Anschlussbahn schrieb:
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> Hallo,
>
> > Entwicklung eines solchen Modells heute billige
> > und schneller zu machen ist, als vor - sagen
> wir
> > mal - 15 Jahren (DM-Zeit) - vernünftige
> > CAD-Programme gibts heute viele für
> > vergleichsweise wenig Geld, und selbst
> kostenlose
> > Programme fangen langsam an, interessant zu
> werden
> > (Google Sketchup, Autocad 123D und weitere).
>
> kostenlose Programme darf man nicht unbedingt fuer
> kommerzielle Zwecke verwenden. Auch ist es wenig
> hilfreich
> exotische Dateformate zu verwenden. Boese Falle,
> wenn dann ploetzlich Dinge nicht zusammen passen,
> weil die
> CAD-Daten nicht richtig gedeutet wurden.
Sowohl Sketchup als auch 123D arbeiten mit DXF-Dateien.
Aber auch kommezielle CAD-Systeme sind heute längst nicht so teuer wie früher.
>
>
> > Für
> > Leiterplattendesign kann man in den benötigten
> > Bauformen rein kostenlose Programme (z.B. Eagle
> > bis Euro-Platinenformat) verwenden,
> einschließlich
> > Simulation der Schaltungen.
>
> Siehe oben. Die kannst Du als Privatmann gerne
> nutzen. Aber wenn Du eine vierstellige Anzahl
> Platinen orderst und
> die sehen den deutlichen Hinweis auf die
> nonprofit-Version, gibt das zumindest Nachfragen.
> Eagle ist recht teuer
> fuer den Verwendungszweck Fahrzeugplatinen.
> Fahrzeugplatinen haben 200...300 Pins, sind aber
> manchmal ganz schoen
> lang. Zu lang fuer die kleinste Eagle-Version.
> Daher arbeite ich mit der kleinsten Version von
> Target, die auf
> 400 Pins und zwei Lagen begrenzt ist. Die darf man
> aber auch kommerziell nutzen.
So teuer ist Eagle auch nicht, 4x4 Meter werden ja wohl auf alle Fälle reichen, kostet für den Einzelplatz 1600 USD. Und für 69 USD bekommt man die Light-Version, die für die meisten Lokplatinchen (10x8 cm) ausreicht. Ein Limit an Pins kann ich aus der Liste nicht herauslesen: [
www.cadsoftusa.com]
>
>
> > Das bischen Elektronik
> > auf der Verteilerplatine ist eh eine
> > Standardschaltung wo man nur die Leiterplatte
> an
> > die Form des Lokgehäuses anpassen muss, quasi
> > einmal entwickelt und dann für jedes weitere
> > Modell null zusätzlichen Entwicklungsaufwand.
>
> Ja?
> Dummerweise gibt es Rasselbahner, die gerne mit AC
> analog fahren. Die verkomplizieren die Schaltung
> schon. Aber
> auch sonst sollte das Licht bei Analogbetrieb
> leuchten und bei Digitalbetrieb (14...24V) nicht
> zu hell werden, usw...
> Als man nur je eine Gluehbirne vorne hatte und
> einen Modellbahntrafo nutze, war das alles
> einfacher.
Und dennoch, die Schaltung braucht man nur einmal zu entwickeln, nur die Form der Leiterplatte ist an das Lokgehäuse anzupassen. Man entwickelt einmal eine Maximalversion und lässt dann je nach Bedarf das weg, was für das konkrete Modell nicht gebraucht wird. Eine Spannungsbegrenzung ist ja z.B. eine der einfacheren Sachen. Idealerweise fndet man eine Bauform, die in mglichst viele Modelle reinpasst, und lässt dann nur noch je nach Modell die Bestückung bestimmter Bauteile weg, um an die Lok anzupassen.
>
>
> > Früher hat solche Software mal viel Geld
> gekostet
> > und statt Leiterplatten gab es nur Drähte. Und
> der
> > dazu nötige leistungsfähige PC kostet auch
> keine
> > 1000 Euro mehr.
>
> Dafuer kosten die Probeplatinen auch Geld und
> nicht wenig. Dann moeglicherweise nochmal
> optimieren und nochmal Probeplatinen bestellen.
> Schnell ist ein deutlich dreistelliger Euro-Betrag
> weg.
Probeplatinen kann man auch schnell selber ätzen, sofern sie nicht allzu filigran (SMD) sind, das kostet fast garnix. Schaltungen kann man für erste Tests auch auf Lochraster oder Steckbrettern nachbauen. Und mit dem kostenlosen Spice kann man sie sogar komplett am Rechner simulieren.
>
>
> > Fehlt nur ein ausgebildeter
> > Feinwerktechniker, oder ein ambitionierter
> Laie,
> > wie in so vielen Branchen. Und auf Knopfdruck
> > kommt ein Probeteil als Rapid-Prototyping aus
> der
> > Maschine dass man es sich in Real vorab ansehen
> > kann. Und die fertigen Gussformen, Zahnräder,
> usw.
> > kommen automatisch aus der CNC-Maschine.
> > Zeichenbrett, mehrfache Korrekturen der
> > Zeichnungen, evtl. gar händisch neu zeichnen,
> > handgeschnitzte Probeteile, alles sehr mühsam
> und
> > zeitaufwändig, alles nicht mehr notwendig.
>
> Frag mal Heineken dazu, was automatisch hinten aus
> der Maschine faellt. Denk daran, dass das auch in
> der Serie reproduzierbare Ergebnisse geben sollte.
> Manchmal sind es Kleinigkeiten, die fuer Aerger
> sorgen.
Sicher, gegen Pannen ist niemand gefeit, aber das ist unternehmisches Risiko und kann bei entsprechender Sorgfalt minimiert werden.
>
>
> > Die für Decoder benötigten elektronischen
> Bauteile
> > sind heute auch billiger als früher, sofern es
> > diese früher überhaupt gab, sebst bei kleinen
> > Abnahmemengen. Und dass ich Decoderpreise auch
> für
> > überzogen halte, wisst ihr ja auch, da habe ich
> ja
> > schon zu genügend entsprechende Argumente
> > gebracht.
>
> Die von wenig Wissen aus der Elektronikbranche
> zeugen. Versuch mal bestimmte Teile in den fuer
> Decoder
> ueblichen Mengen einzukaufen. Du bekommst eher
> eine Monatsproduktionsmenge eines
> Microcontrollers, als 1000 Stueck.
> Das geht quer durch alle Bauteilearten. Bloed nur,
> wenn man deshalb nicht mal eine Teilmenge der
> Decoder oder Fahrzeugplatinen herstellen kann.
> Ich weiss durchaus, warum einige Digitalsachen
> 2011 deutliche spaeter als geplant geliefert
> wurden.
Wenn einzelne Decoderhersteller nicht auf die erforderlichen Abnahmemengen kommen, wären z.B. Einkaufsgemeinschaften ein Versuch wert. Auf den Decodern sitzen ja meist die selben Controller, so viele Hersteller gibts da ja auch nicht. ABer bei der D IV ist ja werkseitig garkein Decoder drin, spielt also hier nicht die große Rolle.
>
>
> > Oben kam auch das Arguent mit teuren
> > kleinen Motoren, auch das zählt imho nicht
> mehr,
> > wo man für weinger als 1 Euro selbst als
> > Endverbraucher winzigste
> Handy-Vibrationsmotoren
> > beziehen kann. Ok, die taugen nicht für den
> > Antrieb so einer Lok, aber für wenige Euro
> findet
> > sich bestimmt was passendes auf dem Makt.
>
> Bestimmt und bei der naechsten Charge Motoren
> konstruiert Du das Getriebe um, weil es die mit
> der Drehzahl nicht
> mehr gab? Wir reden hier nicht von
> Einzelexemplaren, sondern von Serien.
Auch solch Motörchen werden in Serie produziert. Und wenn man die Lokdesigns so gestaltt, dass man nicht für jedes Lökchen einen anderen Motor braucht, sondern sich auf 2-3 Standardmotoren festlegt dann kann man auch eine größere Menge nehmen und die auch erst nach und nach in verschiedenen Modellen verbauen. Erleichtert auch die Ersatzteilhaltug.
>
>
> Es wird wirklich Zeit, dass Heineken das
> Betriebspraktikum fuer Modellbahner anbietet. Da
> wuerden einige Leute ploetzlich ganz anders
> denken.
>
> Armin
Oder die Hersteller machen mal Praktikum in anderen Branchen in denen in ganz anderen Margen und Stückzahlen gedacht wird und denken dann mal über Standardisierungen von Bauteilen nach, jenseits von Zig verschiedenen Decodersteckern. Sicher ist das was z.B. Heineken da macht nicht einfach, aber ich denke, manche Sachen könnte man einfacher, effizienter und damit günstiger machen ohn schechter tzu werden, oder einfqach mal mehr Mut bei der Preisgestaltung wagen, mit entsprechend zu steigernder Produktionskapazität. Ich spreche damit nicht direkt unseren Heineken an, sondern das eher allgemein. Denn ein Hersteller alleine wird diesen Teufelskreis nicht aufbrechen können, und da keiner dem anderen was gönnt, was ihm später allerdings über Umweg auch nützen könnte, drehen wir uns weiter im Preiskreis, Tendenz nach oben.