Die HSB ist eine Touristikbahn und keine Museumsbahn. Der normale Tourist fordert einen gewissen Grad an Modernisierung und Komfort. Behindertenverbände fordern die Gleichstellung und Barrierefreiheit. Deshalb bietet die HSB in den Sommermonaten auch die Beförderung von Rollstuhlfahrern auf der Strecke Wernigerode - Brocken an. Die Erfüllung z.B. solcher Vorgaben ist mit Kiesbahnsteigen nicht zu realisieren.
Der Ausbau der Sicherungstechnik auf der Brockenstrecke mit ihrem dichten Verkehr hat ihren Ursprung im schweren Zugunglück im Thumkuhlental im Jahre 1994 - also in der Anfangszeit der HSB. Wer will dem Unternehmen verübeln, dass es die Wiederholung eines solchen Ereignisses verhindern wollte / möchte. Sicherheit im Bahnbetrieb ist wichtig für Fahrgäste und Mitarbeiter.
In der Schweiz beim Netz der Rhätischen Bahn wurde in den letzten 20 Jahren auch viel modernisiert. Dampfloks können dort gar nicht mehr authentisch verkehren. Sieht unter Fahrdraht immer merkwürdig aus. Stört sich kaum ein Bahnfreund dran. Aber bei der HSB führt die Pflasterung eines Bahnsteigs zu verständnislosen Reaktionen der Bahnfreunde, die gleiches Vorgehen in der Schweiz tolerieren?! Merkwürdig!
Zu den WSSB-Anlagen: Deren Umbau ist politisch gewollt (Einigungsvertrag!). Während das EBA für die Infrastruktur der Staatsbahn aber immer wieder Ausnahmegenehmigungen erlässt (weil sonst eine Anzahl von Strecken aus finanziellen Gründen stillgelegt werden müssten), hat der LfB Sachsen-Anhalt keine Ausnahmegenehmigung mehr erlassen. Dies bedeutet, dass für alle WSSB-Anlagen im Streckennetz der HSB noch in diesem Jahr der Umbau abgeschlossen bzw. zumindest begonnen sein muss. Auch hier unterliegt das Unternehmen den Zwängen rechtlicher Vorgaben.
Diese Umstände sollte man immer zuerst hinterfragen, bevor man die HSB (in diesen Fällen zu Unrecht) geißelt.
Gruß; René
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www.feldbahn-schlanstedt.repage.de]
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