Vielen Dank !
>>Nach mindestens zwei bekannten Abstürzen in die zu füllenden SBB-Wagen <upps!> wurde eine selbstsichernde Vorrichtung entwickelt. Da wurden am Rahmen der Wagen je zwei Zungen angeschweisst welche auf der Verladerampe in ein gegen das Geleise gerichtetes U-Profil eingriffen und so die Wagen selbsttätig vor einem Absturz sicherten. <<
Bei den breiteren MH-Kippern für 600er Spur (Laufen/N.) war das eigentlich von Anbeginn an so, bzw. bei den kleineren Ashanti und Kupferberg-Kippern ist ein L-Profil hubseitig am Rahmen befestigt, das in das C-Profil am Entladebock eingreift.
Mechanisch kippen - ich nehme an, mittels des Rollen- Profil- Kipp- Bocks beim Durchfahren ?
In Saalfelden wurde merkwürdigerweise immer manuell mittels des stirnseitig an der Daumenwelle befestigten Ratschenhebels gekippt. Vielleicht Platzmangel am Kippgraben, in dem ein verfahrbarer Muldenbunker stand, der mittels Förderband die Fc- und Fac-Wagen des ÖBB-Anschlusses belud. Die Untergestelle der Wagen dienen heute der Besucherfeldbahn Grossgmain (SL) als Personenwagen-Untergestelle, ok, gefederte Innenlager- Losrad-Achsportale, was will man mehr. Am unwirtschaftlichsten kippte wohl die Erzbahn Döhren/Schröder-Stollen - Salzgitter-Bad (780 mm-Spur, elektr.) von 1964 - 1968 ihre neuen Granby-Kipper. Einzeln mit Stempel, Motto: soviel Aufwand wie möglich. Im Bunker kein Kipp-Bock. 1968 Stillegung, Schrott.
OK, wie dem auch sei, die Eriwis- Feldbahn stellte 1968 - 2000 eigentlich den Endausbau dessen dar, was ich seit langem meiner Egger-Bahn HOe angedeihen lassen möchte, aber ein Test-Umbau zu einem Zwitter aus Granby-Wagen und Selbstkipper (mit Rückstellung durch Klappengewicht ...) ist daneben gegangen. Deswegen diese meine Fragerei, tut mir leid, wenn es nervt. Den Testwagen kriege ich nicht mal mit der BEMO-HF130C gekippt. Mit den Egger- oder Roco-Dieseln erst recht nicht. Für die Kippsicherung hätte ich schon eine Rollenlösung, und offenbar darf der Eingriff wegen Verkantens nur innerhalb des Radstandes erfolgen. Aber ich bin kein Uhrmacher. Nein, eine Lösung mit Granby-Kippern wie in Kiefersfelden mit stationärem (el.-mech.) Kippstempel oder -bügel wäre zu komplex.
Zentralrahmen, Innenlager-Laufwerk, die Lagerung des Kastens im labilen Gleichgewicht mit der Kippachse leicht hubseitig verschoben, an die Abroll-Zahnkulisse ist nicht mal zu denken, Problem wäre die Ver- und Entriegelung des Kippvorganges mittels umgelenkter Lokomotiv-Zugkraft. Dazu müsste der Eingriff der Kipprollen der Daumenwelle mit ihren "Ellenbögen" zum Kasten mikrometergenau in den Kippbock mit den bogenförmigen C-Profilen passen. Ich muss also in 1:87 auch mit den altersschwachen Egger-Loren weiter fahren :-).
Naja, "Monster" wären die MH-Wagen bis zum Format des Kippertyps "Jiroft" eigentlich nicht. Der Kipper für den Channel Tunnel, später auch am Vereina eingesetzt, wäre dann echt 'ne Nummer zu gross und für die Bahn ein "Monster". Obwohl, der vierachsige Kippertyp "Sölk" für 600 m hätte echt auch was ... ist aber nix für ein Museum, sondern für aktiven Betrieb.
Nein, keine Verzettelung, vollkommen richtig. Weniger ist mehr. Das endet sonst nur in einem nicht mehr beherrschbaren Schrottplatz.
Alles Gute !
Der Unglaeubige Thomas