Klaus am Zuge schrieb:
-------------------------------------------------------
> Hallo,
>
> Im S-Bahnhof Altona sind mir an den
> Treppenaufgängen Wände aufgefallen, die
> nachgerüstet worden sein müssen. Auffällig ist die
> Höhe über Fußboden von nur 1.90 Meter. Ebenso in
> anderen S-Bahnhöfen in Hamburg. Meine Vermutung
> ist Brandschutznachrüstung, um Rauch unter der
> Decke im S-Bahntunnel (Ebene -2) nicht in die
> Ebene -1 der Fußgängerunterführung eindringen zu
> lassen. Ist dem so?
Das ist korrekt. Mit solchen Rauchschürzen werden Deckendurchbrüche geschützt. Dadurch wird verhindert, dass Brandrauch in die darüber liegenden Ebenen aufsteigt oder die Flucht- und Rettungswege nach oben blockiert.
Beispiel: [
absence-of-fear.de]
Solche Schürzen können fest eingebaut sein oder im Brandfall automatisch runterfahren (wie ein Rollladen).
> Wie werden solche Rauchschwellen planerisch bei
> Neubauten berücksichtigt?
In unterirdischen Verkehrsanlagen inzwischen Standard, d. h. sie werden bei Bestandsbauten nachgerüstet oder bei Neubauten gleich eingeplant.
Für S21 sind die Schürzen jedoch aufgrund der Architektur nicht relevant. Hier ist eine freie Entrauchung über Deckenöffnungen vorgesehen.
Schienengebundene Grüße
Schienenbieger
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2011:12:08:17:27:23.