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 21 - Stuttgart 21 

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Nützlich für S21 und trotzdem auch für Göppingen

geschrieben von: rad3m

Datum: 24.03.12 06:39

Göppingen gehört zu den großen Verlierern infolge S21. Fernverkehr verschwindet, der Lärm bleibt. Soweit bekannt. Man muss sich aber nicht damit abfinden. Es gibt eine Lösung, die Vorteile für S21 und trotzdem auch für Göppingen bringt.

Ein Ziel meiner Überlegungen war zunächst Gerechtigkeit beim Einsatz der Landesmittel zur Verkehrs- und Wirtschaftsförderung. Dies ist ein Problem, solange es Baden- Württemberg gibt. Aufgewachsen in Freiburg, ist es das erste, was ich von Landespolitik mitbekam:"Bis hier verirren sich keine Landesmittel. Die bleiben im Raum Stuttgart". Mit S21 wurde da also nur eine Tradition fortgesetzt. Neu ist vielleicht, dass die Mittel speziell zur Förderung der Stadt Stuttgart und der Filder eingesetzt werden, und schon der Rest des mittleren Neckarraumes davon keinen Vorteil hat. Ich habe mir nur die Voralbregion angeschaut (Richtung Pforzheim soll es nicht besser sein) und komme zu dem Schluss, dass durch die Herabstufung der Filstalbahn nicht nur Göppingen endgültig ins Abseits gerät, sondern auch Reutlingen, Tübingen und die umgebenden Städte, wegen des geringeren Nutzens der Umsteigestation Plochingen.

Ein weiteres Ziel war es, den Bahnverkehr in Stuttgart krisenfest zu machen. Irgendwie ist das unmodern geworden, vielleicht, weil wir so lange keine echte Krise hatten. Auf langfristige Tendenzen kann man reagieren. Bei Stuttgart21 kann man mit der P- Option und anderen Maßnahmen auf erhöhten Verkehrsbedarf reagieren. Verloren ist man bei plötzlicher, dauerhafter Zunahme, also einer Stufe in der Zugzahl der Spitzenstunde. Nicht jede Krise führt automatisch zu schwindendem Verkehr. Gerade die Ballung der Automobil- und anderen Exportindustrie erhöht das Risiko, dass sich plötzlich Pendlerströme kreuz und quer neu orientieren müssen. Dass die Leute, um Arbeit zu finden, längere Fahrten und mehr Umsteigen in Kauf nehmen. Oder es kommt hinzu, dass Autofahren einfach zu teuer wird.

Das alles kann auch passieren, bevor S21 in Betrieb geht. Deshalb hatte ich kürzlich versucht, herauszubekommen, wieviel Reserven sich im Kopfbahnhof mobilisieren lassen. Meine Vorschläge gelten also generell, langfristig nützen sie aber S21 dadurch, dass derjenige Verkehr vom Hauptbahnhof abgeleitet wird, der da nicht unbedingt hin muss. Tangentiallinien sollten mehr gefördert werden, statt immer noch mehr Verkehr in die Stuttgarter City zu saugen. So könnte der Hauptbahnhof länger stressfrei seinen Dienst erfüllen.

Der benachteiligten Stadt Göppingen hat man als Trostpflaster eine Verlängerung der Stuttgarter S- Bahn dorthin in Aussicht gestellt. Das ist schon fast Hohn in Zeiten des Facharbeitermangels. Will man die letzten Arbeitskräfte nach Stuttgart saugen? So wie jetzt schon aus Kirchheim.

Ihr seht, ich versuche mich mal wieder in unüblichen Sichtweisen. Wohin das führen kann, habe ich zusammengefasst auf der Seite:
[www.rad-gleis.de] Anhang 2 zur Stresstest- Beurteilung (Anhang 1 waren die Kombilösungen)

Dort geht es prinzipiell einerseits um direkte Entlastung des Hauptbahnhofs durch nahe daran vorbeiführende Tangentiallinien, andererseits um indirekte Entlastung, indem man sich langfristig vom Zentralismus verabschiedet. Wir leben nicht mehr im Königreich Württemberg, sondern in einem Land, das alle Regionen gleichermaßen fördern soll. In der Voralbregion sollte man Tübingen, Reutlingen und Göppingen nicht gegeneinander ausspielen, sondern ein Gegengewicht zu Stuttgart schaffen. Damit die Region in einer Krise autark ist, und vielleicht sogar der Zentrale helfen kann.

Ein wichtiger Baustein scheint mir eine Voralb- S- Bahn mit Umsteigestation an der Schnellfahrstrecke zu sein (siehe Bild!). Erklärungen dazu siehe obiger Link!

http://www.rad-gleis.de/stt/bfkirch.gif

Bleibt noch, wie üblich darauf hinzuweisen, dass die neue Seite noch provisorisch ist, also in meine HP noch nicht voll integriert ist.
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? dazu

geschrieben von: ExMitleser

Datum: 24.03.12 10:07

Du hast in dein Konzept das ehemalige "Boller Bähnle" integriert, was ja auch sehr sinnvoll erscheint. Allerdings befinden sich in der Ausfahrt Göppingen und in Heiningen rote Abschnitte. Ist die Trasse da schon anderweitig verwendet (meines Wissens nach müsste die Strecke doch noch gewidmet sein?!), oder schlägst du da nur eine verbesserte Führung vor?
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Re: ? dazu

geschrieben von: Railroad Bill

Datum: 24.03.12 14:35

Mal auf Google Earth geschaut(wie alt sind die Aufnahmen?)......In Heiningen ist das ehemalige Bahnhofsareal ein Einkaufszentrum (oder ähnliches. Ich meine auch zu erinnern das ein Radweg sollte auf der Trasse entstehen.....
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Re: ? dazu

geschrieben von: rad3m

Datum: 24.03.12 17:02

Ja, da habe ich wieder einige neue Ziele für Radtouren. Ich habe zwar letztes Jahr die Gegend schon dreimal durchstreift und viele Fotos gemacht, auch vom Bahnhof in Bad Boll. Aber da hatte ich andere Schwerpunkte, nämlich die Trasse zu meinen Vorschlägen zu einer Güterzug- tauglichen Schnellfahrstrecke. Auf der Seite
[www.rad-gleis.de] (dort unteres Bild, Abschnitt Heiningen)
sieht man übrigens auch das Boller- Bähnle bei Heiningen.

Zu Heiningen: Selbst wenn westlich des Bahnübergangs noch Gleise liegen würden, wäre heute eine S- Bahn ebenerdig mitten durch den Ort nicht mehr durchsetzbar. Wenn man schon einen Tunnel bauen muss, dann entweder hundert Meter südlich (kürzer und billiger) oder 100m bis 200m nördlich, weil näher zum Ortszentrum. Weil der Ort sich stetig nach Süden ausdehnt, macht es keinen Sinn, darum herum trassieren zu wollen. Auch Bad Boll wird inklusive dem alten Bahnhof (dort noch offene Bauweise) untertunnelt werden müssen, während bei Zell und Aichelberg eine offene Bündelung mit dem Autobahnzubringer denkbar wäre. Da bin ich aber noch nicht ins Detail gegangen, sondern habe bisher nur die Höhenlagen und Steigungen überprüft.

Eigentlich hätte ich fast alles rot zeichnen müssen, denn man wird auch zweigleisige Abschnitte benötigen. Wahrscheinlich zwischen Heiningen und Bad Boll. Im Stadtgebiet von Göppingen würde, so kurz vor der Endstation, wahrscheinlich eingleisig reichen. Da habe ich rot gezeichnet, weil ich mir die Brücken, insbesondere die über die alte B10 noch anschauen muss. Vom Bahnhof Göppingen bis dorthin wird das Gleis wohl noch genutzt.
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S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: Giovanni

Datum: 25.03.12 15:56

Ein Schnellfahrstreckenhalt zwischen Kirchheim und Weilheim?
Klingt zunächst einmal interessant.

Aufgrund der Lage nahe des Steilabschnittes würde mich schon die Auswirkung auf die Fahrzeit des IRE interessieren, da der Schwung jetzt fehlt.
Für Fahrgäste aus Kirchheim bringt der Bahnhof dann eine gute Verbindung nach Ulm - für Göppinger wäre hingegen die Altstrecke schneller.
Von der Flughafenanbindung könnten beide profitieren - nach Stuttgart selbst gibt es hingegen kein Vorteil.

Aber S-Bahn? Also 423er ggf in Mehrfachtraktion? Das dürfte zu viel sein.
Lieber eine Stadtbahn nach Karlsruher Modell...

Wo Logik aufhört, fängt das DB-Preissystem an!
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Re: S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: rad3m

Datum: 25.03.12 18:29

Sicher wird man klein anfangen. Mit Stadtbahnen könnte man bei Heiningen wohl auch erstmal ebenerdig durchfahren.

Ich vergaß, auf die Wikipedia- Seite zum Boller Bähnle hinzuweisen:
[de.wikipedia.org]

Interessant ist insbesondere der letzte Absatz (Zitat von heutiger Ausgabe) :
"Der Regionalverkehrsplan der Region Stuttgart von 2001 hat den Aufbau einer Schienenverbindung zwischen Göppingen und Kirchheim unter Teck mit Verbindung der Trassen der Boller Bahn und der Teckbahn unter hohe Dringlichkeit eingestuft.[1] Die Gemeinde Bad Boll hat inzwischen im Zuge der Bebauung des Bahnhofsareals verschiedene Trassenführungen für die Weiterführung nach Kirchheim geprüft. Auch die Gemeinde Zell unter Aichelberg plant dies."

Kennt jemand diesen Regionalverkehrsplan? Gibt es da außerdem eine S- Bahn durch das Filstal nach Göppingen?
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Regionalplan

geschrieben von: Alex TU-TSV-RFHE

Datum: 26.03.12 16:18

rad3m schrieb:
-------------------------------------------------------
> Sicher wird man klein anfangen. Mit Stadtbahnen
> könnte man bei Heiningen wohl auch erstmal
> ebenerdig durchfahren.
>
> Ich vergaß, auf die Wikipedia- Seite zum Boller
> Bähnle hinzuweisen:
> [de.wikipedia.org]
>
> Interessant ist insbesondere der letzte Absatz
> (Zitat von heutiger Ausgabe) :
> "Der Regionalverkehrsplan der Region Stuttgart von
> 2001 hat den Aufbau einer Schienenverbindung
> zwischen Göppingen und Kirchheim unter Teck mit
> Verbindung der Trassen der Boller Bahn und der
> Teckbahn unter hohe Dringlichkeit eingestuft.[1]
> Die Gemeinde Bad Boll hat inzwischen im Zuge der
> Bebauung des Bahnhofsareals verschiedene
> Trassenführungen für die Weiterführung nach
> Kirchheim geprüft. Auch die Gemeinde Zell unter
> Aichelberg plant dies."
>
> Kennt jemand diesen Regionalverkehrsplan? Gibt es
> da außerdem eine S- Bahn durch das Filstal nach
> Göppingen?

Hallo,

aber sicher doch:
[www.region-stuttgart.org]
Der Plan ist zwar offiziell von 2009, dürfte aber dieselben Bestandteile aufweisen.

Bereits 1999 oder sogar früher gab es Überlegungen zur Verbindung beider Bahnstrecken und auch zur Nutzung des Bernhausener S-Bahn-Tunnels für die Stadtbahn...

Gruß
Alex
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Re: Regionalplan

geschrieben von: rad3m

Datum: 27.03.12 08:40

Vielen Dank, Alex TU-TSV-RFHE, für den Link!

Schon interessant, dass da die Region Stuttgart bis Geislingen reicht. Ich hatte mal ähnliche Seiten gefunden, die dann aber wohl nur den Kreis Göppingen betrafen. Muss mal schauen, ob ich mir da was abgespeichert habe. Denn ich meine, das wäre westlich bis an den Rand der Filder gegangen. Können sich Regionen überlappen? Weil das ja nichts Amtliches, sondern Verbände und Interessengemeinschaften sind, hatte ich mich darum, zugegeben, bisher nicht groß gekümmert.

Nun sehe ich hier lauter Karten zu Themen, wo ich mich bisher an amtliche Karten gehalten habe. Z.B. zum Umweltschutz. Da hatte ich mir vom Landesamt schon einige heruntergeladen und werde die nun mal mit denen vergleichen, die von der Region herausgegebenen wurden.

Wenn für eine Gemeinde ein Flächennutzungsplan erstellt wird, welchen Wert hat dabei ein Plan der Region? Eine Empfehlung, über die man auch hinweggehen kann?

Im Zusammenhang mit einer Verlängerung der Bahntrasse von Bad Boll nach Westen scheint man sich aber weitgehend einig gewesen zu sein. Entlang des Autobahnzubringers könnte man von Bad Boll bis kurz vor die Anschlussstelle Aichelberg fast problemlos trassieren. Bin gestern die Strecke abgeradelt. Die Straße geht dauernd rauf und runter, grausam zu radeln. Da es aber meistens nur 20m Höhendifferenz zwischen Senke und Buckel sind, braucht man keine Tunnel. Nur unter der Autobahn und unter der nordwestlichen Bebauung von Bad Boll in gerader Verlängerung des Bahnhofs, wo gerade neben dem Gleisstumpf ein kleiner Park angelegt wird. In Verlängerung hat man den Platz für eine Rampe hinunter in den Tunnel freigehalten. Weil Bad Boll mehrere Ortskerne hat, lohnt sich vielleicht ein weiterer Haltepunkt beim eigentlichen Bad.
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Re: Nützlich für S21 und trotzdem auch für Göppingen

geschrieben von: rad3m

Datum: 27.03.12 16:07

Nachträge nach Durchsicht der Karten vom Verband Region Stuttgart:

[www.region-stuttgart.org] Karte 2:

Folgendes spricht für einen SFS-Halt in Kirchheim und weniger für Filder: Kirchheim und Nürtingen sind nahe Mittelzentren, während Leinfelden-Echterdingen und Filderstadt nur Unterzentren sind. Der von mir als Vergleichsbahnhof Vaihingen/Enz gehört auch zu einem Mittelzentrum. Fast die halbe Periferie eines Filderbahnhofs entfällt, weil nach Stuttgart orientiert. Kirchheim dagegen hat viele Unterzentren und Kleinzentren im Einzugsgebiet.

[www.region-stuttgart.org] Karte 7: Wohnungsbauschwerpunkte

Keine Wohnungsbauschwerpunkte östlich von Leinfelden-Echterdingen, erst wieder bei Esslingen. Neben Kirchheim sind in dessen Umgebung die Schwerpunkte Nürtingen, Uhingen und Göppingen.

[www.region-stuttgart.org] Karte 14 Schienenverkehr

Die Verlängerung des Boller Bähnles ist über Weilheim gezeichnet. Das ist ein Umweg von zwei Kilometern. Der alte Bahnhof Weilheim wäre nur über einen längeren Tunnel zu erreichen (>1km). Ein neuer, billig zu erreichender Haltepunkt würde >1km vom Ortszentrum entfernt liegen. Mein Vorschlag eines Bahnhofs an der Schnellfahrstrecke genau an der Grenze zwischen Kirchheim und Weilheim würde Weilheim mehr nützen, als nur eine S- Bahn in der Ortsmitte.

Bei der genauen Lage eines Bahnhofs neben der Autobahn ist die Grünzäsur Z41 ([www.region-stuttgart.org] von etwa 500m Breite zu berücksichtigen. Die SFS wird davon schon einiges wegnehmen. Kann sein, dass der Bahnhof einige 100m westlicher liegen muss, teils schon im Einschnitt, weil dort die Grünbrücke breiter ist.
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Re: S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: rad3m

Datum: 27.03.12 16:25

Giovanni schrieb:
> Aufgrund der Lage nahe des Steilabschnittes würde mich schon die Auswirkung auf die Fahrzeit
> des IRE interessieren, da der Schwung jetzt fehlt.

Die Autobahn dürfte das Tal bei Weilheim auf etwa 360m üNN überqueren. Die bei Aichelberg sodastehende SFS- Brücke ist auf rund 400m üNN, deutlich niedriger als die Autobahn dort. Also 40m auf fast 4km. Das dürfte reichen, um mit etwas Schwung in den steilen Tunnel einzufahren. Von meinem Fotostandort in der Mitte kam es mir wie eine Ebene vor. Das Foto ist so langweilig, dass sich ein Hochladen nicht lohnt. Vielleicht, wenn gewünscht, bringe ich Fotos vom Tal, wo ich mir den SFS- Bahnhof vorstelle.

Weiß jemand, welchen Abstand dort das SFS- Viadukt von der Autobahn haben soll? Gleich hoch oder höher?
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Re: S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: guber

Datum: 27.03.12 17:22

Abstände kann ich nicht benennen. die Bahn bleibt ja immer parallel zur Autobahn. Aber das dürfte der Bereich mit 12 Promille Gefälle vor dem 31 Promille Steigungsstück sein.
Der Bahnhof sollte also möglichst am Anfang der 12 Promille Gefälle sein, zum Schwung holen.
In dem Bereich sollte auch ein GLeiswechsel vorgesehen sein.
Denkt man Luxeriös könnte man die strecke auf gut einen km auf 4 Gleise aufweiten, und die Ausleitung mit 140km/h Weichen machen. Dann könnten die RE mit fast volelr Geschwindigkeit heraus und hereingeleitet werden, und die Bremsung / Beschleunigung fände überwiegend auf separatem Gleis statt. Zudem könnten hypothetische Güterzüge hier überholt werden :)

Würde man die Laichinger strecke wieder aufbauen / in Betrieb nehmen, könnte man dort das gleiche Spielchen veranstalten :)



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:03:27:17:24:43.
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Re: S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: rad3m

Datum: 28.03.12 08:14

guber schrieb:

> Würde man die Laichinger strecke wieder aufbauen / in Betrieb nehmen, könnte man dort das gleiche Spielchen veranstalten

Laichingen und Merklingen wachsen wegen der Autobahnnähe überproportional. Dem auf der Alb ebenfalls erforderlichen Güterzug- Überholbahnhof sollte man also eine Lage westlich von Merklingen geben und Platz für zwei Bahnsteigkanten reservieren (Endpunkt Ulmer Express- S- Bahn). Von der Trasse Merklingen- Laichingen ist leider nicht mehr viel zu sehen. Also keine S- Bahn-Verlängerung bis Laichingen. Soviel ernsthaft zu Deinem als Witz gemeinten Vorschlag.

Aber das mit dem Beschleunigungsgleis ist gut. Damit beim dichten Verkehr auf der ganzen Strecke einheitlich die von Güterzügen auf 31 Promille hochgefahrene Geschwindigkeit herrscht. Solange die angekündigten supermotorisierten ICEs zwischen 180? und 300km/h unterwegs sein werden, passen selbst mit zwei Ausweichbahnhöfen nicht allzuviele langsamere Züge auf die Strecke. Zwischen Kirchheim und Merklingen müsste ein Ausweichbahnhof im steilen Tunnel sein, das wird sich nicht rechnen.

Wo es machbar ist, sollte man aber tatsächlich Überholbahnhöfe vorsehen. Und sei es auch zunächst nur für den nächtlichen Güterverkehr. Dann kann man nämlich Güterzüge sehr unterschiedlicher Eigenschaften fahren lassen und so die Lärmbelastung an der Filstalstrecke stark reduzieren. Dafür wäre aber ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Nicht nur wegen der zusätzlichen Bahnhöfe, sondern hauptsächlich wegen der in der S21- SFS- Planfeststellung festgelegten nächtlichen Zugzahl entlang der Autobahn auf der Alb. Die Lärmschutzwände sind dort für Autobahn + wenig Bahnverkehr dimensioniert. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass in Deutschland ein Nachtfahrverbot für LKWs durchkäme, damit mehr Züge fahren können. Also noch mehr Lärmschutz an der SFS, was dort aber billiger wäre als an der Filstalstrecke (wo die gerade im Bau befindliche Lärmschutzwand nur besser als nichts sein kann).
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Re: S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: guber

Datum: 28.03.12 09:35

Also, das mit dem Lärmschutz sollte man nochmal gegen die Planfeststellung prüfen - zwischen einer Angenommenen Zahl und einer festgeschreibenen maximalzahl liegen juristische Welten.
Bei strassen wird der Lärmschutz auch erst mal nach den prognostizierten Fahrzeugen dimensioniert. fahren dann in der Praxis drei mal so viele Fahrzeuge, ist das zunächst einmal Pech für die Anwohner.
Bezüglich der Laichinger Strecke: Nun, wenn ich mir ansehe, was bei Schweizer Verhältnissen im Bahnausbauetat so alles möglich wäre, und mir vorstelle was dies für Auswirkungen auf den modal split hätte (Insbesondere bei Bundesweiter Anwendung), dann könnte man sich die Laichinger Strecke wirklich nochmals anschauen. Aber bis auf Laichingen sind dort heute nach wie vor nur sehr wenige Einwohner zuhause. Das unterbietet Montabauer und Limburg nochmal erheblich :)
Ansonsten fehlen mir noch deine Kritiken und Vorschläge für ein hypothetisches Ausbauprogramm - Ich kann mir nicht vorstellen, dass Dir dazu nichts einfällt.
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Re: S-Bahn? Oder Stadtbahn?

geschrieben von: rad3m

Datum: 29.03.12 08:59

Den Planfeststellungsbeschluss Abschnitt Albhochfläche habe ich mir vor einem Jahr mehrmals vorgenommen, und dachte auch, ich hätte die Lärmschutzmaßnahmen endlich kapiert. Nachdem ich dort nun jedes Haus und jeden Feldweg kenne, müsste ich es mir nochmal durchlesen. Immer mehr erscheint mir da total unlogisch. Die Autobahn macht da mit den vielen LKWs dermaßen viel Lärm, dass man einen HINTER der Autobahn vorbeirauschenden ICE überhaupt nicht wahrnehmen wird.

Was den Lärm von Güterzügen angeht: Zwischen Geislinger Steige und Ulm, auf geraden Abschnitten, wo schnell gefahren werden darf, z.B. in Beimerstellen, habe ich folgende Beobachtung gemacht. Die schnellen Güterzüge, die sogar der RE mal in Geislingen oder Süßen überholen lassen muss, sind offensichtlich aus modernen Wagen zusammengestellt und nicht viel lauter als der RE, eigentlich nur proportional der Achsenzahl. Und dann kommt mal wieder so ein bunter, fast nostalgischer Zug, vielleicht Rumänien- Rotterdam, mit gefühlt zehnfachem Lärmpegel. In letzter Zeit auch tagsüber, allerdings scheint es auf der Filstatstrecke pro Stunde nur eine Trasse zu geben, mit vielen langen Standzeiten in Westerstetten, Amstetten usw.. West-Ost scheinen diese Züge andere Strecken zu befahren, oder nur nachts.

Zur Laichinger Strecke: Nach meinem Eindruck hat Merklingen Laichingen womöglich schon überholt. Als Wohnorte haben auch Nellingen und Machtolsheim zugelegt. Darum herum hat sich wenig getan. Deshalb meine Idee: Merklingen im Stundentakt über die SFS direkt mit Ulm verbinden, z. B. als Endstation der Illertal- S-Bahn. Selbst ein Ohr mit Station in Dornstadt wird sich nicht rechnen (an der SFS erst recht nicht, weil zu weit vom Ortszentrum).

Was Vorschläge außerhalb des S21-Themas inclusive der Verlängerung bis Augsburg (mein Lieblingsthema!) angeht, habe ich mich mit Absicht enthalten. Ich mag nicht durch voreilige Einfälle den Unterschied zu meinen bisher gebrachten Vorschlägen verwischen. Erst wenn ich etwas einigermaßen begründen kann, rücke ich damit heraus. Mir sind da natürlich schon Einfälle gekommen, habe ja auch schon gelegentlich Andeutungen gemacht, wie Gütertransversale Polen- Tschechien- Regensburg- Ulm- Mengen- Stockach- Singen- Basel- Mulhouse- Südfrankreich. Nicht alles geht über Rotterdam und Hamburg. Ich weiß noch nicht, was durch Italien rollen soll, aber Südwest- Nordost wird zunehmen. Hanau- Fulda- Halle schön und gut, aber wie kommt man von Tour nach Hanau? Über Saarbrücken- Worms? Europa wird sich ums Energiesparen kümmern müssen und das Zickzackfahren der Güterzüge bereinigen müssen.
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