Re: Weshalb spielen Erwachsene mit der Modellbahn?
geschrieben von: Nordexpress
Datum: 28.02.12 22:14
Schön, dann Tacheles:
Sven, was sind jetzt ganz konkret die Funktions-Vorteile in technischer und wirtschaftlicher Hinsicht? Wie vermeidest Du die geschilderten Nachteile? Letztere sind ja nicht aus der Luft gegriffen.
Nur "neu" ist kein Argument. Was machbar ist, muss nicht zwingend gemacht werden. Überkomplizierte Konstruktionen waren so gut wie nie erfolgreich sondern häufig nur ein Einfallstor für Störungen aller Art. Der Aufwand muss auch in Relation zu dem stehen, was damit erzielt werden soll. Dem Praxistest hat sich die Innovation ebenfalls zu stellen. Nur was den dauerhaft besteht, ist brauchbar.
Wenn das Neue, Kompliziertere teurer ist, als die technisch bewährte einfache Lösung, aber technisch keine realisierbaren Vorteile bringt, man sich dafür aber unvorhergesehene "Nebenwirkungen" eingehandelt hat, ist die "Innovation" ein Irrweg. Insbesondere, wenn man im Dauerbetrieb merkt, dass man sich damit gravierende Nachteile eingehandelt hat. In der Lokomotivgeschichte gibt es massig davon (Triplex, Serve Rippenrohre, rotierende Umformer, Kando-Antrieb, 6 Zylinder Verbund, Mitteldruck-/Hochdrucklok, Gasturbinenlok; die Reihe ließe sich beliebig fortsetzen).
Und dann die Frage der Fragen, wenn technische Bewährung nachgewiesen ist: Wie hoch sind die Mehrkosten gegenüber der konventionellen Lösung? (Referenzmaßstab: H0).
LG
Wolfgang