AnzeigeHIER KLICKEN!

 

 

 08/02 - Alpenlandforum 

  Neu bei Drehscheibe Online? Hier registrieren! Zum Ausprobieren und Üben bitte das Test-Forum aufsuchen!  Tipps zu den Formatierungsmöglichkeiten sind in Kürze online.
Hier sind alle Beiträge zu schweizer und österreichischen Themen willkommen.
Bitte unbedingt vor Benutzung des Forums die Ausführungsbestimmungen durchlesen!
Moderatoren: Heiko Focken - Jan vdBk - Nil - Sören Heise

Gehe zum Thema :

Navigation :

Seiten: 1 2 All nächste Seite

Aktuelle Seite: 1 von 2    Angemeldet: Niemand

[AT] Ennstalstrecke ab Montag 5 Wochen komplett gesperrt

geschrieben von: 6010

Datum: 29.06.12 10:16

Wegen Modernisierungsmaßnahmen wird die Ennstalstrecke vom 2. Juli bis 5. August von B´hofen bis Selzthal komplett gesperrt.
Details:

Konzentrierte Bauarbeiten zwischen Bischofshofen und Selzthal von 2. Juli bis 5. August erfordern Fahrplanabweichungen für die Kunden – Schienenersatz mit ÖBB-Postbussen und Umleitungsverkehre werden eingerichtet

Rund 20 Millionen Euro investiert die ÖBB-Infrastruktur AG in den nächsten fünf Wochen in die weitere Modernisierung der Ennstalbahn zwischen Bischofshofen im Bundesland Salzburg und Selzthal in der Steiermark. Am rund 100 km langen eingleisigen Streckenabschnitt wird an über 20 verschiedenen Stellen, teilweise rund um die Uhr, gearbeitet. Zu Spitzenzeiten sind über 200 Arbeiter gleichzeitig im Einsatz.

Neue Brücken, Gleise und Oberleitungen für die Ennstalbahnstrecke
Vordringliches Ziel ist es, die Qualität der Bahnstrecke nachhaltig zu verbessern, damit der Bahnverkehr ohne infrastrukturelle Einschränkungen abgewickelt werden kann. Daher wurde eine Investitionsoffensive gestartet und die Bauarbeiten auf nur fünf Wochen konzentriert. Nicht weniger als 13 Brücken und Wasserdurchlässe werden umfassend erneuert. Auf 21 km Streckenlänge erhält die Bahnstrecke eine völlig neue Oberleitung. Die Sanierung von Wasserdurchlässen ermöglicht einen noch besseren Schutz vor eventuellen Naturereignissen. Zusätzlich wird auf rund 2,6 km Streckenlänge der alte Gleiskörper mit mehreren Spezialmaschinen völlig erneuert. Auch die Fahrgäste profitieren: Die neuen Gleise ermöglichen ruhigeren Lauf der Züge und damit noch mehr Reisequalität.

Bahnhof Schladming fit für die WM 2013
Ein weiterer zentraler Punkt der Bauarbeiten ist auch der Bahnhof Schladming, welcher derzeit fit für die betrieblichen Herausforderungen der alpinen Ski WM 2013 gemacht wird. Zusätzlich zu neuen Gleisen werden Weichen ausgewechselt und die Lärmschutzanlagen komplettiert. Mit 6. August verfügen die Bahnkunden in Schladming über eine attraktive und barrierefreie Infrastruktur.

Fahrplanabweichungen für die Bahnkunden
Bedingt der eingleisigen Bahnstrecke ist eine Sperre im Abschnitt Bischofshofen – Selzthal notwendig. Die Mobilität stellen ÖBB-Postbusse im Schienenersatzverkehr sicher, die nach einem eigenen Baustellenfahrplan verkehren. Alle Züge von Graz in Richtung Salzburg fahren um 10 Minuten früher ab, damit die Anschlusszüge im Knoten Salzburg sicher erreicht werden können. Der Nachtzug von Graz nach Zürich wird über Villach umgeleitet, was eine Verlängerung der Reisezeit in beiden Richtungen von rund 2 Stunden bedeutet. Alle Fahrplanänderungen werden in die ÖBB-Online-Fahrpläne eingearbeitet.

Lg. M.

Liebe Grüsse aus dem Salzburger Land,
Dr. Michael Populorum
Optionen:

Re: [AT] Ennstalstrecke ab Montag 5 Wochen komplett gesperrt

geschrieben von: NIKE45

Datum: 29.06.12 11:40

Entfallen dann die Kaindl-Züge nach Hüttau?

Gruß aus München
Nino

Bilder von mir gibts hier: [www.bahnbilder.de]


DS 100 online abfragen (DB): [www.michaeldittrich.de]
DB 640 online abfragen (ÖBB): [bahn.hauptsignal.at]
Optionen:

Re: [AT] Ennstalstrecke ab Montag 5 Wochen komplett gesperrt

geschrieben von: WinHop

Datum: 29.06.12 16:44

6010 schrieb:
-------------------------------------------------------
> Wegen Modernisierungsmaßnahmen wird die
> Ennstalstrecke vom 2. Juli bis 5. August von
> B´hofen bis Selzthal komplett gesperrt.

> Konzentrierte Bauarbeiten zwischen Bischofshofen
> und Selzthal von 2. Juli bis 5. August erfordern
> Fahrplanabweichungen für die Kunden – Schienenersatz
> mit ÖBB-Postbussen und Umleitungsverkehre werden
> eingerichtet,



Pünktlich zum Beginn der Sommerurlaubsreisezeit wird also wieder für 5 Wochen die Ennstalstrecke gesperrt und der Reiseverkehr durch einen Schienenersatzverkehr mit zweimaligem Umsteigen versaut! Mit dieser Methode erreicht man, dass sich unter den Bahnreisewilligen der Gedanke einprägt: Die Bahn kannst du vergessen! Steter Tropfen höhlt den Stein und der (von der ÖBB offensichtlich gewünschte) Effekt des Fahrgastschwundes im Ennstal stellt sich ein.

Dass die Bahn modernisiert werden soll, will ja keiner in Frage stellen, das ist sehr löblich. Aber die Methode, wegen einer Anzahl von Einzelbaustellen für 5 Wochen die ganze Strecke zu sperren und damit den gesamten Bahnverkehr von Graz nach Westen zu boykottieren, ist wirklich eine Ungeheuerlichkeit!

Ist es für einen durchschnittlich flexiblen, mit leichtem Gepäck reisenden Bahnkunden schon eine Zumutung, diese Umsteigeschikanen zähneknirschend mitmachen zu müssen und per Bus durch das Ennstal gekarrt zu werden, kann das für so manche „Randgruppen“, die gerade im Sommerreiseverkehr gar nicht so wenige sind, zum Problem werden: Vor allem für ältere Menschen, die froh sind, dass sie dank der noch vorhandenen Direktzüge ohne beschwerliches Umsteigen ihr Ziel erreichen, womöglich noch von ihren Angehörigen samt Gepäck in den Zug gesetzt und am Ziel abgeholt werden, kann das unerwartete Umsteigen in einen Schienenersatzbus zu einer angstmachenden, nahezu unüberwindlichen Hürde werden. Wenn ich an Familien denke, die mit „Kind und Kegel unterwegs sind und sich dieser Umsteigetortur unterziehen müssen, ist wohl deren Schlussfolgerung naheliegend: Lieber mit dem Auto bequem im Stau stecken! Auch Kinder, die von ihren Eltern im guten Glauben in den Zug gesetzt werden, dass sie im Zug gut aufgehoben sind und am Ziel von Freunden abgeholt werden, werden mit einer plötzlichen Hilflosigkeit konfrontiert. Auch Urlaubsreisende, die sich trotz großem Gepäck für eine Bahnreise entschieden haben, werden dann plötzlich durch zweimaliges Kofferschleppen in Stress versetzt. Schließlich muss man auch noch die Rad fahrenden Reisenden anführen, die während der 5 Wochen keine Chance haben, ihr Fahrrad über das Ennstal hinweg im Zug mit zu transportieren.

Freilich kann ich von den Erfahrungen der bisherigen Streckenunterbrechungen dem Personal echte Hilfsbereitschaft bescheinigen, die dann so manche unbequeme Situation bereinigen. Trotzdem bleibt der Vorwurf der unnötigen Schikane mitten in der Reisezeit so eine Totalsperre zu verfügen. Und das nur, weil sich´s die ÖBB mit ihrer Baustellenorganisation locker und lustig machen möchte! Dabei sollten doch schon die internen Marketingleute des Personenverkehrs den Bauleuten Stopp schreien, wenn die so was vorschlagen.

Für diese Sommersaison ist die Organisation der Ennstalbaustellen wohl schon weitgehend gelaufen, der steirische Bahnkunde muss „die Krot schlucken“. So was sollte nie wieder vorkommen!

Aber die ÖBB könnte auch heuer noch kurzfristig mit einer wirkungsvollen Aktion ihren kundenfreundlichen Willen zeigen: Zumindest ein Zug sollte direkt und durchgehend von Graz nach Salzburg über die Phyrnbahn, Marchtrenker Schleife und Westbahnnach nach Salzburg umgeleitet werden. Dazu bietet sich der EC 216/217 von Graz über Salzburg nach Saarbrücken an. Vor einigen Jahren wurde der damalige EC Graz – Bregenz zur Zufriedenheit der Kunden über diese Strecke umgeleitet. Die (nur!) um 10 bis 15 Minuten längere Fahrzeit nehmen die oben angeführten Reisenden gerne in Kauf, wenn man dadurch wenigsten einmal am Tag ohne Umsteigen von Graz direkt in den Westen fahren kann. Die Fahrplanlage zwischen Graz und Selzthal wurde ja schon zugunsten dieser Umleitungsstrecke um 10 Minuten angepasst.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:06:29:16:47:34.
Optionen:

Re: [AT] Ennstalstrecke ab Montag 5 Wochen komplett gesperrt

geschrieben von: 6010

Datum: 29.06.12 19:19

Es stellt sich wirklich die Frage warum die Züge nicht über die Phyrnstrecke umgeleitet werden?! In dieser Form - 5 Wochen Totalsperre - finde ich das auch eine Zumutung. Ich werde das Ennstal meiden und lieber über Wien oder Klagenfurt ausweichen.

Der Druck auf die ÖBB müsste da von den Bundesländern kommen, ansonsten wird die ÖBB das immer und immer wieder so spielen!

Lg. M.

Liebe Grüsse aus dem Salzburger Land,
Dr. Michael Populorum
Optionen:

Re: [AT] Ennstalstrecke ab Montag 5 Wochen komplett gesperrt

geschrieben von: MP

Datum: 29.06.12 19:22

Was ist mit den ganzen handgekurbelten Bahnschranken an der Strecke? Will man die nicht auch endlich mal auf elektrischen Betrieb umstellen?
Optionen:

Alle Jahre wieder

geschrieben von: Ennstalsportzug

Datum: 02.07.12 10:56

Sa. Früh von Wien nach Schladming "schnellste" Verbindung mit dem Zug 4:26 + 10' vorangekündigte Verspätung wegen SEV. Mit dem PKW lt. Routenplaner 2:39. Was soll man dazu jetzt überhaupt noch sagen? Es ist doch mehr als nur offensichtlich, dass der Hauptzweck in der gezielten Fahrgastvertreibung liegt. Warum baut man die Strecke nicht endlich selektiv 2-gleisig aus? An Brückenauflegern ist zu erkennen, dass das schon lange geplant war und mit Ausnahme vom Abschnitt Radstadt - Bischofshofen verläuft die Bahn in einem breiten Trogtal, also durch absolut unschwieriges Gelände.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: MP

Datum: 02.07.12 11:25

Ennstalsportzug schrieb:
-------------------------------------------------------

> Warum baut man die
> Strecke nicht endlich selektiv 2-gleisig aus?


Fuer den aktuellen Zugverkehr duerfte ein Gleis locker reichen.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: Ennstalsportzug

Datum: 02.07.12 11:41

MP schrieb:
-------------------------------------------------------
>
>
> Fuer den aktuellen Zugverkehr duerfte ein Gleis
> locker reichen.


Das sieht man ja aktuell sehr gut, dass das nicht so ist, denn Zuverlässigkeit ist im Bahnverkehr auch ein wichtiges Kriterium.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:07:02:11:47:46.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: MP

Datum: 02.07.12 12:49

Ennstalsportzug schrieb:
-------------------------------------------------------
> MP schrieb:
> --------------------------------------------------

> > Fuer den aktuellen Zugverkehr duerfte ein Gleis
> > locker reichen.

> Das sieht man ja aktuell sehr gut, dass das nicht
> so ist, denn Zuverlässigkeit ist im Bahnverkehr
> auch ein wichtiges Kriterium.


Da fahren Nahverkehrszuege im Zwei-Stunden-Takt (und das auch nur oestlich von Schladming) sowie noch sporadisch einige Fernvekehrszuege. Was dort im Gueterverkehr unterwegs ist, weiss ich nicht, aber so bedeutend kann es ja nicht sein, wenn man die Strecke einfach mal fuer fuenf Wochen sperren kann. Jedenfalls sehe ich keine Notwendigkeit fuer ein zweites Gleis. Wobei sich fuer den Bau eines zweiten Gleises in Oesterreich sicherlich noch eher Gelder finden lassen wuerden als fuer ein attraktives Zugangebot...

Aktuell kann man nur sehen, dass die OEBB nicht in der Lage sind, die Bauarbeiten unter rollendem Rad durchzufuehren. Solche jaehrlich wiederkehrenden Streckensperrungen, nach deren Beendigung sich dann an der Fahrtzeit genau gar nichts geaendert hat, gibt es ja auch an anderen Strecken (allerdings nicht fuer fuenf Wochen).
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: 6010

Datum: 02.07.12 16:55

Ennstalsportzug schrieb:
-------------------------------------------------------

>
>
> Das sieht man ja aktuell sehr gut, dass das nicht
> so ist, denn Zuverlässigkeit ist im Bahnverkehr
> auch ein wichtiges Kriterium.


Ich weiß die mehr als 4 Stunden Fahrzeit von Sbg. nach Graz sind wahrlich mehr als untauglich im Vergleich zum Auto (wenn man nur die Fahrzeit nimmt und nicht daß ich während der 4 Stunden auch Arbeiten, Lesen etc. kann - wenn adäquates Wagenmaterial angehängt ist).

Frage: Du kennst die Strecke ja wohl sehr gut - wieviel Zeitgewinn wäre im Ennstal machbar wenn man die bestehende Strecke optimieren würde? 15 Minuten, halbe Stunde??

LG. M.

Liebe Grüsse aus dem Salzburger Land,
Dr. Michael Populorum
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: HGM

Datum: 02.07.12 17:13

Eine Fahrzeitverkürzung wäre vermutlich auch heute schon möglich (von einer Schleife Selzthal red ich jetzt gar micht!), allerdings bringt das wenig, denn kürzere Fahrzeiten vermasseln ja wieder die Anschlüsse in den Umsteigeknoten!

MEINE EISENBAHNBILDER
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: MP

Datum: 02.07.12 18:08

HGM schrieb:
-------------------------------------------------------
> Eine Fahrzeitverkürzung wäre vermutlich auch heute
> schon möglich (von einer Schleife Selzthal red ich
> jetzt gar micht!), allerdings bringt das wenig,
> denn kürzere Fahrzeiten vermasseln ja wieder die
> Anschlüsse in den Umsteigeknoten!


Dann passt man die Fahrplaene eben an. Momentan gibt es ja auch prima Nicht-Anschluesse. Wer beispielsweise von Schladming nach Linz fahren will, darf sich immer rund eine Dreiviertelstunde am toten Bahnhof Selzthal langweilen.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: HGM

Datum: 02.07.12 18:42

Grundsätzlich stimmt das, aber mit einigen "Anpassungen" in Selzthal ist es halt nicht getan, denn die "angepassten" passen ja dann anderswo wieder nicht. Fahrplanerstellung ist leider kein Sandkastenspiel sondern eine ungemein komplexe Angelegenheit!

MEINE EISENBAHNBILDER
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: 110 483-5

Datum: 02.07.12 20:34

Wenn die Oberleitung erneuert wird, dann verschwinden wohl die alten braunen Beton-Masten, die ich noch aus meinen Kindertagen dort kenne - falls es sie überhaupt noch gibt.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: Ennstalsportzug

Datum: 03.07.12 10:06

6010 schrieb:
-------------------------------------------------------
>
> ...wieviel Zeitgewinn wäre im Ennstal machbar wenn
> man die bestehende Strecke optimieren würde? 15
> Minuten, halbe Stunde??
>
> LG. M.


Für den IT2000 wurde eine Kantenzeit von 3:30 für die Strecke Graz Salzburg angestrebt (Schnitt: 86 km/h). Umsetzung: Nicht nur durch bauliche Maßnahmen, sondern auch über kurvenschnellere Züge. Bei der Planung wurden nicht nur Fahrzeit, sondern auch die Anschlüsse optimiert. Der damalige Verkehrsminister Viktor Klima hat 1995 diese Pläne verworfen. Im Jahr 2000 schied er aus der Politik aus und wurde sofort mit einem Vorstandsposten im VW Konzern versorgt.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: WinHop

Datum: 03.07.12 10:52

6010 schrieb:
-------------------------------------------------------
> wieviel Zeitgewinn wäre im Ennstal machbar wenn
> man die bestehende Strecke optimieren würde? 15
> Minuten, halbe Stunde??


Zwei Anhaltspunkte zur möglichen Optimierung der Ennstalstrecke:

1. Bei einem Ausbau von 20 km Strecke, die bisher mit einem Schnitt von 60km/h befahren wird auf 140km/h, sodass dann ein Schnitt von 120km/h erzielt werden kann, verkürzt sich die Fahrzeit von 20 auf 10 Minuten.

2. Bei einer optimalen Nutzung der Neigetechnik, verbunden mit einer entsprechenden Adaptierung der Strecke (einzelne kleine Bogenverbesserungen und Versetzen der Vorsignale) kann eine Verbesserung der Reisegeschwindigkeit von etwa 20% erzielt werden. Das würde günstigstenfalls bedeuten, dass von den heutigen 87 Minuten Fahrzeit (mit stabilisierenden Reserven für die Begegnungen) zwischen Bischofshofen und Selzthal 17 Minuten Fahrzeit eingespart werden könnten.

Ich glaube aber nicht, dass die derzeitigen Bauarbeiten schon die Tendenz zu solchen Fahrzeitgewinnen erkennen lassen, die gehören wohl eher zum Sichern der Bestandes, hoffentlich auch Modernisierung und Rationalisierung.

Dass dann leider die günstigeren Fahrzeiten und die Taktknoten nicht mehr zusammenpassen, sieht die ÖBB wohk als ausreichendes Argument gegen eine Verbesserung der Fahrzeiten zwischen Graz und Salzburg.

Ohne Ausbaumaßnahmen wären zwischen Graz und Salzburg Fahrzeiten von 3Stunden40 und bei gutem Willen noch um 5 Min. schneller erzielbar, allerdings unter Aufgabe von Umsteigetaktknoten. Meiner Meinung nach sollte dies trotzdem für schnelle und komfortable Tagesrandverbindungen heute schon angeboten werden.

Aber mit diesen Überlegungen verlassen wir schon das ursprüngliche Thema der aktuellen Streckensperre ...
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: 6010

Datum: 03.07.12 14:39

Ennstalsportzug schrieb:
-------------------------------------------------------
Im Jahr 2000 schied er aus
> der Politik aus und wurde sofort mit einem
> Vorstandsposten im VW Konzern versorgt.


Manchmal entsteht bei mir der Eindruck dass die Roten wenns ums Postenschachern geht noch viel unverschämter sind als die Schwarzen.
M.

Liebe Grüsse aus dem Salzburger Land,
Dr. Michael Populorum
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: Ennstalsportzug

Datum: 03.07.12 21:46

WinHop schrieb:
-------------------------------------------------------
> 1. Bei einem Ausbau von 20 km Strecke, die bisher
> mit einem Schnitt von 60km/h befahren wird auf
> 140km/h, sodass dann ein Schnitt von 120km/h
> erzielt werden kann, verkürzt sich die Fahrzeit
> von 20 auf 10 Minuten.

Ich nehme an, du meinst Radstadt - Bischofshofen. Hier auf 140 km/h zu beschleunigen, würde aber kaum ohne einem neuen, gut 20 km langen Tunnel möglich sein. So ein Tunnel wäre unter dem Semmering sinnvoll, aber nicht auf der Ennstalbahn. Mit kurvenschnellen Zügen sollte man in dem Abschnitt ca. 20% = 4' raus hohlen können. Bleiben 6' durch einen Tunnel, der vermutlich weit über € 1 Mrd. kosten würde.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:07:04:08:48:58.
Optionen:

Re: Alle Jahre wieder

geschrieben von: WinHop

Datum: 03.07.12 22:12

Ich habe an keinen konkreten Streckenausbau gedacht,
ich wollte lediglich auf die Frage antworten,
wieviel Zeitgewinn im Ennstal drin sein kann.

Dazu habe ich eben zwei mögliche Verbesserungen genannt:

Für 10 Minuten Zeitgewinn auf Basis Streckenausbau wären
wohl etwa 20 km Ennstalstrecke auf Hochleistungsniveau auszubauen,
egal wo und ohne jetzt beachtet zu haben, was das kostet.

Auch die Abschätzung der 17 Minuten Zeitgewinn mit Neigezügen
ist nur ein Richtwert, ohne konkrete Untersuchung ob das im Ennstal
überhaupt so realisierbar ist.

Daraus leiten sich ja schon Machbarkeit und Realisierungschancen ab.



1-mal bearbeitet. Zuletzt am 2012:07:03:22:14:25.
Optionen:

Einen Vorteil gibt es...

geschrieben von: Ulf Kutzner

Datum: 04.07.12 10:32

Moin,

MP schrieb:
-------------------------------------------------------
> HGM schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Eine Fahrzeitverkürzung wäre vermutlich auch
> heute
> > schon möglich (von einer Schleife Selzthal red
> ich
> > jetzt gar micht!), allerdings bringt das wenig,
> > denn kürzere Fahrzeiten vermasseln ja wieder
> die
> > Anschlüsse in den Umsteigeknoten!
>
>
> Dann passt man die Fahrplaene eben an. Momentan
> gibt es ja auch prima Nicht-Anschluesse. Wer
> beispielsweise von Schladming nach Linz fahren
> will, darf sich immer rund eine Dreiviertelstunde
> am toten Bahnhof Selzthal langweilen.

Durch den SEV spart man in genau dieser Relation Zeit und Langeweile.

Gruß, ULF
Optionen:

Seiten: 1 2 All nächste Seite

Aktuelle Seite: 1 von 2    Angemeldet: Niemand

Gehe zum Thema :

Navigation :

Serverüberwachung / Servermonitoring mit Livewatch.de
Servermonitoring mit Livewatch.de