In diesem Jahr feiert man in der Prignitz das Jubiläum "20 Jahre Prignitzer Kleinbahnmuseum". Wobei der Verein erst im Jahre 1993 gegründet wurde. Bei der Prignitzer Kleinbahn handelte es sich um eine 750 mm-spurige Kleinbahn, die in den 1960iger Jahren von der damaligen Deutschen Reichsbahn endgültig stillgelegt wurde.
Ein bedeutender Ort im Netz der Prignitzer Kleinbahnen war Lindenberg. Hier begannen auch nach 1990 die musealen Aktivitäten zur Einrichtung eines Museums und zum Wiederaufbau einer Teilstrecke. Ein wichtiger Meilenstein, quasi die Anfangspackung, war die Übernahme des "Neustrelitzer Denkmalzuges" im Jahre 1994. Die Dampflok 99 4644, der RüKB-Personenwagen 970-788, der sächsische Personenwagen 970-795 und der RüKB-Güterwagen 97-42-51 fanden den Weg nach Lindenberg.
Vermutlich im Jahre 1995 wurde mit dem Wiederaufbau der Teilstrecke Mesendorf - Brünkendorf begonnen. Im Mai 2002, also vor 10 Jahren, konnte dieser Streckenabschnitt in Betrieb genommen werden. Heute geht es bis Lindenberg.
Einen aktuellen Bericht von Thomas Gödeke gibt es hier : [
www.drehscheibe-foren.de] .
Im Jahre 1996 habe ich Lindenberg und Mesendorf besucht. Mit Hilfe von Sven Lieberenz, André Marks und Olaf Hansen konnte ich die Daten der damals fotografierten Fahrzeuge ermitteln.
Beginnen wir mit dem Denkmalzug in Lindenberg:
99 4644 mit drei Prignitzer Güterwagen.
Personenwagen 970-788 stammt von der Rügenschen Kleinbahn und befindet sich heute im Betriebsbestand der Museumsbahn.
Personenwagen 970-795 stammt ursprünglich aus Sachsen und kam über Rügen und Neustrelitz ebenfalls nach Lindenberg. Um das Jahr 2001 kam das Fahrzeug zur Mansfelder Bergwerksbahn. Dort ist der Wagen noch heute vorhanden.
Packwagen 974-491 kam aus Sachsen in die Prignitz und erhielt dort ein eigenes Postabteil. Aktuell steht der Wagen noch in Brünkendorf, soll aber bald verschrottet werden.
Werfen wir nun einen Blick nach Mesendorf:
Die heutige Kö 6401 stammt von den Ziegelwerke Zehdenick und war 1996 die einzige betriebsfähige Lok. Die grüne Farbgebung ist auch nicht schlecht !
Der heutige Museumswagen 970-864 wartete auf dem Gelände des heutigen "Lokports" noch auf seine Aufarbeitung.
Diese Kipploren stammten vermutlich aus Zehdenick. Sie wurden später über die Firma MaLoWa nach Westdeutschland verkauft. Die aktuell vorhandenen Kipploren stammen aus dem Bestand des Autors.
Geschichte ist dieser Lokschuppen für die Ns3 an der Ausfahrt Richtung Klenzenhof. Dieser Bereich wurde später umgebaut. Der heutige Lokschuppen liegt auf der anderen Bahnhofsseite.
Hier sehen wir nun die Bauspitze bei Klenzenhof. Man beachte die klassische Kiesbettung.
Mensch und Material wurden mit diesem Bauzug transportiert. Er bestand aus den Wagen 97-51-79, 97-42-51 und 97-51-54. Der RüKB-Wagen 97-42-51 gelangte später nach Prora und befindet sich heute in Putbus.
1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:05:15:17:09:06.