, ... !
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Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: ec paganini

Datum: 19.05.12 21:26

Hallo Ihr zwei Kontrahenten, Ihr liegt beide etwas daneben.

@ Flirti:
Die Stadt Stuttgart hat der Firma K+E Druckfarben, die mit den Kesselwagen über die Industriebahn versorgt wurde, einen sechsstelligen Betrag zum Bau eines Lagers gezahlt.
Die Firma wollte nicht auf LKW- Bedienung umstellen, weil die Kesselwagen prima als Lager dienten, welches dort am Unternehmensstandort nicht vorhanden war.
Da die LKW schnell entladen werden/ Lagerkapazitäten geschaffen werden müssen, hielt die Firma selbst am Bahnanschluß fest.


@ octo:
Da wurden keine Millionen an die Dieselmafia gezahlt und man muß sich schon fragen, ob eine Bedienung eines Betriebes an einigen Tagen mit 1-2 Wagen, einem großen Zeit- und Personalaufwand (2 Leute, dazu noch die vorhergehende Kontrollfahrt zur Falschparkerermittlung) überhaupt wirtschaftlich darstellbar ist. Gut, die Firma hätte dies so weiter machen können/ wollen.

Der eigentliche Grund, daß die Industriebahn aus der Borsigstraße verschwinden soll, ist die Umgestaltung des Wohnquartiers Feuerbach selbst. Die stark befahrene B295 verläuft in stadteinwärtiger Richtung immer noch mitten durch Wohnbebauung (Bludenzer Straße, Tunnelstraße) und wirkt sich dort sehr negativ auf die Bewohner aus.
Daher will die Stadt Stuttgart die B 295 verlegen, der stadteinwärtige Verkehr soll über die Siemensstraße (also in Gegenrichtung zu heute), der stadtauswärts fließende Verkehr durch die Borsigstraße geführt werden.
Damit wären die Anwohner der o.g. Linienführung erheblich entlastet vom Durchgangsverkehr. Man rechnet mit 8900 Autos im Gegensatz zu 20'000 heute.
In der Bosrigstraße ist aber bei dem gewollten Ausbauszenario die Industriebahn im Weg.

Ich denke, vor diesem Hintergrund, daß die Bewohner der Straßen an der heutigen B 295 vom Verkehr entlastet werden, läßt die Einstellung der Industriebahn verschmerzen. Auch wenn dies als politisches Signal einen Anachronismus darstellt.

Schönen Abend, Torsten
Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: unp200

Datum: 19.05.12 23:16

Danke für die detaillierten Beiträge. Kurz zusammengefasst:

Stand heute: B295 stadteinwärts durch Feuerbach. B295 stadtauswärts über Siemensstrasse und Bahnunteführung Borsigstrasse.

* Stadt Stuttgart will B295 umlegen um Feuerbach zu entlasten >>> sinnvoll
* Dafür muss die Borsigstrasse ausgebaut werden (zwei Spuren stadtauswärts)
* Durch Bahnunterführung Borsigstrasse müssen vier Spuren passen da stadteinwärts von Borsig- auf Siemenstrasse geleitet wird
* Also muss die Bahnunterführung Borsigstrasse von heute (drei Fahrbahnen) auf vier Fahrbahnen erweitert werden.

Soweit so gut. Aber weswegen genau muß die Fahrbahn abgesenkt werden ???? Heute müssten 4,65 m lichte Höhe gegeben sein wegen des Eisenbahnverkehrs unter der Brücke. Das sollte doch auch in Zukunft reichen, oder ? Die einfachste Lösung wäre dann das Industriegleis in die nördlichste Fahrspur stadtauswärts zu integrieren. Nicht schön, aber würde funktionieren. Und sobald K&E die Wagen nicht mehr brauchte hätte man da Gleis herausgenommen.

Nun kommt aber S21 ins Spiel: die Eisenbahnbrücke muss tiefergelegt werden weil hier die Rampe für den Tiefbahnhof beginnt. Jetzt sind die 4.65m halt nicht mehr gegeben. Also hat man vielleicht nur noch die 4m welche für LKWs gebraucht werden.

Daher folgende Kette: S21 reduziert die verfügbare Durchfahrtshöhe an der Borsigstrasse. Die Stadt Stuttgart müsste um die Industriebahn zu erhalten die Fahrbahn tiefer legen. Ist aber zu teuer also wird die Industriebahn stillgelegt.

Folgerung: die Industriebahn Feuerbach fällt also S21 zum Opfer (kein Riesenproblem). Die Stadt Stuttgart zahlt wegen S21 1.5 Millionen um die Industriebahn stillzulegen.

Der Skandal: wieder mal werden von S21 verursachte Kosten nicht vom Projekt S21 bezahlt sondern woanders versteckt.


Bitte um Kommentare falls mit dieser Argumentationskette was nicht stimmt.



2-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:19:23:18:30.
Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: Flirti

Datum: 20.05.12 00:45

Ich hab mir das mal per Google angesehen,wo haben die denn die Kesselwagen abgeparkt,in der Sieglestr.?Sitz der Firma ist doch die Sieglestr.25,zugehörig zur Flintgroup?

Und dann isses zwar die Steiermärker str.,aber ich will ja nich kleinlich sein,die geht dann über in die Borsigstr.
Zeitungen und ihr Infogehalt.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:20:00:50:16.
Optionen:

Güterverkehr gehört auf die Straße!

geschrieben von: octo

Datum: 20.05.12 03:31

Wenn es nach Flirti geht zumindest.

Flirti schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...
> an die vielen Gewerbegebiete und ihre
> Anschlüsse,da wurden hunderte Millionen
> verpulvert,nur angesiedelt hat sich da keiner.Kann
> man sicher auch hier machen mal eben ein paar
> Millionen reinbuttern und mal schauen was
> passiert.
> ...

Aktuell hat die Stadt Stuttgart 1,5 Millionen "reingebuttert" damit Güterverkehrskunden zu den LKW-Spediteuren abwandern. Es hätte hier keiner Investitionen bedurft um Güterverkehr auf der Schiene stattfinden zu lassen - es bedurfte einer gewissen Menge an öffentlichem Geld diesen loszuwerden. Dein Beitrag geht also meilenweit am Thema vorbei.

Du argumentierst hier ernsthaft damit daß der höhere Personalaufwand bei den Lastkraft-Spediteuren gut sei & deswegen die Stillegung von Eisenbahnalagen positiv zu bewerten. Merkst Du eigentlich noch irgendwas?

@guber: wie ist denn deine Sicht der Dinge? Die Meinung vom jemandem der - wenn es der guten Sache dient - auch einmal eine Doppeltraktion als zwei Zugbegegnungen zählt interessiert mich gerade in diesem Kontext ungemein.

Flirti schrieb:
-------------------------------------------------------
> tja ich geh mit offenen Augen durch die Welt,und
> hab keine Scheuklappen auf,ich errinnere nur daran
> an die vielen Gewerbegebiete und ihre
> Anschlüsse,da wurden hunderte Millionen
> verpulvert,nur angesiedelt hat sich da keiner.Kann
> man sicher auch hier machen mal eben ein paar
> Millionen reinbuttern und mal schauen was
> passiert.
> Tja und wo ist denn der grandiose Retter der
> Stuttgarter Kopfebene die SNAG?Desinterresse oder
> unterfinanziert?Oder doch nur eine Luftnummer?Man
> tönte doch man wolle Schienenverkehr im grossen
> Stil anbieten?Wohl eher im Grossen Stil abzocken.
> Na komm octo wieviel soll in den Anschluss
> investiert werden eine Million,10 Millionen oder
> 100 Millionen,komm,Geld spielt doch keine Rolle,du
> als Rächer der Steuergeldverschwender.
> Zeig Verantwortung.Und zeig auf,welche
> Internationalen Grosskonzerne sich dort ansiedeln
> wollen,die dann auch Umweltfreundlich per Bahn
> sich liefern lassen wollen,bzw.ausliefern.
> Man wäre das Geschrei gross gewesen wenn die Firma
> ihren Sitz verlegt hätte,möchte da nicht wissen
> wieviel octo,dann bereit gewesen wäre,fürs
> dableiben zu zahlen

Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: octo

Datum: 20.05.12 03:34

> @ octo:
> Da wurden keine Millionen an die Dieselmafia
> gezahlt und man muß sich schon fragen, ob eine
> Bedienung eines Betriebes an einigen Tagen mit 1-2
> Wagen, einem großen Zeit- und Personalaufwand (2
> Leute, dazu noch die vorhergehende Kontrollfahrt
> zur Falschparkerermittlung) überhaupt
> wirtschaftlich darstellbar ist. Gut, die Firma
> hätte dies so weiter machen können/ wollen.

Niemand käme auf die Idee eine Straße abzubauen nur weil der Verkehr zu einem gegebenen Zeitpunkt eingebrochen ist; damit was man in Feuerbach getan hat verbaut man sich Chancen für die Zukunft. Ich bin der Meinung diese Aktion der Stadt war zu 100% destruktiv - man hätte darüber froh sein sollen daß die Gleisanlagen befahren werden & damit für die Zukunft erhalten bleiben.

Grüße, octo.

ec paganini schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo Ihr zwei Kontrahenten, Ihr liegt beide etwas
> daneben.
>
> @ Flirti:
> Die Stadt Stuttgart hat der Firma K+E Druckfarben,
> die mit den Kesselwagen über die Industriebahn
> versorgt wurde, einen sechsstelligen Betrag zum
> Bau eines Lagers gezahlt.
> Die Firma wollte nicht auf LKW- Bedienung
> umstellen, weil die Kesselwagen prima als Lager
> dienten, welches dort am Unternehmensstandort
> nicht vorhanden war.
> Da die LKW schnell entladen werden/
> Lagerkapazitäten geschaffen werden müssen, hielt
> die Firma selbst am Bahnanschluß fest.
>
>
> @ octo:
> Da wurden keine Millionen an die Dieselmafia
> gezahlt und man muß sich schon fragen, ob eine
> Bedienung eines Betriebes an einigen Tagen mit 1-2
> Wagen, einem großen Zeit- und Personalaufwand (2
> Leute, dazu noch die vorhergehende Kontrollfahrt
> zur Falschparkerermittlung) überhaupt
> wirtschaftlich darstellbar ist. Gut, die Firma
> hätte dies so weiter machen können/ wollen.
>
> Der eigentliche Grund, daß die Industriebahn aus
> der Borsigstraße verschwinden soll, ist die
> Umgestaltung des Wohnquartiers Feuerbach selbst.
> Die stark befahrene B295 verläuft in
> stadteinwärtiger Richtung immer noch mitten durch
> Wohnbebauung (Bludenzer Straße, Tunnelstraße) und
> wirkt sich dort sehr negativ auf die Bewohner
> aus.
> Daher will die Stadt Stuttgart die B 295 verlegen,
> der stadteinwärtige Verkehr soll über die
> Siemensstraße (also in Gegenrichtung zu heute),
> der stadtauswärts fließende Verkehr durch die
> Borsigstraße geführt werden.
> Damit wären die Anwohner der o.g. Linienführung
> erheblich entlastet vom Durchgangsverkehr. Man
> rechnet mit 8900 Autos im Gegensatz zu 20'000
> heute.
> In der Bosrigstraße ist aber bei dem gewollten
> Ausbauszenario die Industriebahn im Weg.
>
> Ich denke, vor diesem Hintergrund, daß die
> Bewohner der Straßen an der heutigen B 295 vom
> Verkehr entlastet werden, läßt die Einstellung der
> Industriebahn verschmerzen. Auch wenn dies als
> politisches Signal einen Anachronismus darstellt.
>
>
> Schönen Abend, Torsten

Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: ExMitleser

Datum: 20.05.12 10:34

octo schrieb:

> So und jetzt warte ich auf guber der erklären wird
> daß es das ganze auch ohne S21 gegeben hätte & auf
> Flirti dem auch nichts zu billig ist das irgendwie
> schönzureden ;)

Nichts leichter als das: Ein Kollege von mir, der früher in der Verkehrsplanungs-Abteilung der Stadt Stuttgart gearbeitet hat, hat uns schon vor längerer Zeit einmal Unterlagen aus dem Jahr 2004 gezeigt, nach denen die Stilllegung der Industriebahn beschlossene Sache war. Begründung: Eine Beibehaltung und Anpassung beim Straßenausbau würde deutlich mehr als kosten als der von dir erwähnte Zuschuss. Diese Planung ist demzufolge schon Jahre alt und hat nichts mit S21 zu tun.

So, Erklärung geliefert, jetzt darf octo weiter Stammtischbrabbeln ;-)
Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: unp200

Datum: 20.05.12 10:57

>>Nichts leichter als das: Ein Kollege von mir, der früher in der Verkehrsplanungs-Abteilung der Stadt Stuttgart gearbeitet hat, hat uns schon vor längerer Zeit >>einmal Unterlagen aus dem Jahr 2004 gezeigt, nach denen die Stilllegung der Industriebahn beschlossene Sache war. Begründung: Eine Beibehaltung und Anpassung >>beim Straßenausbau würde deutlich mehr als kosten als der von dir erwähnte Zuschuss. Diese Planung ist demzufolge schon Jahre alt und hat nichts mit S21 zu tun.

Ändert nichts am Zusammenhang mit S21. Die Feuerbacher Rampe ist mindestens schon ebenso lange geplant.
Optionen:

Wo gibts hier ein Wohnquartier?

geschrieben von: Haltlos

Datum: 20.05.12 11:07

Ich habe früher in Feuerbach gewohnt und kenne die Örtlichkeit sehr gut.

Im Bereich der B295 in Fahrtrichtung Stuttgart gibt es nur ca. 200m reine Wohnbebauung, alles andere ist Industriegebiet. Heute ist hier aber hauptsächlich Handel angesiedelt (Discounter, Baumarkt etc.) der selbst eine große Menge des Verkehr erzeugt. Dieser bleibt auch bei einer Verlegung der Bundesstraße.

Das Entlasten des Wohnquartiers vom Durchgangsverkehr erscheint mir da eher als ein Feigenblatt um die Kosten nicht S21 zuordnen zu müssen.

Praktischer Weise kann man dann den Güterverkehr damit gleich mit entsorgen. Das passt ins Konzept der Bahn und dem S21-Befürworter MB wird es freuen, wieder mehr LKW auf die Straße.
Optionen:

Das ging aber nach hinten los!

geschrieben von: Haltlos

Datum: 20.05.12 11:13

2004 war die Planung von S21 schon fast seit 10 Jahren im Gang, damit sind Pläne aus 2004 sicher kein Beweis dafür, dass die Aufgabe der Industriebahn nichts mit S21 zu tun hat.
Optionen:

Re: Das ging aber nach hinten los!

geschrieben von: ExMitleser

Datum: 20.05.12 12:28

Haltlos schrieb:
-------------------------------------------------------
> 2004 war die Planung von S21 schon fast seit 10
> Jahren im Gang, damit sind Pläne aus 2004 sicher
> kein Beweis dafür, dass die Aufgabe der
> Industriebahn nichts mit S21 zu tun hat.

Lies nochmal das Posting von ec paganini durch. Ich habe mich nicht nochmal darauf bezogen, da ich davon ausgegangen bin, dass ihr es schon gelesen hattet. Die Planungen beziehen sich ausschließlich auf die Bundesstraße in Feuerbach und die Bündelung bzw. Verlagerung des Kfz-Verkehrs im Gewerbegebiet mit gleichzeitiger Entlastung der Wohngebiete, also eine rein städtische Verkehrsplanung. Dabei ist die Industriebahn im Weg, ihre Verlagerung würde zu viel (deutlich mehr als der erwähnte Zuschuss) kosten.

Das hat nicht mit S21 zu tun und erst recht nichts mit der "Dieselmafia" sondern mit Verhältnismäßigkeit: Millionen ausgeben, um pro Tag ein bis zwei Wägelchen durch Feuerbach kutschieren zu können, das mag vielleicht ferrophilen Zeitgenossen, nicht aber Otto Normalbürger und erst Recht keinen Politikern zu vermitteln sein. Dass man als S21-Gegner wieder mal hofft, ein Haar in der Suppe gefunden zu haben, mag schön und gut sein (immerhin müssen mittlerweile selbst Relegationsspiele als "Argument" herhalten, was eigentlich schon deutlich zeigt, wo manche mit ihrer Anti-S21-Paranoia mittlerweile gelandet sind), führt aber nicht wirklich weiter.
Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: octo

Datum: 20.05.12 12:36

ExMitleser schrieb:
-------------------------------------------------------
> ...
> Nichts leichter als das: Ein Kollege von mir, der
> früher in der Verkehrsplanungs-Abteilung der Stadt
> Stuttgart gearbeitet hat, hat uns schon vor
> längerer Zeit einmal Unterlagen aus dem Jahr 2004
> gezeigt, ...

Hast Du dafür belastbare Belege? »Der Herr X von der Stadt, den ich nicht beim Namen nenne, hat mir mal gesagt...« - ist für mich nicht glaubwürdig.

Und auch solche primitiven Anwürfe:

> So, Erklärung geliefert, jetzt darf octo weiter
> Stammtischbrabbeln ;-)

Zeugen nicht von argumentativer Überlegenheit - aber da Du dich dem "einfachen Volk" (das schriebst Du einmal selbst über Dich) zurechnest, ist daß schon so in Ordnung. "Einfaches Volk" - ist für mich Synonym zu einfach gestrickt, oder auch primitiv damit bist Du quasi dauerentschuldigt ;)

ExMitleser schrieb:
-------------------------------------------------------
> octo schrieb:
>
> > So und jetzt warte ich auf guber der erklären
> wird
> > daß es das ganze auch ohne S21 gegeben hätte &
> auf
> > Flirti dem auch nichts zu billig ist das
> irgendwie
> > schönzureden ;)
>
> Nichts leichter als das: Ein Kollege von mir, der
> früher in der Verkehrsplanungs-Abteilung der Stadt
> Stuttgart gearbeitet hat, hat uns schon vor
> längerer Zeit einmal Unterlagen aus dem Jahr 2004
> gezeigt, nach denen die Stilllegung der
> Industriebahn beschlossene Sache war. Begründung:
> Eine Beibehaltung und Anpassung beim Straßenausbau
> würde deutlich mehr als kosten als der von dir
> erwähnte Zuschuss. Diese Planung ist demzufolge
> schon Jahre alt und hat nichts mit S21 zu tun.
>
> So, Erklärung geliefert, jetzt darf octo weiter
> Stammtischbrabbeln ;-)





1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:20:12:36:58.
Optionen:

Re: Der Vorgang ist in der heutigen Zeit eigentlich ein Unding!

geschrieben von: ExMitleser

Datum: 20.05.12 14:06

octo schrieb:

> Zeugen nicht von argumentativer Überlegenheit -
> aber da Du dich dem "einfachen Volk" (das
> schriebst Du einmal selbst über Dich) zurechnest,
> ist daß schon so in Ordnung. "Einfaches Volk" -
> ist für mich Synonym zu einfach gestrickt, oder
> auch primitiv damit bist Du quasi
> dauerentschuldigt ;)

Dass du dir das gemerkt hast - ich bin begeistert, ich glaube, so verbissen erlebt man in diesem Forum selten jemanden.

Aber gut, damit hast du dich auch gewissermaßen selbst geoutet: "Einfaches Volk" ist bei den S21-Gegnern schließlich jeder, der nicht gegen S21 ist, denn die S21-Gegner sind (in ihrer Denkweise zumindest) doch die einzig wahren Übermenschen, die Recht und Moral gepachtet haben (mir deinem phänomenalen Betrags-Gedächtnis findest du auch sicher im Handumdrehen den entsprechenden Beitrag wieder, aus dem das eindeutig hervorging). Und genau darauf sollte meine Formulierung damals hinaus - als Nicht-S21-Gegner zähle ich schließlich im Denken dieser Zeitgenossen automatisch zum "Einfachen Volk". Dass man dir das extra nochmal erklären muss, nun ja... Kein Kommentar...

Und nebenbei bemerkt: 20 Sekunden Suchfunktion haben genügt, um das hier aus deiner Feder zu finden:

"Manche Menschen leben im Ausland und benutzen dementsprechend eine ausländische Tastatur. Der Horizont dieser Menschen ist meistens auch nicht so beschränkt wie der eines alternden Panzergrenadiers aus dem Bayerischen der über den Verlust des WKII noch immer nicht hinweg ist..." - octo live vom 18.05.12, 19:30. Und da redest du noch von primitiv?
Sorry, aber was anderes als intelligenzbefreites Stammtischgebrabbel ist sowas wirklich nicht.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:20:14:07:28.
Optionen:

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