Moin!
Anschlussbahn schrieb:
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> > Die schleife ich selber.
>
> Isolatoren fuer meine elektrische Kleinbahn werde
> ich bestimmt auch noch als Urmodell herstellen.
> Also gut zu wissen, wie Du das gemacht hast.
Urmodell - Abgießen ist wieder so ein Thema, wo ich null Ahnung habe. Also werden die Isos gedreht. Vorlage war ein Kunstoffmodell.
> Das zum Raeder abdrehen war
> durchaus hilfreich. Was meinst Du mit der gewissen
> Stellung bei der Fohrmann-Aufspannvorrichtung, wo
> die genau laeuft? Wie ermittelst Du die?
Meine erste FM-Spannvorrichtung hatte ich nach 2 Stunden zerwürgt. Stumpfe Schneide des Rotwerkmeißels, ich wollte nur den Spurkranz vorher etwas runterdrehen. FM das Problem geschildert, auch ehrlich geschrieben, daß ich zu doff war und eine neue Spindel (?) bestellt. Die kam auch, aber aus Kulanz hatte FM noch eine zweite beigelegt. Du ahnst es, die neue habe ich noch nicht abgebrochen...
Wie dem auch sei, die zweite Vorrichtung hat einen minimalen Schlag, also die Gewindestange von 2 mm läuft einen Hauch außermittig. Zum Glück hebt sich das mit dem "Schlag" des Futters auf. Ich habe aber eine Weile probiert, bis ich die richtige Stelle hatte.
> Ich habe die Vorrichtung auch und damit gerade mal
> einige Raeder bearbeitet. Das Aufspannen ist wie
> so oft bei einer Drehbank, etwas schwierig.
Ich habe auch einiges Lehrgeld bezahlt.
- Das fängt damit an, daß Räder mit Kunstoffradkörpern oder der Isolierbuchse auf zu festes Aufspannen mit Nachgiebigkeit reagieren.
- Speichenräder mit Kunstoffkörper haben hinten oft einen winzigen Pippig, der dafür sorgt, daß das Rad schlägt.
- Manche Materialien, aus denen die Radreifen sind, sind so störrisch, daß ein vorsichtig aufgespanntes Kunstoffrad am RP25-Drehmeißel hängenbleibt und dann das Rad einschließlich der großen Sicherungsmutter losdreht. Ergibt riesige Achsbohrungen! Hier hilft es, eine Distanzhülse zwischen Backen und Sicherungsmutter einzuspannen.
Und so gibt es sicher noch mehr Bonbons.
> Wenn
> das geschafft ist, ist der Rest unkritisch. Bei
> den Raedern der Lima V188 bin ich aber nicht weit
> gekommen, da die 2,5mm-Achsen haben :-(
> Die bekommt man gar nicht vernuenftig gespannt.
Zum Teil drehe ich die Räder auf der Achse ab. Das ist mir oft lieber, weil ich da beim Aufpressen keinen Unfug machen kann. Die Aufpressbüchsen habe ich mir auch irgendwann mal gedreht: [
www.rbd-breslau.de] Falls das noch nicht bekannt war.
In dem Falle würde ich die Achse einspannen, abdrehen, die Häfte der Räder dann auf die eingespannte Achse stecken. Wenn man vorsichtig ist, geht das auch mit Kunstoffrädern.
> > Zum Abschluß noch ein Blick auf den erwähnten
> > Satz Drehmeißel "vonne Freunde".
> Freunde? Waren das nicht eher Brueder, die man
> sich nicht aussuchen koennte? ;-)
Ja, das waren sie. Das übliche eben: Große herzliche Freundschaftsgesten der Parteien und Massenorganisationen, Einladungen in Schulen und zu Organisationen. Regelmäßige öffentliche Bekenntnisse, Meckern im Verborgenen. Vorträge, Berichte im Presse und Rundfunk über die Verbundenheit, über die wissenschaftlichen Erungenschaften und die kulturelle Bereicherung, die aus dem Osten kam, vom Essen über Musik bis zum Film (die Märchenfilme allerdings waren sehr schön). Straftaten und ähnliche Vorkommnisse der Freunde wurden totgeschwiegen oder für die Bevölkerung ein wenig aufgehübscht. Wer diese ganze Geschichte nicht so toll fand oder Kritik laut werden ließ, war Nazi oder Konterrevolutionär.
> Mir ist das Ergebnis wichtig und nicht, dass es
> schick aussieht.
Bruder im Geiste, sei umarmt. Meine Frau wertet Optik deutlich höher.
Andreas