52 2006 schrieb:
-------------------------------------------------------
> In einem anderen Thread haben wir festgestellt,
> dass die Montagearbeitszeit im Vergleich zum
> Endpreis sehr klein ist, und das nicht nur in
> China Billiglohnländern. Heineken zeigt mit der
> Produktion der Maxima in Sachsen, dass es auch
> hier zu konkurrenzfähigen Preisen geht.
Ich glaube, das mal in den Raum geworfene Betriebspraktikum in Sachsen muß wohl um die zahlenschubsende Komponente (pseudo-BWL) erweitert werden ;-)
Wer sagt dir denn, daß alle Unternehmen mit den gleichen Startbedingungen und Renditevorstellungen in den Markt gehen? Ausnahmsweise hier würde ich einmal die Feststellung gelten lassen, daß der Preis eines Produktes nicht (nur!) von seinen Kosten bestimmt wird. Sondern von dem, was man am Markt erzielen kann.
Mit Lohnkosten, die wenigstens im Faktor 15 höher sind als in weit-weit-weg-Land und mit Umweltstandards, die wenigstens hier dafür sorgen, daß die Fische im Gewässer nicht mehr bäuchlings oben treiben, kannst du niemals gegen die im Kommunisten-Mäntelchen getarnten Kapitalisten, die schlimmer agieren als jene zu Manchester-Zeiten, einen Blumentopf gewinnen.
Sprich: *Uns* wäre eine UVP von 349 statt 269 Euro lieber. Das würde auch eine ganze Reihe an zeitlichen Problemen lösen (für die *wir* ja auch hier regelmäßig angeschissen werden).
> (Die Maxima wäre mir das Geld ob der gebotenen Qualität
> sogar wert, wenn ich sie brauchen könnte)
Das ist nett von dir.
Aber Nutzen bringt dem Handel und uns tatsächlich nur eine verkaufte Maschine ;-)
mfg,
heineken
»Geld allein macht nicht glücklich, aber es ist besser,
in einem Taxi zu weinen als in einer Straßenbahn«
Marcel Reich-Ranicki